58 Ventilator und dem Gasmesser zwei Öltransformatoren und die erforder- lichen Schalteinrichtungen untergebracht (Abbild. 8). Der von der elektrischen Zentrale der Grube König mit 1000 Volt Spannung gelieferte Drehstrom kann hier auf 5000, 2000, 1000, 550, 220 und 110 Volt, der aus der Lichtleitung ent- nommene Gleichstrom auf 220 und 110 Volt, d. h. auf alle im normalen Gruben- betrieb vorkommenden Spannungen, transformiert werden. Bei der Prüfung der Maschinen handelt es sich im wesentlichen um die Feststellung, ob die Gehäuse und Kap- selungen genügen, um den Durchschlag einer' im Innern infolge der Funken- bildung auftretenden Schlagwetterex- plosion nach außen mit Sicherheit zu verhindern. Die vorstehenden Ausführungen haben gezeigt, daß die Versuchsstrecke dazu bestimmt ist, durch ihre mannigfachen Arbeiten auf den verschiedensten Gebieten auf Verbesserung der gefährlichen Betriebsmittel hinzuwirken und so die Sicherheit des Bergbaues im Interesse unserer Saargruben und Bergleute ständi zu erhöhen. In diesem Zusammenhang möge au Abh. 7. Explosionskammer für Maschinenprüfuugen. nicht unerwähnt bleiben, daß in der Versuchsstrecke u. a. auch Belehrungen der Bergleute in der Schlagwettergefahr vorgenommen werden. Abb. 8. Transformatorenraum. ^ Tie Rohförderung der staatliche» Saargruben hat im Jahre 1913 zum erste» Male 13 Millionen Tonnen betragen und ist im Etatsjahre 1913 sogar schon auf 13103136 Tonnen gestiegen. Über die Ent- wickelung der Förderung und über das Anwachsen derZahl derArbeiter der Saarbrücker Steinkohlenbergwerke gibt nachstehende Tabelle Aufschluß. Kalender- jahr Rohfvrd erring t Gesamtzahl der Arbeiter einschl. Nebenbetrtebe 1816 100 320 917 1820 101 337 847 1840 382 453 2 489 1860 1 955 961 12 159 1880 5 211 389 22 918 1890 6 212 540 28 928 i960 9 397 253 40 546 1910 10 823 483 52768 1911 11 458 920 52173 ■ 1912 12 461 963 50 498 1913 13 071 982 51 325 Wer selbst sich nie geholfen hat. Der weist auch andern keinen Rat. ^ Tie einzelnen Saarbrücker Staatsgrubeu. Auf der Magerkohlenparrie des Saarreviers bauen die siskalischen Gruben Kronprinz (Ensdorf), Dilsburg und Göttelborn. Auf der oberen Flammkohlenpartie bauen die fiskalischen Gruben Gerhard (Schachtanlag, n Viktoria und Josefaschacht), Bon der Heydt, Göttelborn, Reden mit Jtzenpiitz und von König die Anlage Kohlwald. Außerdem liegt die bayerische Privatgrube Frankenholz aus diesem Flözzuge. Für die untere Flammkohlenpartie kommen die fiskalischen Gruben Serlo (Louisenthal), Jagersfreude (Dudweiler), Burbachstollen und spater im oberen Teile der Steinbachtalschacht der Grube Von der Heydt, Friedrichsthal, Reden und Kohlwald in Betracht. Auf der Fettkohlenpartie bauen die fiskalischen Gruben Velsen, Louisenthal (Delbrückschächte und Richardschacht), Jägersfreude, Dudweiler, Sulzbach. Altenwald, Rede», Heinitz, Dechen, König, Wellesweiler, Camphausen, Brefeld, Maybnch und später noch Von der Heydt (Steinbachtalschachtl und Kohlwald. Auch die bayerischen Staatsgruben St. Ingber! und Mittelbexbach liegen auf diesem Flözzuge. Tie Größe des Saarbrücker Steinkohlengebietes "beträgt 110923 ba, was einer Fläche von 443692 Morgen entspricht. Innerhalb dieses Feldes liegen neben den fiskalischen Gruben noch die privaten Steinkohlengruben Hostenbach und die fast durchweg stillgelegten kleineren Gruben Labach (bet Saarwelltngen), Asch- bach, Marpingen, Urexweiler, Mainzweiler und Dörrenbach. Der Kohlenreichtum im fiskalischen Berechtigungsfelde wird auf etwa 6 Milliarden Tonnen berechnet.