dem Wunsche, der wahren Realität und der realen, nicht durch Parteiung, nicht durch mutlose Anbe- quemung an die Gegebenheiten entstellten, nicht durch irgendwelche Rücksichten und Fiktionen her- ahgewürdigten Wahrheit des Lebens wieder habhaft zu werden. Und zwar habhaft zu werden in einer Form und in einem Grade, die der Reinheit und Größe der erstrebten Realität und der ersehnten Wahrheit des Lebens gemäß sind, die mithin selber die Züge der Reinheit und der Größe aufweisen. Als- dann aber muß diese Wiedergewinnung der Realität und der Wahrheit die Kennzeichen der Unbedingt- heit, der Ungeschwächtheit, der Absolutheit tragen. Sie muß sich in ihrer geistig seelischen Gestalt von der voraufgegangenen Zeit unterscheiden. Dieser zurück- liegenden Zeit wird nämlich — gleichgültig ob mit Recht oder Unrecht — der Vorwurf gemacht- daß sie sich ebenso wie von der Substanz des Lebens und von der Wahrheit des Seins so auch in ihrer geistigen Hal- tung, in ihrem Bewußtsein, in ihrer ganzen Erkennt- nisart katastrophalerweise von der Wahrheit und Realität entfernt und einem denksrhwachen, wdrk- lichkeitsblinden und erkünstelten Relativismus über- antwortet habe. Dabei wechseln die Angaben über die Gründe, die für jene Unehrlichkeil auf gezählt wer- den, in bezeichnender Abstufung. Auf jeden Fall erfolgt der Durchbruch der ge- schichtlichen Krisen stets im Namen der — angeb- lich gefährdeten — Realität und Wahrheit. Er er- folgt in der Form eines unbedingten Anrufes an die unbedingte Realität und au die nicht relativistisch ge- 25