A p r i 1/ Mai 1953 Seite 5 0 Bestimmungen einer Arbeitsordnung aus der „guten alten" Zeit Allzu sehr ist t\»an geneigt, iusbesoB- Gcneralion, Ar- Arbeitersch utzbc - r ist mal ler jun&t dere bei der jungen beitsbedingungen und Stimmungen, wie dieselben heute be ­ stehen, als selbstverständlich hinzuneh- mcn. Nur wenige wissen um den Kampf, der in der Vergangenheit geführt wurde um Verbesserung des sozialen Aufstieges und der Emanzipation der Arbeitnehmer ­ schaft. Für den selbstbewußten und auf ­ geschlossenen Arbeiter ist es eine Ge ­ nugtuung. wenn er einen Blick in die Vergangenheit werfen kann, um einen Vergleich anzustellen, wie die Verhält ­ nisse von früher durch eine Reihe von Bestrebungen und Kämpfe doch eine andere Gestalt angenommen haben. Ins ­ besondere wird man am 1. Mai, dem Tag. an dem wir unsere Forderungen an Wirtschaft, Staat und Gesellschaft erheben, auch gleichzeitig die Erkennt ­ nis in sich tragen, daß unser Kampf nicht umsonst war. Diesen Beweis anzutreten soll nicht schwerfallen, wenn man einzelne Be ­ stimmungen an das Licht der Oeflent- lichkcit bringt, die aus einer Arbeits ­ ordnung aus dem Jahre 1890 der Firma Stumm in Neunkirchen entnom ­ men sind. Artikel 36 Allen Meistern und Arbeitern ist es untersagt, gegeneinander gerichtliche Klagen zu führen oder sich zu verhei ­ raten ohne dem Chef der Firma ihre Absicht vorgetragen zu haben. Zuwider ­ handlungen werden mit 3 bis 10 Mark bestraft und tritt unter erschwerenden Umständen die Kündigung ein. Artikel 42 Allen im Dienste der Finna stehen ­ den Personen ist es streng untersagt, mit Ausnahme des Ackerbaues ohne spe ­ zielle Erlaubnis irgend welches Neben- geschäft zu betreiben. Dieses Verbot be ­ zieht sich auch auf sämtliche Angehöri ­ gen (Frau, Kinder und Verwandte) welche zum Haushalte der im Dienste der Firma stehenden Personen gehören. Zuwiderhandlungen werden mit 1 bis 6 Mark unter erschwerenden Umständen und in der Regel, wenn Meister und sonstige Vorgesetzte das Verbot über ­ treten, mit Kündigung bestraft. Artikel 44 Jeder Meister und Arbeiter soll sich auch außerhalb des Dienstes so auf ­ führen, daß er dem Hause Gebr. Stumm zur Ehre gereicht, sie können sich ge- wärtigt halten, daß ihr Privatverhalten von der Firma stets im Auge behalten wird, und daß eine schlechte Auf ­ führung außer Dienst die Kündigung nach sich zieht, falls keine anderwei ­ tige Bestrafung in gegenwärtiger Ar ­ beitsordnung vorgesehen ist. Insbeson ­ dere ist das unerlaubte Schießen auf den Straßen, namentlich bei Kindtaufen, Hochzeiten und in der Neujahrsnacht streng verboten. Zuwiderhandlungen wer ­ den mit 10 Mark bestraft, wozu im Wie ­ derholungsfälle die Kündigung tritt.“ Der einzelne war macht! » sich da ­ gegen zu wehren. Bestrebungen, sich zu- sammenzuschlicßc», um diesen Zustand len mit aller Schärfe bekämpft. Sie fan ­ den sich zusammen in einem Verein zur abzuwehren, wurden von den fndustriel- Bekämpfung der Sozialdemekralisrh n luelduug erforderlich i,t. Letzter Meidet rinin ist der I. Juni 1953. Die Anmeldungen können bei den vorgenann ­ ten Lreisgeschuftsslelien oder hei der Hanpt- ka-se der Einheitsgewerkschaft. Brauer* fräße 6—8 (Zimmer'10;, getätigt werden. Bei der An ­ meldung ist das Mitgliedsbuch vorzulegeii. Auf jedes Mitgliedsbuch können höchstens zwei Teil ­ nehmerkarten ausgegeben werden. Die Ausgabe der Teilnehmerkarten wird noch besonders im Verbandsorgan bekanntgegeben. Herausgeber: Hauptverwaltung der Einheitsgewerk ­ schaft Saarbrücken 3, BrauerstrafSe 6—8, Telefon 90 33-35. Verantwortlich für den Gesamtinhalt; Richard Bauch: Druck: Druckerei Saar-Zeitung, Dr, Nikolaus Fontaine, Saariouis. Einzelverkaufs ­ preis der „Arbeit“ 20.— ffrs (Erschein! regel ­ mäßig monatlich}. Bewegung. In einem ihrer Beschlüsse war festgelcgt, daß kein Arbeiter auf den Werken geduldet wird, der dieser Be ­ wegung allgehört, der eine ihrer Ver ­ sammlungen besucht oder eines ihrer Blätter liest. Bei Entlassung war ihnen verboten, : Wirtshäuser zu besuchen, in denen Schrif ­ ten und Zeitungen dieser Bewegung auf- lagen. Ja, man ging sogar so weit und hat in den Werksanlagen bekanntge ­ macht, welche Wirtschaften und Ge ­ schäftsbetriebe verboten sind zu be-* treten. ftleincptrise! Damen-Charmeuse Nachthemd wunderschönes Motiv QqL extra schwere J Qualität, . , . nur m w ^ Damen -Charmeuse Garnitur U.-Rodc und Sdilüpfcr, prachtvolles Motiv, (r' nur Damen-Charmeuse Unterkleid ab nur Damen- Unterhemden la Interlock-Qual., ab nur Damen-Aiakko- Schlüpfer mit langem 8e!n, nur Damen- Taschentücher ab nur Kinder- Taschentücher nur Damen-Strümpfe unser großer Schlager, K.-Seide, Ferse und Sohle verstärkt, Paar nur Damen-Strümpfe FIL DE FER, extrq kräftig . , Paar nur Nylon-Strümpfe hauchzart. 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Traviata^. y t ^Dai^Ahaben ai*ch diejenigen Mitglieder, di® U F - H O F OBS HQUS DER KLEINEN PREISE Zum thühiatie NEUE UND SCHÖNE MODELLE FÜR JEDEN ZWECK PASSEND IM Völklingen für die vergangene Spielzeit keim Abonnement hatten, Gelegenheit, diese Vorstellungen zu be ­ suchen. Der Preis für die Sondervorstellung beträgt 300 ffrs. und ist bis spätestens 10. Juni 1953 bei den nachstehend aufgeführteo Stellen gegen Erhalt eines Gutscheines zu entrichten: Einheitsgewerkschaft Hauptkasse, Brauer ­ straße, Zimmer lOj Kreisgeschäftsstellen Völklingen, Neunkir- ehen und St. Ingbert, sowie bei Herrn Körner, Spiesen, und Herrn Fritze, Elversberg. Die Plätze werden wie üblich, gegen Rück ­ gabe dieses Gutscheines, am Stadttheater aus- gelost. Wir machen nochmals c^irauf aufmerksam, daß die letzte Rate für die Spielzeit 1 §52/53 am 15. April 1953 fällig war. Außerdem weisen wir noch darauf hin, daß ein Anrecht auf eine bisher gehabte Thea- termiete nicht besteht, sondern eis» neue An- SAARBRÜCKEN iLt».;i»fiiiiHtiUnsiiiiiHifi8minimm>mHiniiiniiniinniiiinniiniHti»niminimnnninnimniinniinninmimnnnnninmmininnniniiininnniinnnnminiininiiMnnmiiiiimiiiin»in Richard und Fritz Thomas Stummstr, 46 SPILLINGEN Telefon 6148 Herren- und Damenkonfektionsgeschöft Feinste Maßanfertigung im eigenen Atelier. — Ältestes Fachgeschäft am Platze — Zweimal ausgebombter Der Saarland Sport-Toto Hüttenarbeiter gewann zählt bisher im Toto 81 rund 400000 Gewinner 7 MO.725.-9z. in 82 Wettbewerben. durch ein« Normal wette mit Nutzen Sie Ihre nächste Chance TOO Franken Einsatz 1 im Toto 84 am 25. 26. 4. 1953