2 Auftakt zu neuen laten! Generalversammlung des I. V. Bergbau Einig in der Idee, einig im Wollen und Handeln, einig in internationaler Verbundenheit** das war der Leitsatz, unter dem die erste Generalversammlung des neugegründe ­ ten I. V. Bergbau am 21. März 1954 in der Festhalle zu Dudweiler stand. Sie war ein eindrucksvolles Bekenntnis der aufbauwilligen Kräfte und ein ern ­ ster Mahnruf an alle, die glauben, bei dem Aufbau einer starken Bergarbeiter ­ gewerkschaft noch abseits stehen zu kön ­ nen. Es war ein Auftakt, und die Zukunft wird erweisen müssen, ob sich über die Gegensätze der Vergangenheit hinweg die positiven Kräfte zu ersprießlicher Ar ­ beit im neugegründeten I. V. Bergbau und zur Zusammenarbeit mit den Kame ­ raden der übrigen Verbände der Einheits ­ gewerkschaft zusammenfinden werden Der verheißungsvolle Auftakt in der Fest ­ halle zu Dudweiler läßt es uns hoffen. Aus den offenen Worten der Diskus ­ sionsredner, die sich um das Hauptreferat des Kollegen Kaiba von der Bergarbeiter- Internationale rankten, klang der ehrliche Wille heraus, getreu dem Grundsatz der Einheitsgewerkschaft der parteipolitischen und der religiösen Neutralität alles Tren ­ nende hinter sich zu lassen und die ganze Kraft einzusetzen für die wirtschaftlichen und sozialen Belange der Arbeitnehmer. Die Generalversammlung wurde eröff ­ net durch das Saargrubensinfonieorchester unter Leitung seines Dirigenten Theo Ko- ning mit der ersten Sinfonie von Ludwig van Beethoven und erhielt durch die Dar ­ bietung des hervorragenden Klangkör ­ pers sein festliches Gepräge. Es würde zu weit führen, den großen Kreis der Gäste, die Kollege Eduard Wei ­ ter als Versammlungsleiter begrüßen konnte, einzeln aufzuzählen, zumal dies in der Tagespresse ja bereits hinreichend geschehen ist. Gemeinsam mit den Ver ­ tretern der Bergarbeiterinternationale, Kollege Kaiba (Österreich), Kollege Höfner (Bundesrepublik) und Kollege Krier (Lu ­ xemburg) hatte der Vertreter des I. B. F. G. Kollege Scheveneis das Präsidium übernommen. Ein Symbol für die inter ­ nationale Verbundenheit der Einheitsge ­ werkschaft, aber auch ein Beweis dafür, daß man gewillt war, den Kongreß unter einem neutralen Kremium abrollen zu lassen, dessen Blick nicht getrübt war von den internen Meinungsverschiedenheiten der Vergangenheit. Von 76 eingeladenen Delegierten, von denen ein jeder 200 Mitglieder vertrat, waren 74 anwesend. Es fehlten lediglich die ehemaligen Mitglieder des proviso ­ rischen Vorstandes Schillo und Drawe, die in letzter Minute ihre Ämter zur Verfü ­ gung gestellt hatten, als sie bemerkten, wie Kollege Kaiba sich ausdrückte, daß die Felle, die sie heimlich versteckt hiel ­ ten, weggeschwommen waren. In einem ausgezeichneten Referat gab Kollege Kaiba den Rechenschaftsbericht des die Wiedervereinigung des I. V. Bergbau vorbereitenden Ausschusses. Wir hätten gewünsdit, daß alle Bergarbeiter und darüber hinaus alle Arbeiter der Saar dieses Referat hätten hören können. Lei ­ der verbietet uns der enge Raum die Aus ­ führungen des Kollegen Kaiba im Wort ­ laut wiederzugeben, doch dürfen wir die wesentlichsten Punkte hervorheben. Nachdem der Vertreter der Internatio ­ nale die mühselige Arbeit, die auseinan ­ derstrebenden Kräfte im Bergbau wieder zusammenzubringen, aufgezeigt hatte, führte er über das Zustandekommen und die grundsätzliche Bedeutung der Gene ­ ralversammlung folgendes aus: • „Wenn ich nun auf die heutige Gene ­ ralversammlung zu sprechen komme, möchte ich vor allem feststellen, daß für Fortsetzung nächste Seite Saar-Messe international beschickt Die in diesem Jahr vom 8. bis 23. Mai zum fünftenmal stattfindende Saar-Messe in Saarbrücken hat in den wenigen Jah ­ ren ihres Bestehens einen sehr beachtlichen Aufschwung genommen. Dies geht sowohl aus der starken Nachfrage nach Aus ­ stellungsplätzen hervor, als auch aus dem regen Interesse, das man dieser Muster ­ messe mit vorwiegend technischem Cha ­ rakter in Käuferkreisen des In- und Aus ­ landes entgegenbringt. Obwohl der An ­ meldeschluß für die Teilnahme auf den 15. Februar (Ausland 28. Februar) fest ­ gesetzt wer und die Messe zwischenzeit ­ lich noch um 2 Hallen erweitert wurde, war der verfügbare Ausstellungsraum be ­ reits vor diesem Termin restlos belegt, sodaß zahlreiche Platzantrüge nidrt mehr berücksichtigt werden konnten. Am stärk ­ sten sind die Gruppen der „Eisen und Metall verarbeitenden Industrie“ vertre ­ ten (Maschinen und Apparate, Metall ­ waren, Haus- und Küchengeräte, Elektro ­ technik, Feinmechanik). Die Schwerin ­ dustrie ist wiederum in der Gruppe „Kohle, Eisen und Stahl“ zusammen mit SAARMESSE INTERNATIONALE MUSTERMESSE 13 Ausstellungshallen und ein riesiges Freigelände bieten Jedem Besucher eine Fülle Interessanter Neuheiten den Firmen für „Gruben, und Hütten ­ bedarf" vertreten. Audi das Angebot in „Möbel und Polsterwaren, Geschäftsein ­ richtungen, sowie Einrichtungen für die Nahrungs- und Genußmittelindustrie“ ist sehr reichhaltig. Die Gruppe „Nahrungs ­ und Genußmittel“ selbst verspricht sich' von der diesjährigen Saar-Messe ebenfalls .J ein gutes Gesdiäft. Einen besonderen An-Tj ziehungspunkt dürfte hier die „Euro- | päisdie Weinschau“ darstellen, die erst ­ mals ln Saarbrücken in Zusammenarbeit mehrerer internationaler Föderationen, im Rahmen der Saar-Messe veranstaltet wird. Es handelt sich dabei um eine Ge- | meinschaftswerbung für die versdiiedencn europäisdien Weinbau-Gebiete und -Län ­ der, die durdi die Teilnahme maßgeblidicr Zulieferanten der Zubringerindustrien er ­ gänzt wird. Die weitere Umrahmung sieht Filmvorführungen, Sonderveranstallungcn und versdiiedene Tagungen vor. Während in den vergangenen Ja tu en das Großherzogtum Luxembourg zweimal als Gastland mit einem Repräsentations ­ stand auf der Saar-Messe vertreten war, so sind es 1954 außer Luxembourg noch Holland, Marokko, Belgisch-Kongo, Ru- * anda-Urundi, französisch Zenral-Afrika und die französischen Eisenbahnen, wo ­ mit der internationale Charakter der-| Saar-Messe betont wird. Die Zahl der Aussteller ist gegenüber dem Vorjahr erheblich angestiegen. Im ganzen entfallen etwa 35% auf das Saar ­ land und die übrigen 65% auf die Län ­ der Deutschland, Frankreich, Belgien, Luxembourg, Holland, Schweiz, Italien, Schweden, England, Österreich und ver ­ schiedene Uberseeländer. Am stärksten sind Frankreich und die westdeutsche Bundesrepublik mit je ca. 200 Firmen i vertreten. Damit ist eine grundsätzliche Voraussetzung für eines der wesent ­ lichen Ziele der Saar-Messe geschaffen: Die Intensivierung und Förderung des deutsch-französischen Handels im Rahmen des gesamteuropäischen Warenverkehrs. Interessenten und Messebesucher wenden sich bitte wegen Messeausweisen und wei ­ teren Auskünften an die Industrie- und Handelskammern, an die Wirtschaftsbe ­ rater und Handels-Attachäs bei den Bot ­ schaften und Konsulaten in den einzel ­ nen Ländern, an das Messeamt der Stadt Saarbrücken oder direkt an die Messe ­ leitung in Saarbrücken, Messegelände, Tel. 1411, 5861 und 2560.