jüngster Zeit eine weitere Arbeit zur genealogischen Einordnung einzelner Personen aus dem dagsburg-egisheimisehen Familienverband veröffentlicht20. Als weitere Abhandlungen, die sich dem Geschlecht und der politischen Geschichte der Dagsburg-Egisheimer Grafen widmeten, sind die Veröffentlichungen zu dem berühmtesten Mitglied der Familie, Papst Leo IX., zu nennen21. Wichtige Einzelaspekte werden in einschlägigen Aufsätzen von Heinrich Büttner behandelt22 oder kommen in den Studien zum lothringischen Adel von Michel Parisse zur Sprache23, der auch eine biographische Skizze zu Albert II. von Dagsburg verfaßt hat24. Ferner gibt es viele - Einzelprobleme berührende Beiträge - verschiedener Forscher, die hier nicht aufgeführt werden können, jedoch im Verlauf der Arbeit an den entsprechenden Stellen genannt werden. 2. Zielsetzung der vorliegenden Studien Der erste Teil der Arbeit befaßt sich mit der genealogischen Einordnung der einzelnen Mitglieder der Familie, die insgesamt 12 Generationen lang bestand. In diesem Abschnitt wird eine weitgehend gesicherte Auflistung der Familien- mitglieder und Abfolge der Filiationen vorgelegt und durch eine möglichst breite Quellenbasis abgesichert. Der genealogische Teil dient als Grundlage für den zweiten Hauptabschnitt, der die politische Geschichte der Grafenfamilie von den Anfängen im späten 9. Jahrhundert bis zu den Auseinandersetzungen um die dagsburgische Erbschaft im zweiten Viertel des 13. Jahrhunderts behandelt. Dabei wird angestrebt, die Ixitlinien in der Politik der wichtigsten Mitglieder des Geschlechtes - soweit erkennbar - unter verschiedenen Aspekten herauszuarbeiten, wobei jedoch das Verhältnis der Grafen zum König einen Schwerpunkt bildet und sich wie ein roter Faden durch diesen Teil der Arbeit zieht. 20 E. Hlawitschka, Zu den Grundlagen der staufischen Stellung im Elsaß: Die Herkunft Hildegards von Schlettstadt, in: Sitzungsberichte der Sudetendeutschen Akademie der Wissenschaften und Ktlnste, Geisteswissenschaftliche Klasse, Jg. 1991, 9. Heft, München 1991, S. 33-102. 21 Die Arbeiten zu Leo IX. werden in den Kapiteln angegeben, die die genealogische Einordnung Leos IX. und seine politische Wirksamkeit behandeln. 22 H. Büttner, Andlauer Besitz und Reichsgut, in: ZGO 95 (NF 56), 1943, S. 15-30 (Ndr. in: Ders., Geschichte des Elsaß I, 1991, S. 282-294); DERS., Andlau und der Dagsburger Wald. Zur frühmittelalterlichen Geschichte der Landschaft im Quellgebiet von Saar und Zorn, in: Elsaß=Lothringisches Jahrbuch, 20. Bd., Frankfurt a M. 1942, S. 10-27 (Ndr. in: CfeRs., Geschichte des Elsaß I., 1991, S. 269-281). 23 M. Parisse, La noblesse Lorraine XIe-XIIIe s. Thèse présentée devant l'université de Nancy II, 28 juin 1975, 2 Bde., Paris 1976; Ders,, Noblesse et chevalerie en Lorraine médiévale. Les familles nobles du XIe au XIIIe siècle, Nancy 1982. 24 M. Parisse, Albert, comte de Dabo, de Metz et de Moha (t 1211), in: Fédération des Cercles d'Archéologie et d'Histoire de Belgique ASBL XLIVe Session Congrès de Huy 18-22 août 1976. Annales, Tome I, éd. par Le Comité de Rédaction et d'Edition de la Fédération, Huy 1978, S. 162-165. 4