DIE ARBEIT" September 1950 Seite 6 Die Leistungen der KVA bei Krankheit Nachstehend sei einiges über die Lei ­ stungen der Kreisversicherungsanstalt (abgekürzt KVA) gesagt. Höhe und Dauer der Leistungen I. bei Krankheit II. bei Schwangerschaft u. Entbindung III. bei Sterbefällen. Zu I.: Leistungen bei Krankheit: 1. AerzUiche Behandlung. a) für Mitglieder freie ärztliche Behandlung durch Aerz- te und Fachärzte, die zur Kassenpra ­ xis zugelassen sind. Die Dauer ist unbegrenzt. Scheidet jedoch ein Mit ­ glied aus der Versicherung aus, und zwar während der Inanspruchnahme der Versicherung, so endet der An ­ spruch spätestens 26 Wochen nach dem Ausscheiden. Erforderlich ist ein Krankenschein mit einer Gebüh ­ renmarke von 10 Franken. Ueber die Ausstellung, Dauer und Gebühren ­ freiheit der Krankenscheine wird am Schluß dieser Abhandlung noch mehr gesagt. b) für Angehörige: gleiche Leistungen wie bei Mitglie ­ dern. 2. Arzneien a) für Mitglieder: Die KVA trägt die volien Kosten. Für jedes Rezept sind 10 Franken zu ent ­ richten, falls nicht der Arzt oder die KVA Gebührenfreiheit bestätigt. b) für Angehörige: Die KVA tragt 80 o/o der Kosten. Bei ansieckungsgefähriichen Ge ­ schlechtskrankheiten und anzeige ­ pflichtigen übertragbaren Krankhei ­ ten trägt die KVA die vollen Kosten. 3- Brillen und Bruchbänder und ihre In ­ standsetzung: a) für Mitglieder: Die KVA. trägt die vollen Kosten. Erforderlich ist eine ärztliche Verord ­ nung, die aurch die KVA vor Ertei ­ lung des Auftrages an den Lieferan ­ ten abgestempelt werden muß. b) für Angehörige: Die KVA trägt 80 o/ 0 der Kosten. 4- Andere kleinere Heilmittel (Leibbindein, Fußstützen, Bäder u. a. m.}: a) für Mitglieder: Die KVA trägt die vollen Kosten und zwar bis zum Höchstbetrage von 2500 Franken bei vorheriger Abstempelung des Rezeptes durch die KVA. b) für Angehörige: Die KVA trägt 80 o/ 0 der Kosten bis zum Höchstbetrage von 2000 Franken. 5. Größere Heilmittell: a) für Mitglieder: Die KVA gewährt einen Zuschuß in Höhe von % der Kosten, höchstens 7500 Franken, mindestens aber 2500 Franken bei vorherigerAbstempelung des Rezeptes durch die KVA. b) für Angehörige: Die KVA gewährt einen Zuschuß in Höhe von 2/3 der Kosten, höchstens 7500 Franken, mindestens aber 2000 Franken. 6- Zahnbehandlung, Zahnersatz, Stiftzähne, Zahnkronen und andere Arbeiten aus Edelmetall: für Mitglieder: Freie Zahnbehandlung durch Zahn ­ ärzte und Dentisten, die zur KVA zu ­ gelassen sind. Die KVA gewährt einen Zuschuß zu den Kosten von nachweislich not ­ wendigem Zahnersatz sowie zü den Instandsetzungskosten in Höhe von 2/3 der für die KVA geltenden Gebüh ­ rensätze für Zahnersatz. Für ein komplettes Gebiß beträgt der Gebüh ­ rensatz der KVA zur Zeit 13 200 Fran ­ ken. Bei einer Zahnkrone, eines Stift ­ zahnes oder eines Brückengliedes beträgt der Zuschuß der KVA 500 Franken. b) für Angehörige: Gleiche Leistungen wife für Mitglieder. 7» Instandsetzung kleinerer und größerer Heilmittel: a) für Mitglieder: Die KVA übernimmt die vollen Ko ­ sten, wenn sie 2500 Franken nicht übersteigen, sind sie höher, werden ::^^\\11||||lillllltl!llllilllfl!llllll!llllllllil!llllilllllilllllillll>llllllllllKllllillilllllllllinilll!llllillllllllll!lilllllllltiillllillUilillUiilililIllllilllitiil|liililliillillllillilllliiiUiilllllllli//^^^ Die IfieatecyenteUtde teilt mit: Spielplan für das Jahr 1950 ü Miete I i 29. 10. 50 „Rigoletto“, Oper, Beginn 1430 Uhr 1 19. 11. 50 „Egmont“, Schauspiel, Beginn 1430 Uhr s 10. 12. 50 „Nächte in Schanghai“, Operette, Beginn 1430 Uhr Miete 11 23. 10. 50 ,Egmont“, Schauspiel, Beginn 19.30 Uhr j| 20 11. 50 „Rigotetto“, Oper, Beginn 1930 Uhr 18. 12. 50 „Nächte in Schanghai“, Operette, Beginn 1930 Uhr Aenderungen Vorbehalten. g H Die 2. Rate ist bis zum 5. Dezember 1950 zu zahlen. Wir bitten die Teilnehmer, §= p sich unbedingt an die Zahlungstermine zu halten. Mieten, die bis zum Termin nicht g ff erneuert sind, verfallen und werden an andere Interessenten weitergegeben. Ü Erfreulicherweise war der Zustrom zu unserer Theater gemeinde in diesem Jahr || ff sehr groß. Leider waren unsere Bemühungen, noch eine dritte Miete auf z ule gen, || g erfolglos. Es ist uns aber gelungen, nocn nachträglich 180 Plätze zu erhalten, die p H innerhalb der Vorstellungen, die für die Christliche Gewerkschaft angesetzt sind, §| Ü zur Verfügung stehen. Für alle unsere Interessenten reichten aber leider auch p §§ diese hinzugekommenen Plätze nicht aus, so daß wir diese neuen Plätze nach dem g §f datumsmäßigen Eingang der bisherigen Meldungen ausgeben müssen. Die Inter- p f| essenten, die somit unberücksichtigt bleiben, haben jedoch noch Aussichten, wenn f| bei den Ratenzahlungen Mieten später nicht erneuert werden. J| Hallo! Hallo! — WANT “« 2/3 der Kosten, mindesten 2500 Fran ­ ken, höchstens jedoch 7500 Franken übernommen. b) für Angehörige: Die KVA übernimmt 80 0/0 der Ko ­ sten, wenn sie 2500 Franken nicht übersteigen; sind sie höher, werden 2/3 der Kosten, mindestens 2000, höch ­ stens jedoch 7500 Franken übernom ­ men. 8- Hilfsmittel (z. B. Kunstglieder) und ihre Instandsetzung: a) für Mitglieder: Die KVA übernimmt 2/3 der Kosten, höchstens 7500 Franken, b) für Angehörige: wie bei den Mitgliedern. 9. Krankenhauspflege: a) für Mitglieder: An Stelle der Krankenpflege und des Krankengeldes übernimmt die KVA die vollen Kosten der Krankienhaus ­ pflege bis zur Dauer von 26 Wochen, außerdem volle Reise- und Kranken ­ beförderungskosten. Ueber 26 Wo ­ chen kann die Krankenhauspflege dann weitergewährt werden, wenn nach vertrauensärztlichem Gutachten Aussicht besteht, daß der Versicherte in absehbarer Zeit wieder arbeitsein ­ satzfähig wird. b) für Angehörige: Die KVA gewährt einen Zuschuß zu den Kosten der Krankenhauspflege fn Höhe von 80 0/0 der Kosten bis zur Dauer von 26 Wochen, außerdem volle Reise- bezw. Krankienbeförde ­ rungskosten. Wie in obigen Punkten schon er ­ wähnt, ist auch hier die vorherige Genehmigung der KVA einzuholea. tn dringenden Fällen kann jedoch die Genehmigung nachträglich eingeholt werden. (Fortsetzung folgt!) ARBEITER ANGESTELLTE UND BEAMTE saarländische Dolksfürfocgs GEWERKSCHAFTLICH - GENOSSENSCHAFTLICHE LEBENSVERSICHERUNG? AKTIENGESELLSCHAFT tür Euch geschaffen wurde! Auskunft erteilt; Hauptverwaltung: Saarbrücken, Alleeitr. 44 Ruf: 4174 yßkhtte WDSvm Oö / da* IL- _ yferfot-lllocte Olympia HofterscnrelDmascftlne totbea singe führt Fr«. 41000.- Audi auf bequem« Teilzahlung Jleytet, Mtrzig-Saar „£ K“ EINHEITSPREIS ­ KAUFHAUS f. d. Werktä ­ tigem, Gut und billig. Tex ­ tilwaren, Schuhe usw. Stets Son derangebote. 49 St. Joh. Marktt 49. Herausgeber: Hauptverwaltung der Einheitsgewerkschaft, Saarbrücken 3, trauerstr. 6—*. Verantwortlich für den Gasemtfnhalt« Helnr. Wacker, Redaktion: Sozial- und Wirtschafts ­ politik C. Sdiuhler, Industrtever* binde, Jugend sowie Feuilleton J. f. Wambach. - Drude: Druckerei Saar-Zeitung, Dr. Nikolaus Fontaine, Searlouls — Etnzelverkaufspreis der »Arbeit« 8.- ffrs. IN DAMEN-, SEIDEK-, KLEIDER-ü. MANTELSTOFFEN - HERRENSTOFFEN Rotart I(ü4f£ Inserieren bringt Erfolg Kopp & Wolf Kohlen G. m. b. H. Kohlen - Koks Brennstoffe aller Art Saarbrücken 2 Wlesenstraße 1I Telefon 87 82 und 87 81