59 Die auf dem Bilde der Gesamt-Anlage (von Osten' aufgenommen) am weitesten links stehen- den beiden Häuser (siehe auch besondere Ab- bildung) wurden bereits am 15. November 1909 ihrer Bestimmung übergeben, während die beiden Natürlich fehlen auch alle zur Bequemlichkeit eines modernen Schlafhausbetriebes gehörigen Anlagen, wie elektrisches Licht, Entlüftungsrohre, Wasserleitungen mit ausgiebigen Zapfstellen und Feuerlöscheinrichtungen nicht. Das Innere der Ausblick von den Schlashäusern in südlicher Richtung. in der Mitte des Bildes sichtbaren Häuser in den Jahren 1911/12 erbaut wurden. In Bauart und Einteilung sind letztere von den ersteren verschieden. Jedes der gleichartigen älteren Gebäude enthält in 2 Geschossen 4 Säle für je 16 Mann, beherbergt mithin 64 Mann. Der Bequemlich- keit der Bewohner ist in weitestem Maße Rech- nung getragen worden. Auf die Anord- nung eines besonderen Schrankraumes zwischen je 2 Sälen, sei als eine Neuerung für die Erhaltung einer reinen Zimmerlust in den Schlassälen beson- ders hingewiesen. Im Kellergeschosse sind eine große Koch- küche mit 2 gemauerten Kochherden (sogenann- ten Brümsen), 1 Vor- ratsraum mit verschließ- baren: Fächerkasten zur Aufbewahrung von Kartoffeln und dergleichen, 1 Waschküche für die Leibwäsche, sowie ein Kohlen- und ein kleiner Nebenraum untergebracht. Das Dachgeschoß enthält einen sehr ge- räumigen Trockenspeicher bezw. Aufbewahrungs- raum. Die Ansicht der l!)08/0i> erbauten beiden Schlafhäuser Häuser macht mit seinen reinlichen und behag- lichen, von Licht und Luft reichlich durchfluteten Räumen einen freundlichen Eindruck. Die Fuß- böden in den Schlassälen und Schrankräumen sind mit Riemenboden aus Buchenholz, in den Waschräumen und Aborten mit Terrazzobelag hergestellt. Auch sind die Wandflächen in letzteren Räumen bis zu einer Höhe von 1.60 Meter über dem Fußboden mit glasier- ten Wandplatten ver- kleidet. Diebeiden in 1911/12 erbauten Häuser zeigen, wie bereits eingangs erwähnt, andere Ein- teilung und Forn: und bieten an Zweckmäßig- keit und Gediegenheit wohl das beste, was bisher auf dem Gebiete des bergmännischen Unterkünstswesens geleistet wurde. Wenn schondasÄußeredurch schmucke, gefällige Formen, mit einladenden offenen Sitzplätzen sich in harmonischer Weise in das Waldgelände ein- schmiegt, so wird der gewonnene gute Eindruck bei«: Eintritt ins Innere noch verstärkt.