Seite 2 DIE ARBEIT“ April 1950 *« buch 8.39, Hassel 8.45, Rohrbach 8.50, St. Ingbert 8.56, Rentrich 9.02, Schaidt 9.06, Bischmisheim 9.11. 4. Strecke Saarhöbbach—Saarbrücken. Ankunft: 8.39 Uhr. AbfahTfzeiten: Saarhölzbach T.13, Mett ­ lach, 7.18, Besseringen 7.23, Merzig 7.3|, Fremersdorf 7.42, Backinjeu 7.48, Dillia- gen 7.55, Saarlouis 8.0i, Ensdorf 8.07, Bous 8.13, Völklingen 8.21, Luisenthal 8.28, Burbach 834. 5. Strecke Türkismühle—Saarbrücken: An ­ kunft: 8.05 Uhr. Abfahrtzeitan: Türkismiihle 5.58, St. Wendel 636, Ottweiler 6.54, Wiebalsldr- chen 7-Qö, Neunkirchen 7.20, ^andswei- ler-Reden 7.28, BÜdstock 7.34, Friedrichs ­ thal 739, Sulzbach 7.47, Dudweiler 7.55, Jägersfreude 7.59. 6. Stracke Nonnwei er—Wadern—Saar- brüken: Ankunft: 7.45 Uhr. Abfahrtszeiten: Wadern 5.16, Lebach 6.07, Wemmetsweiler 7.09, dann wie Nr. 7. 7. Strecke Neuzjdicfcen—Wemmetsweiler: Ankunft; 7.45 Uhr. Abfahrtszeiten: Naunkirchen 6.37, Schiff ­ weilar 6.44, Wemmetsweiler 7.09, Merch ­ weiler 7.13, Quierschied 7.36, Schleif- miiiile 7.42. Ortsausschuß Saarbrücken PROGRAMM am 1. Mai 1950 für die Stadt Saarbrücken. 9.00 Uhr: Aufstellung am Ludwigsberg zur Demonstration. Der Dsmonsüations- zug bewegt sich durch folgende Straßen; Trierer Straße, ßabuhofstraße, Mainzer Straße. Arndtstraße, Max-Braun-Straße, Lcnäwefcrpfafz. 1030 Uhr: Kundgebung. Abendveranstaltungen ab 7.00 Uhr m folgenden Lokalen: Wartburg: Von 19.00—21.90 Uhr künst ­ lerische Darbietungen unter Mitwirkung namhafter Künstler des Sfcxdtthnaters Saarbrücken und von Rundfunk; anschlie ­ ßend bis 3 Uhr Tanz. Es spielt die Ka ­ pelle Heinz Gebhardt. Keglar heim: Von 19.00—20.30 Uhr künst ­ lerische Darbietungen, ausgeführt von namhaften Künstlern des Stadttheaters. Es spielen zum Tanz zwei Kapellen. Dieselben künstlerischen Darbietungen mit anschließend Tanz in folgenden Lo ­ kalen: Grmdi: Dudweiler Straße (Unioa-TbecL, Gasthaus Jum Hirsch“, Saarbrücken 6, Saargemünder Str. Lokal ,Zum Treffpunkt“, Dudwei er Str., {gegenüber Beethovenplatz). Auf der „Bellevue“. Lokal Ho! zwarft», Saarbrücken 2, Rast- p uhL In den genannten Lokalen wird kein Ge ­ tränke auf sch’ag erhoben. Die Getränke werden zu den üblichen Preisen verab ­ reicht An alle Schaffenden! (Fortsetzung) Vieles bleibt aber noch zu tun in diesem Kampf. In einem neuen Betnebsrätegesetz muß das Mitbestimmungsrecht der arbeitenden Menschen tn Betrieb, Wirt ­ schaft und Staat gesetzlich veran ­ kert werden. Das Tarüvertragsgesetz muß die Tarif ­ vertragsfreiheit bringen und damit dem Zustand der staatlich gelenkten Lohnpo ­ litik ein Ende bereiten. Ein Kündigungsschutzgesetz muß ge ­ schaffen werden, das jedem seinen Ar ­ beitsplatz sichert Wir fordern einen weiteren Aus- und Au b u der ger am'en Sozialgesetzgebung, um damit den Rentnern und Pensionären, den Opfern des Krieges und der Arbeit und den Kranken eine sichere Existenz ­ grundlage zu gewährleisten. Ais vordringlichste Aufgabe betrachten wir die stärkste Förderung des sozialen Wohnungsbaues als Voraussetzung für eine gesunde Weiterentwicklung unseres Volkes, insbesondere der Jugend. Dia Mitbestimmung in der gesamten Wirtschaft unseres Staates ist unerläß ­ liche Voraussetzung zur Schaffung einer Wirtschaftsdemokratie und zur Sicherung des Fr edens u d der Völkerverständigung. SCHAFFEND! DES SAARLANDES! VEREINT werden wir Armut und Ausbeu ­ tung überwinden und eine Welt das Wohistcnces und der Sicher ­ heit schaff an! VEREINT werden wir Tyrannei und Unter ­ drückung Gusmeizen und eine Welt der Freiheit und Menschen ­ würde errichten! VEREINT werden wir die Kriegshetzer und Angriff slustkgen besiegen und eins Welt des Friedens und der Gerechtigkeit au [bauen! Beteiligt Euch an der Großkundgebung der Einheitsgewerkschaft am 1. Mai in Saarbrücken! Es geht um Eure eigene Zukunft und Existenz! Es gehl um den sozialen Fortschrift! Es lebe dar Weltfeiertag der Arbeit! Es lebe der I-‘ernattoaale Bund Freier Gewerkschaften I Dar Cevre T Rsch-of*'!.Ausschuß der Einheitsgewerkschaft. Entscheidende Stellungnahme des Gewerkschaftsausschusses Am Donnerstag, dem 6. April 1950, tagte der Gewerkschaftsausschuß, um zu den entscheidenden Tagesfragen grundsätz ­ lich Steilung zu nehmen. Zur Verhand ­ lung standen die Vorgänge der letzten Wochen innerhalb der Einheitsgewerk ­ schaft unter besonderer Betrachtung der Pressepolemik, das neue, dem Landtag vorliegende Betriebsräte ge setz, das Ta ­ rifvertragsrecht mit Schlichtungswesen sowie die übrige soziale Gesetzgebung. Entsprechend einer Eingabe von Mit ­ gliedern des Gewerkschaftsausschusses wurden die Vorgänge bei der Sitzung d. Ortsausschusses Saarbrücken aufs schärfste verurteilt. Einstimmig waren die Mitglieder des Gewerkschaftsausschus ­ ses dei Meinung, daß das Verhalten ein ­ zelner Mitglieder in dieser Sitzung sich zum Schaden der Gesamtbewegung aus ­ wirken muß, umsomehr als in unsach ­ lich sterForm zu den abgeschlossenen Staatsverträgen Stellung genommen und die führenden Kollegen in unfairster Weise persönlich angegriffen wurden. Der Gewerkschaftsausschuß faßte mit allen gegen 1 Stimme bei einer Stimm ­ enthaltung folgende Enschließung: Der Gewerkschaftsausschuß der Eir> heitsgewerksehaft gibt nach eingehender Aussprache über die nach der Pariser ..„nferenz zum Ausdruck gekommenen verschiedenartigen Auffassungen seiner grundsätzlichen Meinung dahingehend Ausdruck, daß 1. die vorzeitige Abreise der Delegation des Industrieverbandes Bergbau durch Beschlüsse der eigenen Orga ­ nisation bedingt war. Das Verhalten der Delegation war somit von den Beschlüssen der eigenen Organisation bestimmt. 2. Das weitere Verbleiben und das Ver ­ halten des Kollegen Wacker auf der Pariser Konferenz war durch allge ­ mein-gewerkschaftliche u. wirtschaft ­ liche Interessen bedingt. Der Gewerkschaftsausschuß kann nicht anerkennen, daß aus dem Ver ­ halten des einen noch des anderen Rückschlüsse gezogen werden, die das Vertrauen zur Einheitsgewerk ­ schaft und zu deren Funktionäre un ­ tergraben könnten. Die parteipolitische und religiöse Neutralität Klar und eindeutig war die Stellung ­ nahme der Mitglieder des Gewerkschafts ­ ausschusses zur parteipolitischen und religiösen Neutralität. Mit aller Entschie ­ denheit verwahrten sich die Mitglieder gegen die Einmischung insbesondere der kommunistischen Parteipresse gegen die Gewerkschaftspolitik als solche unter be ­ sonderer Betonung des Beschlusses des Kongresses der Einheitsgewerkschaft, der mit überwältigender Mehrheit den An ­ schluß der Einheitsgewerkschaft an den Internationalen Bund freier Gewerkschaf ­ ten beschlossen hat. Der Gewerkschafts ­ ausschuß war sich in seiner überwiegen ­ den Mehrheit darin einig, daß dieser Zersetzungsarbeit gewisser Kreise mit allen Mitteln entgegengetreten werden muß und daß Mitglieder, die die Partei ­ politik in die Bewegung hineintragen, keinen Platz mehr in der Einheitsgewerk ­ schaft haben. Der Beschluß, die Maidemonstrationen in diesem Jahr einheitlich zusammen zu - fassen zu einer Großkundgebung in Saar ­ brücken ist darauf zurückzulühren, daß die Vertreter aller Industrieverbände im GevJo.rkSchaftsausschuß sich, der kom ­ menden großen Aufgaben für die Ver ­ wirklichung des Mitbestimmungsrechts der Arbeitnehmer im neuen Betriebs ­ rätegesetz als auch des in Vorbereitung befindlichen, Tarifvertragsgesetzes mif Schlichtungswesen bewußt sind und bei der Maikundgebung auch in breitester Öffentlichkeit zum Ausdruck kommen so!’, dcß hinter diesen Forderungen die ge ­ schlossene Arbeitnehmerschaft des Saar ­ landes steht. Soweit die Abendveranstal ­ tungen am 1. Mai stattfinden, isst es Auf ­ gabe der Ortskartelle bzw. Ortsausschüs ­ se, diese auf eigene Veranlassung und eigene Verantwortung durchzuführen. Aber auch dabei soll der einheitliche Diskussion über die Einen breiten Raum innerhalb der ge ­ samten Diskussion nahm die Weiterent ­ wicklung der Sozialversicherung in An ­ spruch. Es wird und muß Aufgaben der Einheitsgewerkschaft sein, bei Schaffung der neuen Versicberungsordnung die Be ­ stimmungen der ehemaligen Brüning’- schen Notverordnungen endgültig zu be ­ seitigen, die Gleichstellung der Witwen in der Invalidenversicherung analog der Angestelltenversicherung durchzusetzen und insbesondere die Altersgrenze für den Rentenbezug einer besonderen Prü ­ fung zu unterziehen. Der Gewerkschaftsausschuß ist sich ab ­ solut einig in dem Bestreben, die Renten der gesamte! Sozialrentner den tatsäch ­ lichen Löhnen wieder anzupassen, um die noch vorhandene Notlage der Pen ­ sionäre, Witwen und Waisen zu besei ­ tigen und ihnen in etwa einen anständi ­ gen Lebenstandard zu garantieren. Verschiedene Anfragen betr. der Fa- mitienkasse, die eine außerordentlich leb ­ hafte Diskussion zur Folge hatte, führten zu der einstimmigen Meinung, daß unter besonderer Berücksichtigung der saarlän ­ dischen Verhältnisse die Familienkasse und deren Leistungen in der bisherigen Form weitergeführt werden soll umso ­ mehr, als bei eintretender Wirtschafts ­ krise es eine besondere Aufgabe für uns als Gewerkschaft sein muß, den kinder ­ reichen Familienvater vor Arbeitslosig ­ keit zu schützen. Die grundsätzliche Frage der Herein- nähme der Bergarbeiter ln die Arbeits ­ losenversicherung wurde vom gesamten Gewerkschaftsarusschuß bejaht. Die Ver ­ treter des Industri'everbandes Bergbau ■wesen auf die bis jetzt durchgeführten Feierschichten hin und vertraten den Standpunkt, daß für die Bergarbeiter auch hier die Arbeitslosenversicherung die Ausfaliunterstützung bezahlen muß, um die Bergarbeiterschaft des Saarlandes vor weiteren Lohneinbußen zu schützen. Wille der Gesamimiigiiedschaft der Ein ­ heitsgewerkschaft zum Ausdruck kom ­ men. Was das Betriebsrat eg es efz selbst an ­ belangt, liegt der Entwurf der Einheitsge ­ werkschaft nunmehr dem Landtag zur Beratung vor. Neben diesem Entwurf hat die Regierung des Saarlandes einen Ent ­ wurf ausgearbeitet, ebenfalls die Ange ­ stelltenverbände der Christlichen Ge ­ werkschaften sowie die Arbeitgeberver ­ bände. Für uns als Einheitsgewerkschaft wird und muß es Aufgabe sein, die in der Betriebsräteverordnung vom 1. 8. 47 vorhandenen Mängel zu beseitigen und dafür zu sorgen, daß auch in der Wirt ­ schaft durch die Mitbestimmung der Ar ­ beitnehmer die Grundlage einer Wirt ­ schaftsdemokratie geschaffen wird. Die Gesetzesvorlage über das vorlie ­ gende Tarifvertragsrecht mit Schlich ­ tungswesen, das ebenfalls in den näch ­ sten Sitzungen dem Landtag vorgelegt wird und dem bereits verschiedene Aus ­ sprachen bei der Regierung vorausgin- gen, muß in setiner Fassung in den ein ­ zelnen Artikeln eine wesentliche Aende- nmg erfahren. Auch hier wird und muß es Aufgabe der Vertreter der Einheitsge ­ werkschaft sein, alles daran zu setzen, den seitens der Einheitsgewerkschaft ein- gereichten Entwurf des Gesetzes zur Durchführung zu bringen. Die Form des vorgesehenen Schlichtungswesens und die bevorstehenden Verhandlungen innerhalb der Kommissionen des Landtags werden einer besonderen Beachtung und Be ­ handlung bedürfen. Der Gewerkschafts ­ ausschuß ist sich darüber einig, daß, so ­ bald der Entwurf der Regierung über das Schlichtungswesen endgültig bekannt ist, innerhalb des Gewerkschaffsctusschusses bzw. der zuständigen Kommission eine besondere Sitzung stattfinden muß. Sozialversicherung Der einstimmige Beschluß ging dahin, daß bei den kommenden Verhandlungen mit allem Nachdruck gefordert werden muß, daß die Bergarbeiterschaft in ihrer Ge ­ samtheit der Arbeitslosenversicherung zu ­ geführt wird. Unter Punkt Verschiedenes lag ein Schreiben des Wirtschaftsministeriums vor zwecks Bildung eines Verkehrsbei ­ rates. Die vom Wirtschaftsministerium ge ­ machten Vorschläge konnten den Ge- werkschaftsausschuß keinesfalls befriedi ­ gen, umsomehr, als die Besetzung der Ausschüsse durch Vertreter der Gewerk ­ schaften absolut unzureichend ist. Eine besondere Eingabe an das Wirtschafts ­ ministerium ist auf Antrag des Gewerk ­ schaftsausschusses bereits erfolgt, und erst dann, wenn das Wirtschaftsministe ­ rium den von uns gemachten Vorschlä ­ gen Rechnung trägt, werden seitens der Einheitsgewerkschaft entsnrechende Vor ­ schläge der einzelnen Industrieverbände für die Vertreter innerhalb der einzelnen Ausschüsse gemacht. Bei einer unbefrie ­ digenden Beantwortung unseres Schrei ­ bens hält es der Gewerkschaftsausschuß für notwendig, in einer besonderen Ein ­ gabe an die Regierung die auf ge stellten Forderungen des Gewerkschaftsaus ­ schusses erfolgreich durchzuführen. * Die bevorstehende Lohnregelung er ­ fordert ein einheitliches Vorgehen des Landesvorstandes der Einheitsgewerk ­ schaft, In seinen Beratungen kam des ­ halb der Gewerkschaftsausschuß zu dem einmütigen Beschluß, daß diese die Ge samtarbeitnehmerschaft betreffenden Fragen in der Form ihre Erledigung fin ­ den müssen, daß in Verbindung mit dem Landesvorstand diese Forderungen auf einer gemeinsamen Linie auf gestellt u. unter Einsatz der ganzen Kraft der Einheitsgewerkschaft durchgeführt wer ­ den müssen. Notwendig für die kom ­ menden Lohnverhandlungen ist die Mit ­ arbeit der Betriebsräte, die in engster Zusammenarbeit mit dem Landesvor ­ stand das notwendige Material der ein- • zelnen Unternehmen zur Verfügung stel ­ len müssen. Bei dieser Diskussion zeigte sich aber auch, wie notwendig der rasche Erlaß des neuen BRG. ist, da in den einzelnen Betrieben unsere Betriebsräte bei ihrer Mitarbeit auf die größten Schwierigkeiten der einzelnen Direktionen stoßen. Immer und immer wieder zeigt sich der Herr-im- Hause-Standpunkt, bei dem für die Ar ­ beitnehmerschaft lediglich Pflichten vor ­ handen sind, andererseits ihnen jedes Recht der Mitbestimmung streitig ge ­ macht wird. Gewerkschaftsausschuß und Jugendsekietariat Zu einer klaren Stellungnahme kam der Gewerkschaftsausschuß betr. der Angrif ­ fe gegenüber dem Leiter des Jugendse- kretariats, Kollegen Blaß. Einmütige Be ­ schlüsse des Jugendsekretariats werden in Zukukunft mehr wie je mit aller Un ­ terstützung des gesamten Gewerkschafts ­ ausschusses durchgeführt, dies umso ­ mehr, als gerade innerhalb der Jugend ­ bewegung allergrößter Wert darauf ge ­ legt werden muß, die Parteipolitik, die sich besonders bei den Jugendlichen in verheerendem Maße auswirken muß, mit allen Mitteln fernzuhalten. Umso bedau ­ erlicher ist es, wenn innerhalb der Ju ­ gendarbeit Funktionäre glauben, sich nicht an die Richtlinien des Jugendse- krefcariats halten zu müssen. Der G&- werkschaftsaus^chuß ist sich darübeT ganz klar, daß die entscheidenden Fra ­ gen unserer Jugendbewegung Fragen der Gesamtbewegung sein müssen und ganz grundsätzlich die Richtlinien für die Jugendarbeit selbst mit Aufgabe des Gewerkschaftsausschusses sein müssen. Die Ablehnung der Teilnahme an Kund ­ gebungen, die durch politische Parteien aufgezogen werden, wird und muß auch in Zukunft für unsere Jugendbewegung oberster Grundsatz bleiben. Zusammengefaßt kann gesagt werden, daß die verantwortlichen Funktionäre des Gewerkschaftsausschusses darin ei ­ nig gehen, daß unter besold^ r Be ­ rücksichtigung der großen und schweren Aufgaben, sowohl was die Loh politlk als auch die gesamte Sozialpolitik anbe- ?angt, alle Kräfte erforderlich sind und Mne einheitliche gemeinsame Zusammen ­ arbeit dringend notwendig ist. Rückgang üei Arbeitslosigkeit Das Ministerium für Arbeit und Wohl- c ahrt gibt bekannt: Nach der verhältnismäßig starken Zu ­ nahme der Belastung des Arbeitsmarktes in den Monaten Januar und Februar ver ­ langsamte sich in der ersten Märzwocha die um diese Jahreszeit noch übliche Zu ­ nahme der Arbeitslosigkeit beträchtlich, um io der zweiten Märzhälfte zu einer gegenläufigen Entwicklung überzugehen. Dies kam in einer Abnahme der Arbeits ­ losenzahl bei den Männern um 742 ge ­ genüber dem Stand von Ende Februar zum Ausdruck. Die Zahl der Arbeitslosen belief sich Ende März auf 7 900 (davon 4 606 Männer und 3 294 Frauen) gegenüber 8 415 (da ­ von 5 348 Männer und 3 067 Frauen) Ende Februar 195Q. Während somit die Ar ­ beitslosigkeit bei den Männern gesunken ist nahm sie bei den Frauen noch um 227 zu. Bemerkenswert für die Entwicklung der Lage auf dem Arbeitsmarkt ist die auch schon in früheren Monaten beobachtete Gegenläufigkeit der Zahl der Arbeitslo ­ sen und der Zahl der beschäftigten Ar ­ beitnehmer. Während bei den Männern die Zahl der Beschäftigten einschließlich; der in das Saarland kommenden Grenz ­ gänger um 681 auf 276 684 gestiegen ist, was ungefähr dem Rückgang der Arbeits ­ losenzahl entspricht, ist bei den Frauen trotz der Zunahme der Arbeitslosenzahl die Zahl der Beschäftigten ebenfalls ge ­ stiegen, und zwar um 241 auf 49 859. Vergleicht man somit die Zahl der Ar ­ beitslosen nach dem Stand von Ende! März mit der Zahl der beschäftigten Ar ­ beitnehmer am gleichen Stichtag, so er ­ gibt sich eine Zunahme der Beschäftig ­ ten um 922, während die Zahl dei Ar ­ beitslosen nur um 515 gesunken ist. Die zunehmende frühjahrsmäßige Bele ­ bung des Arbeitsmarktes geht aber auch aus Vier Zahl der noch zu besetzenden Ar ­ beitsplätze (offene Stellen) und der Ver ­ mittlungstätigkeit der Arbeitsämter her ­ vor So wurden Ende März noch 1 563 of ­ fene Stellen für Männer (Vormonat 1051) und 583 für Frauen (Vormonat 519) gezahlt. Die Zahl der Arbeitslosenunterstüt ­ zungsempfänger ist bei den Männern um 420 auf 2 635 gesunken und bei den Frauen um 9 auf 1 137 gestiegen. Malplaketten! Zum 1. Mai wird auch in diesem Jahr» eine Mai-PLakelte ausgeben, die jeder Ge ­ werkschaftler am Feiertag der Arbeit mit besonderer Betonung tragen soll. Die Plakette kostet 20 Frs. Sie ist ein ­ zeln und in größeren Mengen erhältlich bei jedem Betriebsobmann und in jeder Kreisgeschäftsstelle. Das zentrale Mai-Komitee*