— 40 — Häuslein erbauen Fönnen. Sein eifriges Streben ging nun dahin, diejen SBefig allmüábfid) zu feinem vollen fduldbenfreien Eigentum zu maden. Seitdem feine Gäuslichkeit anfıng gemütlicher zu werden, trug er bem Wirte nur felten einen Grojden zu. Er ihwieg nachfihtig, menn feiner Frau nicht fogleich alleà nad) Wunjd) gelang; er Iobte fie, wo er nur fonnte, und bad feuerte fie qu neuer freubiger 9n» ftrengung an. @ebuld auf ber einem Seite, guter Wille auf der andern vermögen viel. Dad Leben der beiden Eheleute ließ fi immer mehr einem Tage vergleiden, an dem die Sonne morgen? mühjam mit Nebel und Wolken fümpít, enblid) aber fiegt umb un- gehindert Glanz und Wärme niederjenden kann. Dod) auch die trüben Erfahrungen waren für den verftänbigen Holder nidt ohne Nußen geblieben; fie Hatten ibm qu allerlei ernfthaft.en Gedanken und zu einem feften Entjchlufje gebradt ,Jebe Arbeit, fo leicht fie au8jehen mag, will gelernt und geübt werben. Und die Pflidhten der Frau, auch im befheidenften audmwefen, {ind durchaus fo leicht unb einfad) nicht, a8 fdeint man aber oft bei der Erziehung ber Mädchen zu vergefjen und qu meinen, alles fäme ibnen gleidfam von felbft angeflogen, ober vom Bu. feben, vom gelegentlidgen Mitarbeiten. Bor bem Syrrtum will id) mid) hüten, Wenn Gott ung Töchter identt, jo jollen fie aNleg Nötige, und vieleicht ein wenig mehr, früher, gründlider und angenehmer lernen, al& ibre qute Mutter.“ Go dachte er oft, wenn er nad) bed Tages Lait unb Pie am Fenfter, oder auf bem Binklein vor dem Haufe faÿ und auf Wiefe und Wald