Vorwort Die alte Diözese Metz in ihren bis gegen Ende des 18. Jahrhunderts gültigen Grenzen umfaßte auch Gebiete, die heute zu den Diözesen Speyer, Straßburg und Trier ge¬ hören, und Gebiete, die seit dem 16. Jahrhundert durch Übertritt zum lutherischen oder reformierten Bekenntnis aus der Jurisdiktion der Metzer Bischöfe ausschieden. Daher bietet sich die alte Metzer Diözese in besonderer Weise als Gegenstand einer von deutscher und französischer, evangelischer und katholischer Seite betriebenen Forschung an. Die Anregung zu einer die heutigen Diözesan-, Landes-, Sprach- und Konfessionsgrenzen überschreitenden Tagung ging von dem Speyerer Domdekan Erwin Diemer aus und wurde in einer gutbesuchten Veranstaltung im Haus Maria Rosenberg in Waldfischbach-Burgalben, scharf am Ostrand der alten Diözese Metz gelegen, vom 21. bis 23. März 1990 in gemeinsamer Trägerschaft der Bistumsgruppe Speyer der Gesellschaft für mittelrheinische Kirchengeschichte, des Vereins für pfäl¬ zische Kirchengeschichte und religiöse Volkskunde und der Kommission für saarlän¬ dische Landesgeschichte und Volksforschung verwirklicht. Leider konnte Prälat Domdekan Ludwig Erwin Diemer die Tagung, deren Planung er mit gestaltet und deren Vorbereitung er so tatkräftig gefördert hatte, nicht mehr erleben. Er starb am 31. Januar 1990. Der starke Tagungsbesuch, zeitweise 120 Teilnehmer/innen, bestätigte nicht nur das lebhafte Interesse an der gewählten Thematik, sondern regte auch zur Veröffentli¬ chung der Ergebnisse an. Der hiermit der Öffentlichkeit vorgelegte Band enthält alle Referate, manche in einer für den Druck erheblich erweiterten Form, ergänzt durch neu gezeichnete, teilweise auch neu entworfene Kartenbeilagen. Die Reihenfolge der Referate im Band weicht leicht von der Tagung selbst ab. Die Träger der Tagung haben auch die Finanzierung der vorliegenden Veröffentli¬ chung gemeinsam übernommen. Von seiten der Kommission für saarländische Lan¬ desgeschichte und Volksforschung ist der Bistumsgruppe Speyer der Gesellschaft für mittelrheinische Kirchengeschichte und dem Verein für pfälzische Kirchengeschichte und religiöse Volkskunde zu danken, daß sie sich mit dem Erscheinen des Bandes in der Reihe der Veröffentlichungen der Kommission einverstanden erklärten. Dank zu sagen ist auch den Autoren für die Überlassung der druckreifen Fassungen ihrer Referate und allen, die sich für ein Gelingen der Tagung im Haus Maria Rosenberg und für das Zustandekommen dieser Publikation einsetzten. Saarbrücken, im Herbst 1992 Hans-Walter Herrmann 7