63 thung gethan haben, daß sie für die Handlungen des Fürsten verantwort¬ lich sein müßten. Sobald diese Widerlegung publici iuris wird, soll Ihnen solche mitgetheilt werden. Da die Commissürs, ob¬ wohl ex post facto, Zu ihren Diebereien autorisirt sind, so werden Sie leicht vermuthen, daß sie nicht müßig bleiben. Allein das größte Stück Arbeit ist bereits gethan. Doch werden jetzt auch die vergoldeten Leisten in dem Schloß, die Glasthüren, die Oefen, die Schlösser von den Thüren, die Nachtstühle und Nachttöpfe, die Pferdskämme und Striegel in den Ställen nicht verschont. Die Nation kann alles brauchen, die Steinkohlen werden in ungeheuerer Menge aus dem Kohlenmagazin abgeführt, so wie das Eisen von den hiesigen Schmelzen und Hämmern, ohngeachtet solches nicht ein Eigenthum des Fürsten sondern einer Gesellschaft Privatleute ist, welche diese Werke gepachtet haben. Durch die Verrätherei eines Hofbedienten (warum nehmen doch die Großen grade zu denjenigen Bedienten, die am meisten und nächsten um sie sind und für welche sie wenig Geheimnisse haben können, gemeiniglich schlechte Leute ohne Erziehung und ohne Grundsätze?) wurde den Commissürs ein verborgener Schrank im Schloß entdeckt und die darin befindlichen Kostbarkeiten und Effecten in den großen Schlund geworfen. Unter solchen befand sich auch das Adelsdiplom eines natürlichen Sohns des verstorbenen Fürsten. Dieses wurde dem Nationalconvent geschickt, und solcher fand den Sieg und die Ausrottung eines deutschen Aristokraten, die er durch den Verlust des Diploms errungen und bewirkt zu haben glaubte, so wichtig, daß solche auf der Stelle in allen Zei¬ tungen austrompetet wurde. Jenem schlechtem Kerl kann man seine Verrätherei verzeihen. Aber nicht so einem Niederträchtigen, welchen der Fürst von Jugend auf mit Gnade und Wohlthaten überhäuft hatte, den also wenigstens Dankbarkeit, wenn man auch alle anderen Verhältnisse übergehen will, von Treulosigkeit hätte abhalten sollen, und welcher auf die schändlichste Art ein sicheres Gewölbe, worin die kostbarsten Sättel und übrigen Pferdsgeschirre, einige kleine Canonen und andere Sachen von Werth befindlich waren, an die Commissürs verrieth.