42 Pas GrillMrettliWMleii au der füniglidp KergHule Kaardrückeu. Es darf als bekannt vorausgesetzt werden, daß der Bergbau und besonders der Stein- kohlenbergbau Gefahren in sich birgt, deren Bekämpfung und Beschränkung sich Behörden und Pri- vate, Fachleute und Laien, man kann sagen, solange Bergbau getrieben wird, zur vor- nehmsten Aufgabe gemacht haben und für die auch in der breitesten Öffentlichkeit das lebhafteste Inter- esse wach ge- worden ist. Ganz besonders sind es die Kata- strophen der letzten *****1 Jahre und der Umstand gewesen, daß mit fortschreitendem Abbau m größere Teufen auch die Gefahren an Umfang zunehmen, daß durch scharfe Vor- schriften umfassende Vorbeugungsmaß- regeln getroffen sind, welche die Gefahren nach Menschenmög- lichkeit beschränken und Katastrophen von dem Umfange der letzten Jahre verhüten sollen. Mit diesen Vorschriften allein ist es jedoch nicht getan, sie müssen auch befolgt werden. Es ist aber eine bekannte mensch- liche Schwäche, daß derjenige, der stets von Gefahren um- geben ist, vertraut mit denselben wird und das Empfinden für diese verliert. Der Mensch sieht den Zweck der warnenden, vorbeugenden Vorschriften nicht mehr völlig ein, er wird bisweilen lässig in der Befolgung, wenn lange Zeit alles gut gegangen ist. Unfälle im größeren oder kleineren Umfange werden daher wohl niemals völlig aus dem Bergwerksbetriebe verschwinden, da, abgesehen Sammlung von Rettungsapparaten, geordnet nach ihrer geschichtlichen Entwicklung im Modellsaale der Kgl. Bergschule. von höherer Gewalt, neit jedem einzelnen der Belegschaft gerechnet werden muß, und der ge- ringste Fehler des einzelnen, der aus Unkenntnis, Unvorsichtigkeit, Fahrlässigkeit und Leichtsinn, ganz ab- gesehen von böser Absicht, begangen wird, Tausende in Gefahr bringen kann. Die beste Unter- weisung in der Be- folgung vorbeugen- der Maßnahmen, die gründlichste fach- männische Ausbil- dung vermögen da- her wohl die Kennt- nis der Gefahren wachzuhalten, ver- meiden lassen sie sich jedoch nicht BUd 2. Rettungslager (Innenansicht) Die Gefahren, die dem Bergmann drohen, sind in der Hauptsache die Stein- und Kohlensallgesahr, Wassereinbrüche, Grubenbrände und vor allen Dingen Schlagwetter- und Kohlen- staubexplosionen. Besonders die letzteren sind