214 Wendel mitgetheilt, welcher Herrn Neur. mündlich davon Mittheilung gemacht habe. Präs.: „Dem Hrn. Neur. ist gestattet worden, Abschrift von den bei ihm beschlagnahmten Papieren zu nehmen; wenn ihm diese Erlaubnist schon vor Abfassung dieser Beschwerde gegeben worden ist, dann würde diese Beschwerde gegen ihn sprechen." Hr. Untersuchungsrichter Kleber bemerkt, er habe erst nach Ein¬ reichung der Beschwerde dem Hrn. Neur. angeboten, sich von seinen Papieren Abschrift zu nehmen. Der Oberprokurator bemerkt ferner, daß Neur. sich in einer Beschwerde an ihn gewandt habe, weil er mit seiner Klage wegen eine» gegen ihn gerichteten Schmähgedichtes abgewiesen worden sei. Er (der Oberprokurator) billige das Gedicht keineswegs: aber die Verhandlnng über die Klage Neureuters sei nur ausgesetzt, nämlich bis nach Beendigung vorliegenden Prozesses. Vertheidiger Bachem legt u. A. ein Zeugenverhör der von einem belgischen Friedensrichter vernommenen Frau Trivu vor, in welchem diese aussagt, daß sie das Hoüorar für verschiedene Schristchen über Marp. dem dortigen Hrn. Pastor angeboten, das; dieser es aber abgelehnt hat. Ferner eine Abhandlung aus derK'^uo religieux cafcholique, m welcher die kirchliche Prüfung eines auf Anrufung der Mntter Gottes von Marpingen erfolgten Wunders mitgetheilt wird: am Ende derselben ist ein Brief Neureuter's abgedruckt, in welchem er sagt, daß die Er¬ scheinungen, welche die sogenannten Konkurrenzkinder gehabt haben wollen, ihm als dämonische Wirkungen vorkommen. Schließlich legt Verth. Bachem eine Broschüre über die Erscheinungen in Dietrichs¬ walde vor, welche wesentlich in derselben Weise wie die Broschüren von Dr. Thömes und Dicke ähnliche Ereignisse und zwar unter Appro¬ bation des Bischofs von Ermeland behandelt: er bemerkt, daß gegen deir Verfasser dieser Broschüre (über Dittrichswalde) kein Prozeß eingeleitet sei. Der Präs. bemerkt, wenn der Staatsprokurator eines anderen Bezirkes nicht einschreite, so kümmere das die hiesige Behörde nicht. Oberprok.: „Wenn Schriftstücke überreicht würden, so wolle er auch ein Schriftstück über die Metteubacher Erscheinungen vorlegen." Dr. Thömes bittet, nochmals das Gutachten des Tr. S ch u b m e h l zu verlesen, in welchem der Experte zum Schlußresultat kommt, daß die Marp. Erscheinungen auf einer geplanten Machination und Mystistkation