und vor ihnen als ihr gemeinsamer Anreger und Leh- rer Arthur Schopenhauer) aus gegen die Macht und das Recht des Logos und damit gegen die sogen. Ver- nunft- und Geistesphilosophie und mittelbar und un- mittelbar gegen den Idealismus erhoben werden, nicht zu überschätzen- Hinwiederum ist auch ihre Unter- schätzung, wie sie in einer oft allzu hoheitsvollen Hal- tung von manchen Vertretern des alten Rationalismus vorgenommen wird, nur ein Zeichen eines vorurteils- vollen Dogmatismus und einer allzu einseitigen Par- teiergreifung zugunsten des eigenen Standpunktes, ln der Lebensphilosophie und in ihrem Streit gegen die idealistische Vernunftphilosophie stecken Züge, auf die wir gerade in unserem Zusammenhänge achten müssen, weil sie für die Entstehung der Gegenwarts- krise des Idealismus mitmaßgebend geworden sind. Denn die Grundlage ebenso wie die Spitze jener Pole- mik bildet die Sorge um die Wahrung eines wirklich aufgeschlossenen Philosophierens, das gerade den bei- den philosophischen Grundproblemen, dem der Reali- tät und dem der Wahrheit, ohne rationalistische Ver- engung gerecht werden soll. Es sind nämlich nicht bloß diese beiden Probleme an und für sich, die die Lebensphilosophie allgemein in den Vordergrund rückt. Täte sie dies, dann wür- den ihre Angriffe gegen die Vernunftphilosophie hin- fällig und gegenstandslos sein, weil doch auch diese Le- hensphilosophie ihren Mittelpunkt und ihre Haupt- gegenstände in eben diesenFragen hat. Allein jene An- griffe erfolgen auf Grund der Überzeugung, daß die Gegnerin den Gehalt und Sinn jener Probleme miß- 32