Seite 2 Dez./Tan. 1952/53 egal wer es lat, der gegen diese Neutralität verstößt, kein Recht hat, mehr. Mitglied der Gewerkschaft zu sein. Eine schlagkräftige EG. ist überhaupt nur dann möglich, wen» wir uns alle auf der Plattform der partei ­ politischen und religiösen Neutralität zusam ­ menfinden und zusammenstehen. Wenn wir bedenken, daß wir Mitglieder haben, die sich auf alle politischen Parteien verteilen, dann wird jedem klar werden, daß, wenn wir nicht die unbedingte Neutralität wahren, selbst den Grundstein zu einer Spaltung der Gewerkschaft legeu. Eine Gewerkschaft muß aber, wenn sie ihre Arbeit mit dem not ­ wendigen Erfolg betreiben will, schlagkräf ­ tig und stark sein und muß es auch bleiben. Wir: Sie haben recht, Kollege Rhoden, unsere EG.-Satzung und die Verbandssatzun ­ gen, die ja für uns ein unbedingt zu erfüllen ­ des Gesetz darstellen, schreiben das ja vor, Nachdem die Satzungen von den Mitgliedern selbst gemacht werden, kommt damit der Wille aller Mitglieder zum Ausdruck. Rhoden: Der Kollege Kutsch behauptet aber doch nun, daß die ihm gemachten Vor ­ würfe nicht zutreffen. Welches Recht steht nun dem Kollegen Kutsch zu? Wir: Zunächst kann er satzungsmäßig Be ­ schwerde bei der ordentlichen General ­ versammlung einreichen und außerdem steht ihm der ordentliche Rechtsweg zu den zi ­ vilen Gerichten offen. Wenn er also glaubt, daß der Bergbau Unrecht getan hat, dann muß er diese Instanzen in Anspruch nehmen und um sein Recht kämpfen. Rhoden : Ich bin nun über diese Ange ­ legenheit im Bilde. Ich halte es aber für notwendig, daß wir unseren Mitgliedern diese Aufklärung ebenfalls zugängig machen, da ­ mit jedes Mitglied in der Lage ist, sich ein eigenes Urteil über diesen Fall zu machen und damit die Gerüchte, die den Tatsachen zuwider lauten, damit zugleich widerlegt sind. Ich hoffe dann, daß die vereinzelt vor ­ handenen Mitglieder, die ihren Austritt an ­ gedroht haben, einsehen, daß sie den I. V. Metall nicht für Dinge verantwortlich ma ­ chen können, für die der Bergbau allein zuständig ist. Die Initiative des LV. Metall Wichtige Organisationsprobieme Bundesrepu ik. Der Streik im Graphischen Gewerbe, der nach längeren Verhandlungen um die Monatsmitte betgelegt worden ist, hatte fol ­ gendes Ergebnis: Dü“ IG Druck und Papier batte eine Lohnerhöhung von 10 Pfennig je Stunde gefordert. Die Unternehmer wollten zu Beginn der Aktion am 6. 12. etwa 4 Pfg. zugestehen. Erreicht w urde jetzt eine Erhöhung von 7,8 Pfg. Für die Hilfsarbeiter wurde gleichfalls eine Er ­ höhung erwirkt, und zwar von 80 auf 82,5 Pro ­ zent des Facharb hnes. Die Streikaktion der Kollegen hatte die-volle Sympathie der saarländischen Berufskollegen gefunden. Die Internationale Graphische Föde ­ ration hatte ihre Mitglieder aufgefordert, für den Fall, daß die Unternehmer Aufträge ins Ausland verlagern sollten, derartige Arbeiten nicht auszuführen. Kollegen 1 Das Jahr 1952 geht zu i Wir haben nicht all das erreicht, was un ­ ser Wunsch war, aber immerhin haben wir manches erkämpft, was zur Verbesserung der Lebenslage der schaffenden Menschen an der Saar beiträgt, und das werden wir auch im kommenden Jahr so weiter tun. Erfolg haben wir aber nur, wenn alle un ­ sere Funktionäre und Mitglieder hinter uns stehen und bereit sind, mitzuhelfen. Das Saarhüttenknappschaftsgesetz ist in» Amtsblatt erschienen und hat dadurch Rechtskraft erlangt. Dieses Gesetz wurde durch die Initiative des I. V. Metall ge ­ schaffen. Es hat noch Mängel und befrie ­ digt uns in vielen Punkten nicht ganz. Wir werden auch stets versuchen, das Gesetz so weit zu verbessern, daß alle in der Metall ­ industrie beschäftigten Arbeitnehmer da ­ von erfaßt werden und dadurch bei Invali ­ dität oder Alter eine Versorgung vorhan ­ den ist, die unsere Kollegen vor Not schützt. Wir werden recht bald in der Lage sein, durch Beschluß einer Generalversammlung weitere Verbesserungen im Unterstüt- zungsbezug betr. Krankheitsfälle und Ster begeld einzuführen. Wir haben verschie ­ dentlich festgestellt, daß bei Auszahlung des Sterbegeldes die Mitgliedsbücher nicht so in Ordnung sind, wie sie sein sollen. Es genügt nicht, daß die Kollegen ihre Bei ­ träge bezahlen und Beitragsmarken dafür erhalten, sondern es ist die Pflicht unserer Unterkassierer, dafür zu sorgen, daß diese Beiträge auch richtig in das Buch eingc klebt werdeu. Das Mitgliedsbuch gilt bei jedem Unterstützungsbezug als Beitrags- ausweis. Besonders für die Unterkassierer ist fol ­ gendes wichtig: Ab 1. Januar 1953 kom ­ men neue Beitragsmarken zur Ausgabe. Die alten Marken werden nur noch gekielt für den Monat Dezember 1952 und müs ­ sen bis 15. Januar 1953 bei der Kasse ab ­ gerechnet bzw. zurückgegeben sein. Wir bitten daher unsere Unterkassierer dafür zu sorgen, daß die Mitgliedsbücher in Ord ­ nung sind, so daß nicht noch im Januar und Februar nächsten Jahres alte Bei ­ tragsmarken ausgegeben werden müssen oder daß rückständige Mitglieder noch für die Monate November und Dezember 195'2 neue Marken kleben, weil diese mit ihren Beiträgen nicht auf dem laufenden sind. FerneE machen wir unsere Unterkassie ­ rer darauf aufmerksam, daß der Wochen ­ beitrag mindestens einen halben Tarif- stundenlohn ausmachen soll. Da der Staat - Frs. Zeichnungs-Angebot Die LANDES BANK UND GIROZENTRALE SAAR, SAARBRÜCKEN»' begibt auf Grund der ihr erteilten Ermächtigung tfrs. 600 000 000 mit 6% verzinsliche Pfandbriefe, und ffrs. 400 000 000 mit 6% verzinsliche Kommunalobligationen, in Stücken zu ffrs. 10.000, 50.000 und 100.000 zum Kurse von 100% Die Zinsen sind jährlich zahlbar. Der ZinsL-uf beginnt mit dem 1. De ­ zember 1952. Der erste Zinsschein ist fällig am 1. Dezember 1952, Die Zi 20 sind kapitalertragssteuerfrei, frei v. Einkommensteuer, Körperschaftssteuer u. Gemeinschaftshilfeabgabe für die Dauer der Laufzeit der Schuldverschrei ­ bungen. Die Pfandbriefe und Kommunaiobligationen sind zur Anlage von Mündelgeldern geeignet. Die Tilgung der Pfandbriefe und Kommunalobligationen erfolgt in spä ­ teste ; 25 Jahren durch Auslosung oder Kündigung zum Nennwert oder durch freihär*’ en Rückkauf, Die Pfandbriefe sind durch erststellige Hypotheken gesichert. Die Kom- munalobligationen sind gedeckt durch die von der Bank an saarländische Körperschaften des öffentlichen Rechts gewährten Darlehen oder durch Darlehen, für die eine solche Körperschaft die Gewährleistung über ­ nommen hat. Außerdem haften neben den sonstigen Deckungswerten das gesamte Vermögen der LancLobank und Girozentrale Saar und der Sparkassen- und Giroverband Saar, Körperschaft des öffentlichen Rechts, unbeschränkt. Zeichnungen nehmen alle saarländischen Kreditinstitute entgegen. Saarbrücken, im November 1952 LANDE BANK UND GIROZENTRALE SAAR lieh garantierte Mindestlohn 96,25 beträgt, können wir den niedrigsten i- trag nicht unter 40 Frs. setzen. Bei Ange ­ stellten würde dies einem Monatsbeitrag von ca. 180 Frs. entsprechen. Dafür fallen ab 1. 1. 1953 Wochenbeitragsmarken zu 30 Frs. und Monatsbeitragsmarken zu 150 Frs. weg, so daß die niedrigsten Wochen ­ beiträge 40 Frs. und die iVlonatsbeiträao 180 Frs. betragen. Was die Fragen betrifft, die bezüglich der allgemeinen Situation gestellt werden, so sei auf den Artikel verwiesen, der Tii der letzten Ausgabe der „Arbeit“ unter >dem Titel „Zu den Vorgängen in der EG“ veröffentlicht worden ist. Dieser Artikel dürfte die Aufklärung geben, die die Milt glieder verlangen können. R. Rauch. Zur Neuordnung der Pensionsversicherung Referat vor Hüttenpensionären Der Betriebsrat der Dillinger Hütte hatte die Hüttenpensionäre an einem der letzten Sonntage zu einer Versammlung in Diefflen, im Lokal Becker, eingeladen. Der 1. Beauftragte des Betriebsrates, Kol ­ legen Rhoden begrüßte die zahlreich erschie ­ nenen Pensionäre und Witwen. In seinem anschließenden Referat sprach, er über das 2. Gesetz zur Neuordnung der hüttenknappschaftlichen Pensionsversicherung im Saarland vom 7. 11. 1952 und ging im einzelnen auf die die Pensionäre und Witwen am meisten interessierenden Paragraphen ein und erläuterte diese. Besonders ausführlich befaßte er sich mit dem § 9 Invalidenpen- »ion, § 10 Berufsunfähigkeit, § 11 Hinter ­ bliebenenrente, § 12, Rentenberechnung, § 20 Krankenversicherung der Rentner, § 22 Bei ­ träge § 23 Staatszuschuß und Staatsgarantie u. a. m. Kollege Rhoden wies darauf hin, daß das neue Gesetz nicht alle Forderungen, die der Industrieverband Metall gestellt habe, er ­ füllt. Unser Wunsch, die Metallknappschaft zu einer Körperschaft des öffentlichen Rechts zu machen, sei nicht erfüllt worden, ebenso die volle Selbstverwaltung. Auch die Einbe ­ ziehung der Krankenversicherung und Ver ­ waltung der Krankenhäuser sei im Gesetz noch nicht berücksichtigt. Die Wahl der Knappschaftsältesten als Vertreter der Ver ­ sicherten sei ebenfalls unberücksichtigt ge ­ blieben. Ferner habe unsere Forderung auf Bewilligung derselben Regierungszuschüsse, wie zur Saarknappschaft keine Erfüllung ge ­ funden. Unsere Forderung auf Erhöhung der Renten auf 75 °/o des früheren Einkommens, wie bei Beamten und Angestellten der öffent ­ lichen Betriebe sei auch flach gefallen. Eis sei aber unbestritten, daß das jetzt vor ­ liegende Gesetz für die Pensionäre trotz alle ­ dem Verbesserungen gebracht habe und es müsse anerkannt werden, daß das Gesetz, trotzdem es noch viele Mängel aufweise, im ­ merhin eine sehr wertvolle Grundlage für einen weiteren Ausbau bilde. Er erwähnte hierbei noch, daß wir als Ind. Verband Metall dem neuen Landtag wahrscheinlich schon in Kürze einen Antrag auf Abänderung des ge ­ genwärtigen Gesetzes vorlegen würden, indem wir unsere Forderungen erneut geltend mach ­ ten. Kollege Rhoden betonte dabei noch, daß die idealste Sozialversicherung diejenige sei, die alle Arbeitnehmer an der Saar, also den Bergmann, den Metallarbeiter, den Eisen ­ bahner, den Bauarbeiter, den Bauern, die An ­ gestellten und die Beamten gleichmäßig er ­ fasse. Dies sei ein erstrebenswertes Ziel, das wir im Auge behalten müßten. Die Ausführungen des Kollegen Rhoden wurden von den Anwesenden mit großem In ­ teresse und Beifall aufgenommen und die »ich hieran anschließende Diskussion zeigte mit welch großem Interesse diese neue Einrichtung von den Rentnern begrüßt wurde. Anschließend gab Kollege Rhoden noch be ­ kannt, daß der Betriebsrat der Dillinger Hütte beschlossen hätte unter gewissen Richt ­ linien alle Pensionäre in die solidarische Ka ­ meradschaftshilfe einzubeziehen. Daa dadurch entstehende höhere Risiko werde von der Be- ' legschaft getragen. Bei dieser Gelegenheit wies Kollege Rho ­ den die Vorwürfe einzelner Vorstandsmit ­ glieder der PensionBrvereine gegen de» Be ­ triebsrat zurück. Er machte darauf aufmerk ­ sam, daß gerade die Einheitsgewerkschaft es gewesen sei, die sich schon 1945 der Pen ­ sionäre und Witwen angenommen habe, In ­ dem sie mit der Militärregierung verhandelt hätte. Er fragte die Versammlung, wo dte^ jenigen damals gewesen wären, die heute alles besser machen wollten. Man habe von ihnen nichts gesehen und nichts gehört. Das Betriebsratsmitglied Kollege Eloy wies in diesem Zusammenhang darauf hin, daß es die Mitglieder der Einheitsgewerkschaft waren, die den Grundstein zur heutigen So ­ zialversicherung gelegt hätten und er macht« auch für die Zukunft darauf aufmerksam, daß Verbesserungen nur im Kampf durch eine geschlossene Arbeitnehmerschatt inner ­ halb der Einheitsgewerkschaft erzielt werden könnten. Dessen müsse sich jeder bewußt sein und er müsse sich, soweit er es noch nicht getan hätte, der Kampforganisation der Ein ­ heitsgewerkschaft anschließen. Mitbestimmung und USA-Gewerkschaften Im Kampf um die Mitbestimmung ha ­ ben sich die Attacken der Gegenseite nur so gehäuft. Entstellung und Intrigen sind an der Tagesordnung; Besonders wur ­ den tendenziöse Veröffentlichungen übe» Aeußerungen amerikanischer Gewerk ­ schaftsführer verbreitet Jetzt hat de» Präsident der großen USA-Gewerkschaft A F L (American Federation oi Labor) an den DGB ein Schreiben gerichtet, das eine deutliche Abfuhr an jene gewerksohafts- feindliche Kreise darstellt. Es heißt darin i . Es wurde uns bekannnt, daß be ­ stimmte Arbeitgebergruppen in Ihrem Lande die Haltung der A. F. of L. zur Mitbestim ­ mung falsch dargestellt haben. Die A. F. of L. sprach sich niemals gegen die Mitbestimmung in Deutschland aus. Wir stehen eindeutig zur Entscheidung des zwei ­ ten Weltkongresses des IBFG, Mailand 1951, dessen Erklärung mit unserem Einverständ ­ nis wie folgt, formuliert wurde: „Mit besonderem Interesse begrüßt der Kon ­ greß die Aktion der Gewerkschaften solcher Länder, welche das Recht der Arbeiter auf Mitbestimmung in den Unternehmungen und Industrien für alle sozialen und wirtschaft ­ lichen Belange durchsetzen. Wir beglückwünschen diese Gewerkschaften zu den Erfolgen, welche sie bereits erzielt haben und wir unterstützen solche Forderun ­ gen, wenn sie mr Zeit nicht durchgesetzt sind.“ Die A. F. of L. fordert für die Vereinig ­ ten Staaten keine Mitbestimmungsgesetze. Wir sind in der Lage, die Interessen der Ar ­ beitnehmerschaft durch die Stärke unserer Kollektivverträge zu schützen und durchzu ­ setzen. Wir können jedoch vollauf verstehen, daß Ihre Organisation entschlossen ist, von dem Mitbestimmungsrecht Gebrauch zu machen al§ einem Mittel, das sich gegen die Versuche der Großindustrie and der Finanz-Magnaten wendet, erneut eine dominierende Position im deutschen Wirtschaftsleben aufzubauen. Weiterhin ist sich die A. F. of L. durch ­ aus darüber klar, daß die Stärke der Groß ­ industrie und deren Machtzusammenballung, durch welche seinerzeit die Nazipartei finan ­ ziert wurde — und damit das Hitler-Regime —- im Interesse des Weltfriedens und der Demokratie kontrolliert werden muß ... “ Wir würden es sehr begrüßen, wenn Sie diese Erklärung unter den Gewerkschaften und der Oeffentlichkeit weitgehend publizieren würden. BereitjcM jut Johrestosnöe (Fortsetzung von Seit» 1) Zahlreich sind die Probleme, und jedes Jahr bringt neue mit laufenden Ausein ­ andersetzungen mit dem Unternehmertum, Regierung und Parlament und selbst mit Hetzern gegen die Gewerkschaft. Sorgen wir dafür, daß das wirkliche Schwerge ­ wicht der 800000 Arbeitnehmer an der Saar in der Interessenvertretung zur vol ­ len Geltung kommen kann. Die Unorgani ­ sierten, ob Männer oder Trauen, mögen sich an der Jahreswende einmal überlegen, welchen Beitrag für weiteren Fortschritt sie nun leisten wollen, ob sie den notwen ­ digen Kampf andern wieder allein über ­ lassen. Es geht doch darum, immer wie ­ der mit Entschlossenheit und Stärke das abzutrotzen, worauf der schaffende Mensch Anspruch in einer immerwährenden Ent ­ wicklung hat. Die Zukunft gehört nur dem, der zu kämpfen vermag, dem, der nicht schwach wird, dem, der nicht zögert, dem, der nicht die Flinte ins Korn wirft, wenn einmal zu ­ sätzliche Konflikte auftauchen. Der or ­ ganisierte Arbeitnehmer kann Vertrauen haben. Er sieht neben sich das Millionen- heer der organisierten Arbeiter in der ganzen freien Welt, die im Grunde um die gleichen Ziele kämpfen. Wenn der Arbeitnehmer es sich recht überlegt, so kann er zu keiner andern Er ­ kenntnis kommen als jener: Ohne Organik sation ist er schwach, ja, hat er überhaupt nichts zu melden, macht man mit ihmj was man will. Je stärker aber die Orga ­ nisation ist, desto stärker ist der Arbeit- nehmereinfluß. Diese Feststellung bedeu ­ tet keine leere Phrase, das ist ein ganz natürlicher Tatbestand. Fortschritt ohne Anstrengung, ohne Op ­ fer ist undenkbar. Die Gegenseite erwartet auch unsere Anstrengungen, unsere Be ­ reitschaft, und ohne unsere Forderungen und Auseinandersetzungen mit ihr wird sie nichts von Bedeutung zu gestehen. Darum ergreifen wir gestärkt durch den Glau ­ ben an unser Recht, durch die Solidarität aller — in Vermeidung von Fehlern der Vergangenheit — die Initative, dann wird uns das neue Jahr den Erfolg nicht schul ­ dig bleiben. Die Situation ist günstig. Die Zusammenballung einer so gewaltigen Ar ­ beitskraft auf engem Raum wie an der Saar ist für die Entfaltung der Energien einer modernen Arbeitnehmerorganisation ein guter Boden. -A*