Richard Hoenigswald („Die Grundlagen der Denkpsy- chologie“ 1925) und durch Alexander Pfänder („Lo- gik“ 1921); ferner von der Kunstwissenschaft und Cha- rakterologie aus, wie sie z. B. von Max Dessoir („Äs- thetik und allgemeine Kunstwissenschaft“ 1906) und von Emil Utitz („Grundlegung der allgemeinen Kunst- wissenschaft“ 1. Bd. 1914, 2. Bd. 1920 und das von Utitz herausgegehene, schon erwähnte „Jahrbuch der Charakterologie“) vertreten wird. Die Mehrzahl die- ser Forscher steht in einer unmittelbaren oder mittel- baren Beziehung zu Edmund Husserls bahnbrechen- den Leistungen, von denen hier nur genannt seien seine „Logischen Untersuchungen" (1900) und vor allem seine „Ideen zu einer reinen Phänomenologie und phänomenologischen Philosophie“ (1913). Und von Husscrl aus geht dann die Linie zurück zu Franz Brentano, dessen wir schon oben gedachten ( S. 57), Nicht gering zu achten sind für diese Wenduns zur Wirklichkeitslehre auch die von W ilhelm Dilthey und seiner Schule, der sogenannten geisteswissen- schaftlichen und strukturpsychologischen Betrach- tung, ausgehenden Anregungen und Beiträge*). b) Wenn wir dieser weitverbreiteten und vielzweigi- gen Bewegung jetzt aber mit einer philosophischen Prüfung gegenübertreten, so dreht sich das Blatt ent- schieden zu Gunsten des Idealismus. Gewiß; Die Phi- losophie kann und darf die gegebenen Phänomene l) Vgl. darüber meine Schrift „Wilhelm Dilthey“, Ber- lin 1933. 165