245 nicht alle in den Nationalschatz gekommen, weil wir als etwas ganz besonderes zu bemerken Gelegenheit hatten, daß in den fr. Blättern, wo jeder kleinste Raub, jedes kleinste Bedrängnis, welche den Nichtfreunden der Republik abgenommen und zugefügt wurden, sorgfältig ausgeposaunt sind, von Saarbrücken und dem unermeßlichen Raub, den die Franzosen daselbst gemacht haben, nicht ein einziges Wort vorkommt. Leben Sie wohl. vierzehenter Ürirs. S. den 14tcn Februar 1794. Die Entfernung des Kriegsgetümmels und die Ruhe, deren wir jetzt genießen, welche wir aber wahrlich nicht aus diese Art gewünscht haben, erlauben mir, Ihnen, mein bester Freund, einige Zweifel zu lösen, einige Fragen zu beantworten, die Sie mir vor¬ gelegt haben und Ihnen die gewünschten Erläuterungen zu geben. Vielleicht auch, daß ich, wenn mich nicht ein unvermutheter Vor¬ fall unterbricht, was in unsrer Lage nichts seltenes ist, noch Ihre Wünsche überschreite. Denn wenn mich meine Ahnungen nicht täuschen, so dürfte unser Briefwechsel bald auf eine oder die andere Art unterbrochen werden. Nein, mein lieber Freund, alle Mißhandlungen, welche uns die Franzosen angethan, alles Unglück, welches sie über mein armes Vaterland gebracht, alle Räubereien, wodurch sie den Wohlstand so vieler Familien und auch meinen eigenen untergraben und um¬ gestürzt haben, sollen nicht vermögend sein meine Wahrheitsliebe zu schwächen. Diese verbindet mich dann Ihre erste Frage mit einem lauten Nein! zu beantworten. Nein! nicht alle französische Offiziers und Soldaten sind Theilnehmer an den Schandthaten, wovon ich Ihnen so viele Beispiele habe erzählen müssen. Nein! ein großer Theil derselben, ich darf fast sagen, der größte Theil mißbilligt solche, und enthält sich wenigstens der Theilnahme. Dies wird auch Ihnen einleuchtend werden, wenn Sie bemerken wollen,