4 Einleitung. Wie sie das praktisch, machen könne, ja, wie man gerade ihre Führerarbeit lehren und lernen könne, das zu zeigen sollte die Aufgabe des Professors der Philo- sophie sein. Führen aber heißt: Probleme aufrollen und mögliche Lösungen, von unmöglichen scharf getrennt, angesichts der vorliegenden Gegenstandsgebiete a priori hinsetzen. Die Wissenschaft hat dann hinterher zu kommen und hat unter den von den Philosophen hingesetzten Möglich- keiten sachlich zu entscheiden. Das aber heißt, daß der Philosoph selbständig und ur- sprünglich alle Sachprobleme behandeln müsse, neben und vor, nicht nur nach dem Wissenschaftler. Das Tat- sächliche, das, was an empirischen eigentlichen Daten vorliegt, muß, wenigstens dem Wesentlichen nach, der Philosoph ganz ebenso ursprünglich behandeln wie der sogenannte Forscher. Beide sollen Hand in Hand arbeiten. Der Philosoph legt auf noch ungeklärten Gebieten —und das sind fast alle — das Ergebnis seiner Möglichkeits- erwägung dem Forscher zur Entscheidung vor und empfängt seinerseits fortwährend neues Material von ihm für seine Möglichkeitserwägungen.