i ORGAN DER [INMEIISGEmEHHSfHflPTEH DER RROEITER, ANGESTELLTEN UNO BERfllTEN 5. lahrgang Saarbrücken, 23. Juli 1950 Nt. 14 Sammlung aller Kräfte! iHMWMMMiwwäwtMUMMtWHiWMHtiiiiwiiimimiiimuimitiiüiaHtiHWWMHimiiiiKittinüijimüiiinmiiiiiiiMMiiiiiiüiiiiiiiiiimiiniiiiiiHimiiiimmiiimiiiimiiiniai Aus dem 3mha.lt: Die gegenwärtige Lage — Methoden und Ziele Bevor man die Aufgaben der Gewerk ­ schaft hervorhebt, soll man sich von dem Auistieg der Gewerkschaft ein kurzes Bild machen. Der Weg war nicht immer ein ebener Weg, oft war er sehr steinig. Viele Stationen auf diesem Wege, so manche sozialen Fortschritte, die durch die Ge ­ werkschaft zustandekamen, werden heute einfach hingenommen und kaum noch als Erfolg beachtet. Auf Grund der Vergan ­ genheit müßte die Einsicht Allgemeingut geworden sein, daß der Arbeitnehmer sein Schicksal nur durch die Organisation selbst gestalten kann und muß. Es kommt ober wesentlich darauf an, wie diese Or ­ ganisation arbeitet. Es ist sehr einfach, theoretisch radikale Lohnforderungen zu steilen, aber schwierig ist es, etwas Prak ­ tisches zu erreichen. Die Unternehmer sind straff organisiert. Ihre Organisation hat zudem die besseren Voraussetzungen für ein gutes Funktionie ­ ren., denn sie ist zahlenmäßig klein, also keineswegs schwerfällig. Im Saarland sind es vielleicht 1000 Mitglieder gegen ­ über fast 300 000 Arbeitnehmern. Die re- la 1/ k eine Ai beitgebergruppe besteht aus geschulten Mitgliedern mit einem entspre ­ chenden Bildungsstand. Sie sind auch ei ­ trig und einheitlich zusammengefaßt. Ne ­ ben den Saarländern sind französische, belgische und luxemburgische Arbeitge ­ ber vorhanden, ohne daß dies zu Hem ­ mungen führt. Auch die religiösen Unter ­ schiede spielen bei ihnen keine Rolle. Die Arbeitnehmer dagegen, die wirtschaftlich betrachtet schon bei weitem schwächer sind, leisten sich auch noch den Luxus der Aufspaltung in verschiedene Organi ­ sationen, und ein ganzen Teil treibt sich unorganisiert außerhalb der Organisatio ­ nen herum. In einem Industriegebiet wie das Saarland sind gewerkschaftliche Or ­ ganisationen noch besonderen Komplika ­ tionen ausgesetzt. Kommt es zu einer Wirtschaftskrise, so sind hier ganz andere Auswirkungen vorhanden als in einem Land, das eine stärkere landwirtschaftli ­ ch« Basis hat. Der Stand unserer Kultur und ihrer Wei ­ terentwicklung hat die Gewerkschaft im Laufe der Jahrzehnte vor neue zusätzlich« Aufgaben gestellt. Immer wird die Lohn- und Preisfrage im Vordergrund stehen, aber gleich daneben stehen wichtige Pro ­ bleme, wie die der Vollbeschäftigung, der Arbeitszeit, der Sozialgesetzgebung, der Steuerlast und auch die Einstellung zur Staatsbürokratie, zum Parlament und zu sonstigen öffentlichen Institutionen, sowie zur politischen Entwicklung im allgemei ­ nen und im besondern. Löhne, Preise und Leistungen Betrachten wir einmal praktisch Löhne «und Preise. Das Existenzminimum für eine echaffende Person müßte 19 000 Frs. sein. Aber in dem stufenweisen Kampf — dazu gehört die Organisationskraft aller Ar ­ beitnehmer ’— muß zunächst einmal er ­ reicht werden, daß die Grenze von etwa 16 000 Frs. als Existenzminimum bei einer »normalen Arbeitszeit von 208 Stunden im Monat erreicht wird. Dabei sei festge ­ stellt, daß die Leistungen, also das Er ­ gebnis der Anstrengungen des Arbeit- «aehroers, im Vergleich zum Jahre 1913 heule je nach der Berufsgruppe um 50 bis zu 200 Prozent gestiegen sind. Der Löhn ist aber nicht nur nicht gestiegen, sondern stark zurückgegangen. Viele Beispiele hierzu sind bekannt und veröffentlicht worden, sei es in Bezug auf Kleider, Schu ­ he U5W. Dazu kommt, daß der Ertrag der Arbeits ­ leistung für den Arbeitgeber, wie bereits dargelegt, bedeutend höher ist. An der Sea haben wi* besonders hohe wirtscta t- Jiche Leistungen, aber die Kaufkraft des Axbei.slohnes sinkt ständig weiter. Heute wären 40 Prozent Lohnerhöhung gerecht ­ fertigt.. Es ist klar, bei dieser Situation, muß etwas mehr Lenkung einsetzen. Das gilt besonders für die allgemeine Einhal ­ tung einmal festgesetzter Löhne und son- fctigsr gesetzlicher. Bestimmungen durch die Arbeitgeber. Wie verhält sich der Arbeitnehmer dem Parlament gegenüber und welche Bedeu ­ tung kommt dieser Haltung zu? 80 Pro ­ zent der gesamten Saarbevölkerung sind zwar Arbeitnehmer, aber nur wenige Ab ­ geordnete vertreten wirklich Arbeitneh ­ merinteressen im Parlament. Di« Arbeit ­ nehmer müssen unbedingt im Parlament ein stärkeres Gewicht bekommen. Gerade jet*t braucht die Arbeitnehmerschaft • so dringend notwendig eine stark!» Parla ­ mentsvertretung für ein fortschrittliches Eetiiebsrcitegesetz. Der Entwurf der Ein ­ heitsgewerkschaft begegnet auf Grund der Zifta nmensetzung des Parlaments dort ei ­ ner starken Gegnerschaft. Auch sonst brauchen die Arbeitnehmer gegenüber Kapitalisten von heute, die durchweg aut reine Profitwirtschaft aus sind, einen star ­ kem Schutz. (Die soeben erfolgte Vertagung des Be- triebsräteges«tzes im Landtag wird zwei- lel.os viele Arbeitnehmer veranlassen, die Einstellung der Parteien und Abgeord ­ neten gerade zu dem Thema des Betriebs- rätegeselres und der Mitbestimmung, ge ­ nau zu prüfen.) Die Arbeiter werden vielfach von den Kapitalisten als die melkende Kuh be ­ trachtet, die sie obendrein kurzsichtiger- v^eise nicht einmal ordentlich füttern möchten, — um bei diesem Bild zu blei ­ ben. Bei einer solchen Situation muß von der Gewerkschaft besonders in unserem Industriegebiet mit seinen sehr kompli ­ zierten Verhältnissen eine ständige Initia ­ tive ausgehen, soll nicht ein allgemeiner Rückschlag ein treten. ln Frankreich leben die Menschen viel ­ fach unter anderen Verhältnissen, auch, leistungsmäfiig betrachtet. Man kann diese anders geartete Mentalität glücklich preisen. Wir an der Saar sind es mit der unseren, sei es in der besonders fachli ­ chen. Berufsausbildung und Weiterent ­ wicklung, in der Konzentration auf die Ar ­ beitsleistung, in Fragen des Wohnungs ­ wesens und der Bekleidung und derglei ­ chen mehr. Durch hohe Leistungen wollen wir allerdings auch «inen entsprechenden. Verdienst erzielen. Der tote Punkt, auf dem viele, deprimiert durch die Ereignisse des letzten Jahrzehntes und seine Folgen amggeiangt waren, hat uns in manche schwache Position gedrängt. Wir müs ­ sen uns veranlaßt sehen, immer mehr die ­ sem Zustand zu überwinden. Es gilt, die gewerkschaftlichen Ziele klar zu erkennen. Die Gewerkschaft muß von einer passiven Haltung mehr und mehr los kommen und eine Kampforgani- satiom werden. Man muß zu einer neuen Methode greifen. Die beste Handhabe ist «in neues Betriebsrätegesetz. Hierzu sei bemerkt: Auch uns ist der Besitz heilig, und das vergessen wir auch nicht, wenn wir die volle Mitbestimmung fordern. Wir erkennen den Besitz, der durch persönli ­ chen Fleiß zustande gekommen ist, restlos an, und auch das, was zum Beispiel eine Büuernfamilie ererbt hat oder der kleine Handwerker und Hausbesitz. Aber der Großbesitz ist nie das Werk eines einzel ­ nen. Deshalb lehnen wir auch die wirt ­ schaftliche Befehlsgewalt eines solchen Kapitalisten über Tausende und aber Tau ­ sende ab. Es darf nicht mehr dazu kom ­ men, wie bei der Gründung des Stahlkar ­ tells unseligen Angedenkens, daß einige Kapitalisten sagten: „Dies bezw. jenes Werk wird einfach stillgelegt“; sondern «s muß so sein, daß alle diejenigen, die ein Werk mit oufgebaut haben und deren Existenz davon abhängt — und dazu kommt auch die Existenz von vielen klei ­ nen Geschäftsleuten, Handwerkern usw. — ein Recht haben, mitzubestimir<en. Trotzdem das Recht auf unserer Seit© Ist, müssen wir um dieses Mitbestimmungs ­ recht noch einen harten Kampf kämpfen. Mit den fadenscheinigsten Argumenten will man unsere Ansprüche zurückweisen. Man spricht unter anderem von der Mög ­ lichkeit der Betriebsspionage. Außer in der chemischen Industrie gibt es wohl kaum noch Geheimnisse zu verbergen, es sei denn, man rechnet die verschleierten, und frisierten Bilanzen dazu. Dem aber können wir nicht zustimmen. In Bausch und Bogen spricht die Arbeit ­ geberseite von der Gefährdung der Wirt ­ schaft durch Forderungen der Arbeitneh ­ mer, auch zum Beispiel durch Tarifver ­ träge. Wann hat einmal ein Tarifvertrag die Wirtschaft bedroht? Was dagegen dio Wirtschaft wirklich gefährden kann, das ist die Unvernunft der Arbeitgeber, wenn sie alles tun, um eine demokratische Ent ­ wicklung und Auseinandersetzung! und Zielsetzung unmöglich zu machen.. Man (Fortsetzung Seit« 2) Einheitsgewerkschaft und politische Neu ­ tralität Von der Akademie der Arbeit Protestresolutionen und ihr Wert Arbeit und Recht Ein heikles Kapitel . . .? Löhne und Preise ln Frankreich Soziale Betreuung Voiksfüisorge und EG Fachgruppe Versicherung Umfallresilea Post aus dem Ausland BiiiümiimimmmimiimuuiiiiimmümmiimimuiimiimmimiiniimiiinnimmimmmiüimimimiiiiimiiüiiimiiiiimiimmuinimiiiiiiümiiimmmiiiimimiinmiimüiUiii Neuer Erfolg Im Lohnkampf JOprozentige Lohnerhöhung für Arbeiter Im öffentlichen Dienst Eine Belegschaftsversammlung der Stra ­ ßenbahner im Depot Saarbrücken am 20. Juli, die überaus zahlreich besucht war, nahm einen interessanten Verlauf. Dieser Versammlung Jag die durch die Aktion der Gewerkschaften erzielte Lohnerhö ­ hung von 20 Prozent für die Arbei ­ ter der Gemeinden, der Straßenbahnen, der Pose und der Forstverwaltung zugrun ­ de. Die Erhöhung, die auch die Dienslal- ters- und Leislungszulagen und sonstigen Vergütungen betrifft, ist ab 1. 7. 1950 fest ­ gesetzt. Mit der Zustimmung des Mini-, sterrates zu der Vereinbarung, die mit Be ­ auftragten am 24. 7. zustande kam, chn« weiteres zu rechnen. Nachdem Kollege Navky die Tages ­ ordnung bekanntgegeben hatte, gab Ee- triebsobmann Kollege Keller einen Re ­ chenschaftsbericht. Er wies darauf hin, der Betrieb mit über 1000 Mann Beleg ­ schaft wieder seinen äußersten Stand er ­ reicht hat. , Einstellungswiinsche, selbst von Ver ­ wandten der Straßenbahner, könnten vor ­ läufig nicht berücksichtigt werden. Der Betrieb sei aber keinesfalls mit Personal übersetzt. Man habe sich um weitere Bauzuschüsse durch die Siedlungsgesell- sellschaft bemüht, um die Wohnungsnot mildern zu helfen. Wie schwierig diese Aktion sei, könnte man daran ermessen, daß heute in Saarbrücken noch 11 000 Woh ­ nungssuchende eingetragen 'sind. Mit der Gemeinde Gersweiier stehe man in Ver ­ handlungen, um, wenn die Direktion der Straßenbahn einige Millionen zur Verfü ­ gung stelle, dort Baugelände zu erwerben, um so Interessenten zum Bau von Eigen ­ heimen zu verhelfen, sowohl denen, die 20 Prozent Eigenkapital haben und auch lür andere, für die der Betrieb vielleicht sich stark machen könne. Der Redner verwies dann auf einzelne Aktionen des Betriebs ­ rates, vor allem in bezug auf die Lahn- frage und unterstrich hierbei die not- dige Kameradschaft zwischen Angestell- stellten und Arbeitern, Der Geschäftsführer des I. V. Verkehr und Transport der Einheitsgewerkschaft, Kollege Klaus Heinz, legte hierauf dar, wie der Erfolg in der Lohnaktion zustande kam. Er wies auf die verschiedenen Ver ­ handlungsphasen (es waren mehr als ein Dutzend Besprechungen mit Regierung,Di ­ rektion, Aufsichtsrat, Betriebsrat und an ­ deren Instanzen notwendig) hin, sowie aut die Schwierigkeiten. Zum Teil waren es Schwierigkeiten, die auf Verleumdungen beruhten. Zunächst kam die Auszahlung von 3000 Franken als Zulage für den Monat Mai zu ­ stande; dann die 2000 Franken für Juni. Da man trotz der Zusage, im Monat Juli neu zu verhandeln, nichts Positives be ­ merkte, kam es auf die Initative der Ein ­ heitsgewerkschaft am 13. 7. und 14. 7. un ­ ter Hinzuziehung der Christlichen Gewerk ­ schaft zu Besprechungen beim Arbeitsmi ­ nister. Getragen von dem Vertrauen der Mitglieder konnten dort alle Registergezo ­ gen werden. Die Folge war fine Zusam ­ menkunft der Gewerkschaftsvertre er und der Vertreter der zuständigen Ministerien im Büro des Ministerpräsidiums. Die Ini ­ tiative, die von den Funktionären der Stra ­ ßenbahner ausgegangen waren, zeitigten weitere Flüchte: Zu der Sitzung waren jetzt Vertreter des öffentlichen Dienstes einge ­ laden. In dieser Sitzung hatte sich die Regierung auf eine eventuelle Erhöhung auf 12 Prozent, allerhöchslens aber 15 Pro ­ zent vorbereitet. Nach stundenlangen Ver ­ handlungen wurde aber das Ergebnis ei ­ ner 20prozentigen Lohnerhöhung erzielt, u. zwar für etwa 5000 Arbeiter des öffent ­ lichen Dienstes. Roh gerechnet ergibt sich für die nie ­ drigsten Koeffizienten eine monatliche Er ­ höhung von 1500 Frs., und zum Beispiel bei der Straßenbahn kommen bis zu 4000 Franken monatlich in Frage. Hiercul kam Kollege Klaus Heinz auf eine neue Situation, nämlich auf die im Gang befindlichen rapiden Preissteigerun ­ gen zu sprechen, die zweifellos durch ri ­ gorose kapiia’istische Manöver, durch al ­ lerlei Gerüchte, die eine Angstpsychose erzeugen, genährt werden.. Man wolle wieder alte Ladenhüter an den Mann brin ­ gen und andere Artikel, die aufgestapelt wurden, teurer verkaufen. Die Regierung müsse sofort energische Maßnahmen er ­ greifen, um die breite Masse zu schützen. Die Gewerkschaft werde sich jedenfalls mit allen Mitteln dafür einsetzen, daß hier etwas Durchgreifendes geschehe. Mit der Versicherung, daß der jetzt er ­ zielte Erfolg in der Lohnfrage Kraft und Ansporn für weitere Aktionen sein werde, damit die Arbeitnehmer und ihre Familien anständig leben können, schloß Kollege Heinz seine Darlegungen. Für die Christliche Gewerkschaft sprach Kamerad Debold, der unter anderem aut die Verwerflichkeit derjenigen Arbeit ­ nehmer hinwies, die als Unorganisierte an den Erfolgen teilhaben wollen. In der Diskussion wurde auf die dringende Notwendigkeit von Preisstüt- zungsmaßnahmen hingewiesen. Kollege Klaus Heinz versicherte noch ­ mals, daß die Gewerkschaft, gestüzt aut das große Vertrauen ihrer Mitglieder, ol ­ les tun werae, um deren Existenz zu si ­ chern. Jetzt gelte es, auf Grund des neuen Tarif Vertragsgesetzes einen eigenen Tarif ­ vertrag zu bekommen. Gerade für diesen Zeitpunkt müßten auch die letzten Unor ­ ganisierten zu ihren Kameraden in der Or ­ ganisation hinzukommen, andernfalls für sie das Wert „Arbeitskamerad“ nicht mehr zutieffen könne. Den Ausführungen waren alle Zuhörer mit Aufmerksamkeit gefolgt. DGß zur Mitbestimmung Zur Frage der Mitbestimmung nahm der Bundesausschuß des DGB folgende Ent ­ schließung einstimmig an: „Bundesvorstand und Bundesausschuß des DGB nahmen in ihrer Sitzung vom 18. Juli 1950 Kenntnis vom Verlauf der bis ­ herigen Besprechungen über das Mitbe ­ stimmungsrecht. Sie ergaben grundsätz ­ liche Uebereinstimmung überdieErrichtung eines Bundeswirtschaftsrates, von Landss- wirtschaftsräten umtdi van Wirtschafts ­ kammern an Stelle der jetzigen Industrie ­ land Handelskammern. Dagegen konnte in der entscheidenden Frage der paritäti ­ schen Besetzung der Aufsichtsorgane kei ­ ne Uebereinstimmung erzielt werden. Ebenso sind die von Unternehmerseife ge ­ machten Vorschläge zur personellen und sozialen Mitbestimmung in den Betrieben über die Informationsrechte der Betriebs ­ räte als völlig ungenügend zu bezeichnen. Der Bundesvorstand ließ sich bei den Beschlüssen zu einem Gesetz zur Neuord ­ nung der deutschen Wirtschaft davon lei- i. daß es für den Neubau Deutschlands i Europas unerläßlich ist, zur wirkungs- llen Demokratisierung der Wirtschaft > Gleichberechtigung von Kapital und beit im Wirlschaftsgeschehen arizusr- anen und die gleichberechtigte Veranl ­ agung der arbeitenden Menschen und er Organisationen in allen entscheiden- n wirtschaftlichen Prägen sicherzu- ülen. 'Jach einem Hinweis auf die Aufbau ­ stungen der Schaffenden nach dem scmmeobruch heißt es in der tschiießung weiter: „D:e Mitbe- rnmung in der Wirtschaft ist für dsn sB unabdingbar und ein unteilba- ; Ganzes. Bundesvorstand und Bundes ­ sschuß sind gewillt, die wirtschaftlichen impfmiitel zur Durchsetzung dieses Ziel- ; anzuwenden. Der Geschäftsführende ndesvorstand ward daher in Zusammen ­ beit mit den Hauptvorständen der an- s-chJcssenen Gewerkschaften die hier- : notwendigen Vorbereitungen, trefien. 4