Februar 1950 Seite 3 „PIE ARBEIT“ miF. STIMME DER VERBXNDF I. V. Bergbau (Am 1. März 1950 erscheint die Beilage Saar-Bergbau wieder in der gewohn ­ ten Weise). Versammlungskalender Bildstock. Am Sonntag, dem 26. Fe ­ bruar 1950, um 17 Uhr, findet im Lokale Fr. Risch eine Jugend-Versammlung al ­ ler Berufsgruppen zur „Gründung einer Orlsjugendgruppe“ statt. Alle Jungkame ­ raden und Jungkameradinnen sind herz- lichst eingeladen. Bildstock. Unsere nächste Mitglieder ­ sammlung der Ortsgruppe, Industrie-Ver ­ band Bergbau, findet am 5. März 1950, um 17 Uhr, im Lokale „Trierer Hof“ statt. Der Vorstand. Oitsgruppe Riegelsberg Am 29. Januar 1950 fand die diesjäh ­ rige Generalversammlung des I. V.-Berg- bau statt. Nach Eröffnung durch Kollegen Henry ergriff der Referent Kollege Hein ­ rich Siegwarth vom Gesamtbetriebs ­ rat das Wort. Er begann mit einer Schil ­ derung des Kampfes der Väter im Ver ­ gleich mit dem Wiederaufbau der Ge ­ werkschaften und betonte, daß es ganze Männer waren, die sich selbstlos in den Dienst der Gemeinschaft stellten. Er kam auf das Bergbaustatut zu sprechen und geißelte die Mißstände, die es immer noch aufweist. Auch befaßte sich der Redner mit der Lohnstufeneinteilung, Wohnungs ­ wesen und Kohlengeld. Folgende Kollegen wurden in den neuen Vorstand gewählt: 1. Vorsitzender Koll. Robert Schwindling 2. Vorsitzender Koll. Helmut Grün 1. Kassierer Koll. Anton Many 2. Kassierer Koll. Otto Steimer Schriftführer Koll. Ludwig Luchhardt 1. Beisitzer Koll. Otto Bach 2. Ee sitzer Koll. Ludwig Luchhardt. Die Versammlung verurteilte die im ­ mer noch bestehende polizeiliche Ueber- wachung der Gewerkschaftsversammlun ­ gen- L. L. Ortsgruppe Herrensohr . Am Sonntag, dem 15. 1. wurde die dies- phr'-ffe gut besuchte Generalversamm ­ lung der Ortsgruppe Herrensohr durch- jer: h; t. Der Vorsitzende, Koll. Hinsberger oiaf n te die Versammlung. Der Geschäfts- ' ericht ergab, daß die Ortsgruppe im vetr- .. ngenen Jahre einen Fortschritt auf or ­ ganisatorischem Wege und besonders in der Zunahme von Mitgliedern zu verzeich ­ nen halte. Aus dem Kassenbericht konnte man ersehen, daß die Ortsgruppenkasse gegenüber dem vergangenen Jahr eine Mehre;nnähme buchen konnte. Bei der Verstandswahl wurden folgende Kollegen gewählt: I. Vorsitzender: Hinsberger, Ferdinand II Vorsitzender: Groß, Peter I. Kassierer: Butz, Leo Schriftführer: Schmitt, Eugen Sozialpolitik: Klos, Peter Jugendleiter: Oschmann, Walter Beisitzer: Bohlinger, Peter, Seiler, Joh., Bernhard, Hans. Alle Kollegen wurden einstimmig in den Vorstand gewählt. Zu Punkt Organisationsangelegenheiten sprach Kollege Lauer. „Die Gewerkschaf ­ ten sind aus der Not der Arbeiterschaft geboren.“ Nur eine einheitlich geschlos ­ sene Gewerkschaft kann in der heutigen Zeit des modernen Kapitalismus der Ar ­ beitnehmerschaft zu ihrem Recht verhel ­ fen, und deshalb ist es notwendig daß der letzte Kamerad gewerkschaftlich or ­ ganisiert sein muß. Er zeigte dann weiter d e Erfolge, die der Industrieverband Berg ­ bau seit seiner Gründung bis heute er ­ zielt hat, und wies auf die großen Auf ­ gaben und Probleme hin, die noch gelöst werden müssen. In erster Linie gelte es, den Kampf zu führen gegen eine Verpach ­ tung dar Saargruben, dann um ein Be ­ triebsrätegesetz mit Mitbestimmung, um Abschluß von Kollektivverträgen Und um e.ne bessere Sozialversicherung. Diese Forderungen können nur erzielt werden, wenn eine starke und geschlossene Ge ­ werkschaft der Reaktion entgegengestsllt werden kann. D:e Ausführungen des Kollegen Lauer fanden eine rege Diskussion. Die Kame ­ raden standen auf dem Standpunkt, alles einzusetzen, um auch im Saarland eine gesunde Wirtschafts- und Sozialpolitik zu erhalten. Am Schlüße der Generalversammlung bekannte man sich zur Parole: WERBT DEN 2. MANN}“ Eugen Schmitt Ortsgruppe Hühnerfeld Kollege Heinrich Obermann eröffnet© die Generalversammlung am 29. Jan. 195Q und stellte erfreulicher Weise ein An ­ wachsen der Versammlungsteilnehmer fest. Im Geschäftsbericht nahm man mit Befriedigung von einem weiteren Anwach ­ sen der Ortsgruppe Kenntnis. Nachdem dem Kassierer Heinr. Weber Entlastung erteilt war, gab dieser einen ausführlichen Bericht über seine Kassierertätigkeit. Der Vorstand setzt sich aus folgenden Kollegen zusammen: 1. Vorsitzender: Heinr. Obermann 2. Vorsitzender: Karl Dymnik Schriftführer: Ernst Lorenz Kassierer: Heinr. Weber Jugendobmann: Heinz Pinkle Beisitzer: Herger, Loch, Bauerkember. Kaltem Revisoren: Obermann K., Linn W., Hampel J. Darauf ergriff Kolllege Pfleger von der Sozialabteilung das Wort zur allgemeinen Lage. In seinen Ausführungen nahm er besonders gegen die vorgesehene Ver ­ pachtung der Saargruben und gegen das Staatsschutzgesetz Stellung. Reicher Bei ­ fall belohnte seine mit großer Sachlich ­ keit und Ueberzeugung vorgetragene Rede und stellte somit unter Beweis, daß die Ortsgruppe Hühnerfeld geschlossen hinter ihren Funktionären steht. In der anschließenden freien Ausspra ­ che gaben die Kollegen Pfleger und Be ­ trieb sobmann Herger allen Fragestellern erschöpfende Aufklärung. Kollege Pfleger appellierte im Schlußwort nochmals an alle Kollegen, neue Mitglieder zu werben, um der Einheitsgewerkschaft in den kom ­ menden Kämpfen um eine Besserstellung der Arbeiterschaft an der Saar d*n Rücken zu stärken. E. Lorenz Ortsgruppe Fürth Am Sonntag, dem 29. 1. 1950, fand im Lokale Zwalla die Generalversamm ­ lung der Ortsgruppe Fürth des I. V. Berg ­ bau statt. Der Vorsitzende, Adolf Bolz, eröffnete die Versammlung, gab den Geschäfts ­ bericht und stellte dabei fest, daß die Ortsgruppe im vergangenen Jahr einen bedeutenden Mitgliederzuwachs zu ver ­ zeichnen hatte. Dem Kassierer Richard B o m m wurde Entlastung erteilt. Bei der Vorstandswahl wurde der alte Vorstand einstimmig wia- dergewählt. Anstelle des Kollegen Bolz, der wegen Ueberlastung zurücktrat, wurde der bisherige 2. Vorsitzende Willi Kiefer zum 1. Vorsitzenden gewählt. Kollege Bolz wurde 2. Vorsitzender. Als Jugendobmann wurde der Kollege Eduard Schramm neu hinzugewählt. Nach dem Referat des Kollegen Lieb ­ lang, der zu den akuten Bergarbeiter ­ fragen Stellung nahm, entwickelte sich eine gute Diskussion. In der Diskussion wurde angeführt, daß man für den Entwurf eines Staatsschutz ­ gesetzes nur 24 Stunden benötigt, aber die Ausarbeitung eines Knappschaftsge ­ setzes bis jetzt seit 2 Jahren von den Ver ­ sicherten erwartet wird. Ferner wurde auf die ungerechte Berechnung der Vollrenten hingewiesen. $3 3m ythein dec Qtideuiamße Gefrierfleisch auf Grube Camphausen Auf Grube Camphausen hat man am 1. Februar mit einem Gefrierfleischverfah ­ ren der Arbeiter begonnen. Es kommt nicht darauf an „die ein- sowie ausfah ­ rende Belegschaft 10—15 Minuten auf Ge ­ frierpunkt im Schacht hängen zu lassen, damit der Arbeiter die Kraft des Arbeit ­ gebers merkt.“ Es wurde zwar behaup ­ tet, es sei die eigene Schuld der Arbeiter. „Aber wär die Verhältnisse kennt, weiß auch, daß es an der Verwaltung hängt.“ Es ist zwar unmöglich sich in einer Zeit von 10 Minuten sich umzukleiden, weil die Verhältnisse in der Badekaue es nicht erlauben. Aber es geht ja auch nicht an, daß die Belegschaft eine Stunde früher zur Arbeit fährt, um nur der Verwaltung dienen zu können. Es ist ja auch so, daß man zu Hause bei seiner Familie sein soll. Es würde sich über diesen Fall einen Bericht in das unendliche schreiben las ­ sen. Aber muß das alles sein, daß die arbeitsame saarländische Arbeiterschaft in einer solchen Atmosphäre schwebt? So mußte man im Zuge unter fremden Mitreisenden seine Schuhe binden, Hadre kämmen, Augen putzen und so weiter. Da brauch die Verwaltung nicht den Jung ­ bergmann zu lehren, das Ansehen der Bergarbeiter zu stärken, wenn sie uns die Zeit raubt. Dankschreiben der Bergarbeitergewerkschatt „Force Ouvriere" Paris, den 3. Februar 1950 An den Vorsitzenden <ies Betriebsrates der R4gie des Mines de la Sarre Sarrebruck W;r haben erfahren, daß Ihr Betriebsrat der R6gie des Mines de la Sarre in groß ­ zügiger Weise seine Verbundenheit be ­ wiesen hat, indem er den Beschluß faßte, eine Summe bis zü 1000 000.— Frs, für die Hinterbliebenen der Opfer der Kata ­ strophe von St. Eloy-les-Mines za spen ­ den. Im Namen der Bergarbeiter-Gewerk ­ schaft „Force Ouvriere“ spreche ich hier ­ mit meinen tiefempfundenen Dank aus. Ich würde gern jedem einzelnen Mit ­ glied Ihres Betriebsrats und der gesamten Belegschaft der Rügie des Mines de la Sarre unsere besondere Dankbarkeit zum Ausdruck bringen. Da dies jedoch nicht möglich ist, bitte ich vielmals, diesen Brief als ein an sie alle gerichtetes Dank ­ schreiben zu betrachten. Genehmigen Sie, Herr Vorsitzender, die Versicherung meiner Hochachtung. Der General-Sekretär: gez.: NoelSinot Dank für Spende An die Bergleute von Ensheim-Eschingen. Für die uns zugedachte Spende in Höhe von 3130 Franken danken bestens Frau Kiel und Kinder! I, V. Metall Beispiel einer monatlichen Gehaltserrechnung Neben den Sorgen um die Bestreitung der Lebenshaltungskosten muß der Durch ­ schnittsarbeitnehmer noch eine beson ­ dere geistige Gewandtheit aufbringen, um sein Einkommen auf der Lohn- oder Ge- haltsnachweisung auf die Richtigkeit nachprüfen zu können. Setzt sich sein Ein ­ kommen aus mehreren Bestandteilen zu ­ sammen, so sieht er sich sogar vor ein Problem gestellt, das nur mit Hilfe eines sach- und fachkundigen Bearbeiters zu lösen ist. Diese Behauptung darf als nicht übertrieben betrachtet werden und stützt sich aut Anfragen, die aus allen Berufs ­ schichten an uns herantreten. Vor uns liegt ein Lohnzettel, größer als ein DIN A4- Format, der neben der Auf ­ zeichnung der täglich geleisteten Stunden alle Merkmale enthält, die den verdien ­ ten Lohn ergeben. Nicht weniger als 4 verschiedene Einstufungslöhne nebst den dazu gehörigen Prämien und Zeitlohnzu ­ lagen sind darauf enthalten, ohne die Zu ­ schläge, die für Mehr- und Sonntagsar ­ beit anzuwenden sind.. Erfordert die Nach ­ prüfung einer solchen Lohnerrechnung für den Lohnkunäigen schon einen be ­ stimmten Aufwand an Zeit, so sind es nicht wenige, denen das vollständig un ­ möglich ist, auch dann, wenn eine ge ­ wisse Uebung im Rechnen vorhanden ist, weil ihnen die gesetzlichen Lohnbestim ­ mungen und ihre Anwendung bis ins al ­ lerkleinste nicht genügend bekannt sind. Diese Feststellung trifft nicht nur zu bei den Arbeitnehmern, sondern kehrt auch als Mangel hervor bei den Arbeitgebern, insbesondere in den Kleinbetrieben, die oftmals und vielleicht ohne böse Absicht den Lohn oder das Gehalt nach eigenem Ermessen festlegen und berechnen, weil ihnen die anzuwendende Methode der ge ­ setzlichen Verfügungen einfach nicht ge ­ läufig ist. Deswegen ist es nicht verwun ­ derlich, wenn immer und immer wieder Beschwerden bei uns eingehen um Be ­ richtigung des Lohnes und, soweit sich Nachforschungen daraus ergeben, diesel ­ ben in den meisten Fällen eingeklagt wer ­ den müssen, insbesondere, wenn die For ­ derungen sich auf einen längeren Zeit ­ raum erstrecken. Das Urteil lautet in der Regel: Unkenntnis der gesetzlichen Be ­ stimmungen entbindet nicht von der Ver- E flichtung zut Zahlung des zustehenden ohnes. Mit der Verabschiedung des Kollektiv ­ vertragsgesetzes in Frankreich ist der Zeitpunkt nicht mehT allzufern, um auch hier an der Saar zum Abschluß von Lohn- und Kollektivverträgen zu gelangen. Ei ­ nerlei wie und unter welchen Umständen die Verträge zustande kommen, muß das Bestreben vorliegen, eine Grundlage zu finden, die es jedem Durchschnittsarb ait- nehmer ermöglicht, ohne besondere Mühe und geistigen Aufwand seinen verdienten Lohn oder sein Gehalt selbst zu errech ­ nen und somit sein Arbeitseinkommen auf die Richtigkeit zu überprüfen. Mag man zu dem jetzt bestehendan System der Koeffizienten, die den Ausgangspunkt zur Errechnung des Einkommens bilden, in der Beibehaltung oder Aufhebung dersel ­ ben geteilter Meinung sein, so darf schon jetzt darauf hingewiesen werden, daß mehr Beweglichkeit und größerer Spiel ­ raum für die Gestaltung der Löhne und Gehälter erreicht werden muß. Die Viel ­ zahl der Stufen und Zwischenstufen, die heute in einen starren Rahmen gepreßt sind, sind zu überwinden, ebenso auch die verschiedenen Gebietsklassen hier an der Saar. Die Stundenzuschläge, soga- nannte Teuerungszulage, ebenso der Mehrarbeitszeit-Zuschlag, der von der 41, bis 48. wöchentlich Arbeitsstunde ge ­ währt wird, kann schon von vornherein im Kategorielohn enthalten sein, sodaß die umständliche Ermittlung des Katego ­ rielohnes entfällt, worauf sich die Lei- stungs- und Dienstalterszulagen aufbau ­ en. Auch die Lohnsteuerrückerstattung, die nur an Hand der Dezima-Gesamtab- zugstabelle ermittelt werden kann, ist nach einem besonderen Schlüssel so um ­ zulegen, da sie ein unmittelbarer Be ­ standteil des Lohnes wird. Je einfacher die Methode, um so besser und leichter läßt sich eine Lohn- oder Gehaltsnach« weisung auf seine Richtigkeit nachprüfen, * Um den Anfragen aus den Betrieben Rechnung zu tragen, bringen wir hier ein Beispiel, wie das Monatsgehalt ei ­ nes Angestellten mit einem Koeffizienten von 220 der Lohnzone I zu errechnen ist. Die Stundenzahl beträgt 224 bei 26 Ar ­ beitstagen, davon sind 16 Ueberstunden mit 50 Prozent zu verrechnen. Leistungs ­ und Dienstalterszulage betragen je 15 Prozent. Das Grundgehalt beträgt bei einem Koeffizienten 100 in der Zone Paris, bei einer 40stündigen Arbeitszeit in der Woche = 173 Stunden im Monat = 6 590 Frs., das ergibt bei einer Lohnzonenvar ­ minderung von 5 Prozent ein Grundgehalt von 6 261 Frs. für die Lohnzone I. Bei einer 48stündigen Arbeitszeit in der Woche wer ­ den umgelegt auf den Monat 173 4* 35 = 208 Stunden erzielt. Da nach den ge ­ setzlichen Bestimmungen die 35 Stunden mit einem Mehrarbeitszeit-Zuschlag von 25 Prozent zu vergüten sind, so sind noch weitere 9 Stunden, die den Mehrarbeits- zeit-Zuschla# darstellen zu den 208 Stun ­ den zu addieren. Das Grundgehalt mit einem Koeffizient 100, Zone I, bei einer wöchentlichen Arbeitszeit von 48 Stunden wird ermittelt, indem ich 6 261 durch 173 teile und das Ergebnis mit 217 multipli ­ ziere. Das Resultat beträgt 7,853. Mit ei ­ nem Koeffizient von 220 multipliziert er ­ gibt eine Summe von 17 277, die den Grund- oder Kategorielohn darslellt. Hin ­ zu kommen eine 15prozentige Leistungs ­ zulage = 2 592 und ebenso eine lSprozen- tige Dienstalterszulage mit demselben Be ­ trag. Die Stundenzulage für die Lohnzona I beträgt 16,15 Frs. Da dieselbe mit dem 25prozentigen Mehrarbeitszuschlag zu vergüten ist, ist die Art der Verrechnung wie bei der Stundenzahl auch in diesem Falle anzuwenden, um das Resultat für einen Monat zu erzielen. Sie beträgt 3 506. Das Mindestgehalt beträgt somit für den Monat 25 967.— Frs. Hinzu kommen noch die 16 Ueberstunden einschließlich des 25p ro zentige n Ueber s i undenz us chlag 3 s. Die Errechnung geschieht nun wie folgt; Die Summe von 25 967 dividiere ich durch 208, die einen Stundenlohn von 124 84 Frs. ergibt einschließlich des 25pro- zentigen Ueberstundenzuschlages. Das Ergebnis multipliziere ich mit 16. das wiederum einen Betrag von 1997,44 er ­ gibt. Von dieser Summe ist ein 50prozen- tiger Ueberstundenzuschlag zu vergüten, der einen Betrag von 999 darstellt. Das Bruttogehalt einschließlich der geleisteten Ueberstunden beträgt danach 28 968 Frs, J. G. Fahrgelderstattung an Arbeitnehmer Die plötzlich eingetretene Erhöhung der Personentarife auf der Eisenbahn veran ­ laßt uns, beim Arbeitgeber vorstellig zu werden, um eine Neuregelung in der Fahr ­ gelderstattung zu erzielen. Unter dem Vor ­ sitz des Ministers Kirn fand eine Aus ­ sprache statt unter Anwesenheit der Ver- „ tretex sämtlicher Arbeitgeberverbände und der Gewerkschaften. Für die Eisen- und Metaliinduslr e wur ­ de nachfolgende Regelung getroffen, die der Arbeitgeberverband seinen Mitglie ­ dern zur Durchführung empfohlen hat: „Wie bekannt, sind mit Wirkun ab 23. 1. 50 die Personentarife der Eisen ­ bahn erhöht worden, und zwar für die dritte Klasse um 33'/3°/o. Im Zusammenhang damit haben auf Veranlassung des Arbeitsministeri- ums unter dem Vorsitz von Herrn Mi ­ nister Kim am 26. 1. und 2. 2. 195Q Besprechungen mit Vertretern der Be ­ rufsorganisationen stattgefunden, bei denen Herr Minister Kim angeregt hat, die Arbeitgeber möchten sich im Hin ­ blick auf die sehr fühlbare Mehrbe ­ lastung der Arbeitnehmer infolge der Tariferhöhung an diesen Mehrkosten beteiligen. In Anerkennung der Berechtigung dieser Bitte und in dem Bestreben, dadurch den von dieser erneuten Ta ­ riferhöhung betroffenen Arbeitneh ­ mern die entstandene Mehrbelastung zu erleichtern, hat das Präsidium ui seiner Sitzung am 27. 1. 50 folgenden Beschluß gefaßt: Unter grundsätzlicher Beibehaltung der in dem Rundschreiben Nr. 14 vom (Fortsetzung nächste Seite)