-— 48 — Wefhente austeilen konnte, Dann madte fie ihrem gepreßten Herzen einmal gründlidH Luft. Die Eltern fudten fie zu tröften. RKathden ladte. Empdrt aber war bie Nofenwirtin. „Du bift eine befjere Stelle wert und lannít fie finben^, rief fie aus, „IH Halte ionft gemi nidtà pom emigen Z8edjjeín. Uber alles bat feine Grenzen. $ünbige jobalb wie möglich!“ Das wagte jedoch bad geduldbige Madden nod nicht zu verjpreden, fondern nahm mad) ber furgen Grquidung8aeit ihr Jod) ergeben wieder auf bie jungen Schultern. Einige Tage fpäter traf Herr Robenbad) wieder einmal im Städtlein ein. Kaum abgeftiegen, fragte er angelegentíid) nad) dem jungen Mädchen, bie [o vorteefilid) Tode, io Hug und anftelig war. „Sie Bat mir au$nebmenb mob( gefallen unb id) módte fie S8nen gern entfübren“, fagte er. „Unjere Köchin heiratet bald; einen befferen Grjag Tónnte id kaum finden, Der Dienft ijt nicht jhwer und über bie Bedingungen miürden wir uns [don einigen.“ Die hocherfreute Rofenwirtin ergriff die Gelegenheit beim Schopfe, redete mit pores und überrafchte darauf Lotthen durch einen febr inhaltreiden und ange: nehmen Brief. Jept {jhwankte das Mädchen nicht linger. Sobald ihre Beit abgelaufen mar, traf fie zu einem furgen Befude in der Heimat ein unb reifte dann getroft nad ihrem neuen Beftimmungsort Frant- furt ab. Da jtimmte eà in jeber Beziehung befjer ald auf bem Gute. Herr Rodenbad war reich, aber ‚allem gerdujdvollen Prunt abhold. (Qr madte fein großes Haus, jonberm febte mit feiner Familie, die