— 78 — geräuschvoll in die beiden Nasenöffnungen. Dann galten nur ihr seine Blicke. Einen Äugenblick wagte er'S in die feurigen dunklen Augen des Reiterschätzleins zu schauen; — aber KäthchenS strenger Blick bestrafte sofort den Frevler! — .Also, Frau Wirtin !" begann ich mein Zwiegespräch. .Sogen Sie mir doch, woher der alte Bauer ist, welcher hier ausstieg?" .Der Bauer, das ist der Gruberbauer von der Wies. Wiffen'S," fügte sie flüsternd bei, .er ist ein alter Haberfeldmeister." .Warum nicht gar," erwiderte ich, .der Alte sieht ja ganz zahm aus und ich denke mir die Haberer rabiat und verwegen." „Ach!" rief Frau Käthchen. .Sie sprechen von Haderern, — ist's am Ende recht unsicher in dieser Gegend?" Die Wirtin lachte hellauf, ich aber beruhigte die Dame, indem ich ihr erklärte, daß in Miesbach oder Schliersee, wohin die Herrschaften wohl reisen werden, überhaupt kein Haderfeldtreiben stattfände, so etwa- geschehe nur abseits der Ortschaften. Erleichtert drückte Frau Käthchen ihrem jungen — da- heißt kurze Zeit angetrauten Buchhalter die Hand. Dieser wollte eben eine Frage an mich richten, olS die Nachbarin be- schweren ReitrrS, welche sich mit diesem fast flüsternd unterhalten hatte, energisch ausrief: .Na, Sepp, Dei' Muatter derf mir net in'S Hau-, wenn i Dei' Weib werd'n soll!" .So!" erwiderte der Reservist, .Racher geh' hin, wo Du herkommen bist!" Darauf wandte er den Kopf gegen das offene Fenster.