— 8 Dez. 20. Verordn., das; am Gnadenplatze und a. d. Gnadenbrunnett keine Versammlungen u. öffentlichen Gebete stattfinden dürfen. 21. Die letzten 3 Personen, welche sich bis dahin noch im Ge- sängnisse befanden, werden entlassen. 18 7 7. Jan. 14. Referendar Dr. Straus; erzählt den Pfarrern Neureuter, Schneider und Rath in der Wohnung des letzteren in Sch.ff- meiler seine Reise mit der Margar. Kunz nach Marpingen. 30. Das Obertribunal bestätigt das Urtheil des Landgerichtes zu Saarbrücken betreffs der 3 Kinder. Febr. 2. Der Härtelwald darf zur Nachtszeit nicht betraten werden. März 12. Verordnung des Bürgermeisters, wodurch der Härtelwald für Auswärtige gesperrt und de,; Marpingern nur gegen einen beim Bürgern;, eingeholten Erlaubnisschein der Zutritt gestattet wird. April 14. Pros. Scheebei; in Köln (,Köln. Volksztg/) freigesprochen. Mai 24. Appellinstanz ebenfalls Freisprechung. " Juni 22. Verhandlung des Zuchtpolizeigerichtes in Saarbrücken gegen Prinz Radziwill 20 Jt< Strafe wegen Beleidigung. Juli 7. Bürgermeister Woytt wird vom Zuchtpolizeigerichte in Saar¬ brücken wegen Misthandlung einer Frau, welche einen Er- lanbnistschein für Betreten des Härtelwaldes erbat, zu einer Strafe von 50 dt verurtheilt. 27. Die Appellinstanz bestätigt dieses Urtheil. Sept. 8. Der Gemeinderath von Marp. hatte aus Grund der Kölner Verhandlungen gegen Prof. Scheeben das Gesuch um Rück¬ zahlung der 4000 für Unkosten der Besatzung gestellt. Die Regierung von Trier lehnt dieses Gesuch ab. Dez. 15. Im Abgeordnetenhause wird ein Antrag in Betreff der Polizei¬ maßregeln gegen die Gemeinde Marp. eingebracht. 18 7 8. Jan. 16. Verhandlung über den eben genannten Antrag. Bache m be¬ gründet ihn. Minister Friedenthal sagt, es sei Anklage erhoben „wegen Betrug, Beihülfe zu demselben, Aufruhr und Landfriedensbruch." Der Antrag Bachem's wird abgelehnt. Sept. Die Rathskammer in Saarbrücken beschließt, die Beschuldigten vor das Zuchtpolizeigericht zu verweisen. 18 7 0. März 3.—15. Verhandlungen des Zuchtpolizeigerichtes. 20 Sitzungen. 4. Ablehnung der Vernehmung der Kinder. 10. Wittwe Blies wegen Verdachtes eines Meineides verhaftet. 15. Die Verhandlungen werden Mittags geschlossen und das Urtheil auf den 5. April vertagt. 21. Wittwe Vlies, am 10. März verhaftet, wird entlassen.