3 seien, daß die Kinder am folgenden Tage Nachmittags wieder in den Wald gingen und beim erneuten Anblick der Erscheinung an dieselbe die Frage gerichtet haben wollen: „Wäschen, wer bint Ihr?" — worauf die Antwort: „Ich bin die unbefleckt Empfangene" erfolat sei; daß auf die weitere Frage: „Was sollen wir thun?" die Antwort: „JhrZollt fronim beten !" ertheilt worden sei, daß nun in der Folge die Kinder, und zwar eine Zeit lang nur die Kunz und Hubertus allein, später aber wieder alle drei während eines Zeitraumes von 14 Monaten die Muttergotteserscheinung mit dem Kinde sehr häufig, ja fast täglich, bald in weißen, bald irr blauen, bald in goldigen Gewändern gesehen haben wollen; das; nach Angabe der Kinder die Erscheinung ihnen die Dauer der Erscheinungen, und zwar 14 Monate lang, vom 3. Juli 1876 ab, vor¬ ausgesagt habe, wie sie denn auch häufig den Kindern geuail die Stunde des Erscheinens an einzelnen Tagen verkündigt haben soll, daß schon am 5. Juli 1876 die Kinder auf Veranlassung erwachsener Personen weitere Fragen an die Erscheinung richteten, wie z. B. die Frage: „Soll der Pastor kommen?" Antwort: „Nein". Frage: „Soll hier ein Bild oder eine Kapelle errichtet werden?" Antwort: „Eine Kapelle aus Stein". Frage: „Dürfen Kranke euch anrühren, um gesund zu werden?" Ant¬ wort : „Ja"; dal; in Folge dessen an der sogenannten Gnadenstätte Geld geopfert wurde, der Zudrang des Publikums zur fraglichen Stelle immer größere Dimensionen annahm, viele Kranken gebracht wurden, welche aus Ver¬ anlassung der Kinder die Erde an der stelle, wo der Fuß der Erschei¬ nunggestandenhabel; soll, berührten, und welchen von den Kindern auf¬ gegeben wurde, bald diese, bald jene Gebete, namentlich: „Jungfrau, unter Deinen Schutz und Schirm" u. s. w. und „Komm' heiliger Geist" zu beten, daß beispielsweise am 12. Juli 1876 die Erscheinung an der sogenannten Gnadenstäte von Morgens 8 bis Nachts 11 Uhr den Kindern sichtbar gewesen sein soll, daß ihre Arbeit, den Hülfesuchenden die Hand aus die Stelle, wo der Fuß Mariä gestanden haben soll, auszulegen, wobei nur zwei Kranke zurückgewiesen morden seien, unermüdlich fortae- setzt wurde, so daß bald das eine oder andere Kind in Ohnmacht fiel und bei Seite getragen werden mußte; daß, nachdem den 13. Jul; 1876 Militär eingetroffen und der Zutritt zur sogenannten Gnadenstütte abgesperrt ivar, in der Folge Maria den Kindern bald zu Hause, bald- in der Schule, dann in der Kirche j;. s. w. erschienen sein soll, daß dieselbe sogar die rc. Hubertus beim Schlafen¬ gehen begleitete, so Paß das Kind die Eltern aufgefordert, zu beiden Leiten auf der Treppe zu gehen, weil die Muttergottes in der Mitte gehe; daß die Angaben der Kinder bei diesen Erscheinungen nicht stehen blieben, dieselben vielmehr behaupteten, auch einen Leichenzug in der Lust gesehen zu haben, dann wieder Schutzengel und Seelen bemerkt zu haben, daß sie auch einen Engel gesehen haben wollten, welcher Maria mit den Worten des englischen Grußes: „Gegrüßet seiest du, Maria" u. s. w. angeredet habe; 1*