wohl Wirich Weiler-Bettnach in eodem loco schenkte24. Bei dem genannten Wirich kann es sich nur um Wirich von Walcourt handeln, den großen Gönner der Klöster Freistroff und Weiler-Bettnach. Mit dem nicht näher bezeichneten Ort dürfte das Klostergelände selbst gemeint sein, heißt es doch fernerhin: Cetera au- tem omnia quae habebant in Villare fratres de Friestorph ex elemosina domini Arnulphi de Valicurth concesserunt eo tenore ut abbatia ibidem construeretur... Die Rolle, die der Herzog von Lothringen bei der Gründung von Weiler-Bettnach spielte, ist sehr schwierig zu beurteilen. Zwar verdankte ihm die Zisterze Sturzei¬ bronn ihre Entstehung, doch eine ausgesprochene Begünstigung des Ordens durch ihn läßt sich nicht feststellen. An der Gründung von Freistroff scheint er nicht be¬ teiligt gewesen zu sein25. In der ersten Bestätigung erscheint sein Name nicht. Be¬ saß der Herzog auch ausgedehnte Wälder im Quellgebiet der Canner26, so übertrug er Teile davon zumindest nicht selbst Weiler-Bettnach. In der Urkunde Bischof Stephans von 1137, wo speziell Waldschenkungen im unmittelbaren Kembereich des Klosters aufgefUhrt sind, ist unter den Schenkgebem offensichtlich niemand, der als Lehensmann die ausdrückliche Erlaubnis des Herzogs einholen mußte. Bemerkenswert ist eine angebliche Beteiligung Freistroffs an der Errichtung einer Zisterze nur etwa 15 km vom eigenen Kloster entfernt. Auch Freistroff taucht nir¬ gendwo mehr in den Besitzbestätigungen für Weiler-Bettnach auf, doch könnte die Transaktion über die Freistroffer Stifterfamilie von Walcourt gelaufen sein. Zu be¬ achten ist, daß das Abteigelände von Weiler-Bettnach ursprünglich zu den Pfarr- bezirken Aboncourt und Drogny gehörte und zunächst von darauf liegenden Zehntpflichten befreit werden mußte27. Diese Voraussetzung verdeutlicht die Ur¬ kunde Bischof Stephans, die mehrfach die mit Gütern verbundenen Einkünfte an¬ spricht. Die Urkunde trägt das Inkamationsjahr 1137; weitere Datierungsmerkmale erlau¬ ben eine Eingrenzung auf die Zeit zwischen dem 1. September und dem 3./4. De¬ zember. Im einzelnen werden darin genannt: ♦ Das Allod von Villers mit Pertinenzen im Wald von Botonagri, das Weiler- Bettnach von Wirricus senior de Valerurt [sic!], Evrard de Huniburc, Albericus de Sigisberc und Anselmus de Tanner erhielt. ♦ Güter infra terminos vallis (von Weiler-Bettnach) von Emmo de Borser und Gerardus de Woltori. Das Kloster soll von jeglichem Zehnt befreit sein und deshalb erhalten: 24 Dederunt dux Simon et ductrix Alerdis [sic!] (et) consiliarii ejus Mathaeus et Balduinus per manum domini Vurici [sic!] et Theodorici filii ejus ecclesiae stae. Mariae de Friestorph mansum unum in eadem villa pro quo receperunt alium mansum quam dederat fratribus de Villare jacentem in eodem loco. 25 GESCHICHTLICHE LANDESKUNDE, S. 184; vgl. Anm. 41. 26 DOSSE, S. 32. 27 DORVAUX, S. 481 Anm. 3.