13 Die GrieSkohlenwci'che in Heinitz. Betriebspunkt in Angriff zu nehmen. Der erste sollte dicht an der projektierten Bahnlinie im so- genannten Grubenwald, oberhalb Landsweiler, und der zweite im Holzhauertal, dem südlichsten Ausläufer des Bliestales nach dem Bildstockzuge, angesetzt werden; von diesem aus wollte man die Flöze der Fettkohlenschicht, von jenem aus die der Flammkohlenschicht erschließen. Im Holzhauertal traf man dieselben Flöze an, auf denen in der Grube König gebaut wird, und zwar im allgemeinen mit einer größeren Mächtig- keit als im bisherigen Baufeld dieser Grube selbst. Daraufhin wurde bestimmt, daß am oberen Ende des Holzhauertales ein Förder- und Wasserstollen über dem höchsten Wasserstande des Neunkirchener Hüttenweihers am südlichen Talgehänge ange- setzt werden sollte, um die auf der Grube König gebauten Flöze querschlägig anzufahren. Der Stollen sollte die Bezeichnung „Heinitz- st o l l e n" tragen. Doch erst am 12. Juli 1847, nach Ankauf des erforderlichen Grund und Bodens, konnte der Anhieb mit elf Mann erfolgen. Dieser Stollen ist zum Teil noch in gutem Zu- stand. Man kann seinen Eingang in der Nähe des jetzigen Schachtes Heinitz II sehen. Hier war der erste Querschlag der zukünftigen Berginspek- tion VII. Die Sicherheitslampen wurden sofort eingeführt. Die ersten angelieferten Kohlen find in König zu Verkokungsversuchen be- nützt worden (1848). Fünf bauwürdige Flöze wurden aufgeschlossen, und man dachte schon daran, den Betrieb zu vergrößern. Im Jahre 1849 wurden zwei Schaumburg-Öfen als Probeöfen in Heinitz gebaut. Am 15. September 1850 wurde die Eisenbahnlinie Heinitz—Neun- kirchen in Verbindung mit der schon 1848 ge- bauten Linie Saarbrücken—Neunkirchen—Bex- bach eröffnet. In demselben Jahre wurden vier- undsiebzig Schaumburg-Koksöfen gebaut. Die Flöze Tauenzien und Scharnhorst wurden auf- geschlossen. Der erste regelmäßige Abbau war ein streichender Pfeilerbau. Am 1. Januar 1851 wurde der Förderpunkt im Holzhauertal.von der Grube König getrennt und als selbstän - dige Grube unter dem Namen Heinitz anerkannt. Noch war es nur ein Stollen, um- geben von Wald und Wiesen, aber ein sehr großer Betrieb war schon vorgesehen. 1851 wurde der