204 Riegel nicht aufhalten kann, auch Mauern durchbrach, in das unter dem abgebrannten rechten Flügel des Schlosses in einem feuerfesten Gewölbe befindliche Archiv eindrang und einen Theil desselben zerstörte. Mehrere herrschaftliche Bediente eilten zwar herbei um Einhalt zu thun und suchten Hülfe bei dem comman- direnden General und, von diesem verwiesen, bei dem Repräsen¬ tanten. Man sah aber aus dessen Unentschlossenheit Befehle zu ertheileu, daß ihm diese Verstörung, wenn er solche nicht besohlen haben sollte, wenigstens nicht unangenehm war. Versprechungen bewogen endlich etliche Gensd'armes die Räuber, welche meistens Fuhrknechte und anderes Gesindel waren, zu verjagen, wodurch der größte Theil des Archivs unberührt blieb und noch manche zerstreute Acten wieder gesammelt wurden. Der Schaden, welcher für Fürsten und Land von unzuberechnenden unglücklichen Folgen gewesen sein würde, wurde also noch einigermaßen verhindert. Heute wurde noch der Ueberrest unserer Fruchtsäcke bei Todesstrafe und eine hinlängliche Anzahl Betten für die Ver¬ wundeten bei militärischer Haussuchung und Strafe gefordert, ein Verfahren, welches nach so vielen Bettlieferungen unerhört und grausam ist. Sechster Ürief. den 10ten December 1793. Ohne Zweifel werden Sie, mein Bester, aus den deutschen Blättern die Nachricht und die näheren Umstände von der Schlacht bei Lautern oder eigentlicher gesagt von dem von den Preußen abgeschlagenen Angriff der Franzosen gelesen haben. Ob jene, so wie diese zu thun pflegen, ihre erhaltenen Vortheile erhöhen, die wahre Geschichte entstellen und indem sie sich noch unter den Schmerzen, die ihnen die Schlüge verursachten, winden, Siegs¬ lieder anstimmen, weiß ich nicht, da wir schon lange Zeit keine