21 gegenwärtigen Einquartierten wird nicht unbekannt bleiben. Die Nachfolgenden werden gleiche Behandlung verlangen, und wann wir dann nicht mehr geben wollen oder können, wird Undank unser Lohn sein. Das erste Regiment Infanterie ist bis jetzt noch sehr ehrbar — hat der Frost bis jetzt noch seine physischen Kräfte gelähmt, wie ich fast vermuthe, oder ist^s als eins der ältesten Linienregimenter noch nicht gänzlich verwildert, oder hält sein braver Obrist Montigny solches in Ordnung, darüber wage ich jetzt noch kein entscheidendes Urtheil zu fällen, die Zeit wird es lehren. Sechster Brief. den 30. Jan. 1793. Ah mon peuple que t’ai-je fait? Je t’aimai et la justice, Te rendre heureux fut mon souhait, Et tu me traînes au supplice. Dies ist der Anfang eines rührenden Liedes, womit der Teufel der Tugend opfert, das der Pariser singt, nachdem er seinen guten König ermordet hat oder wenigstens hat ermorden lassen! Ja, mein Freund! Ludwig den XVI. hat das Schicksal des ge¬ meinsten Missethäters betroffen, er starb durch Henkers Hand. Die Beschreibung seiner Hinrichtung finden Sie in beikommenden Zei¬ tungsblättern ächt, wie mich mehrere Augenzeugen versichern, und ich bin froh auf diese Weise der Mühe überhoben zu sein, diese abscheuliche Scene selbst niederzuschreiben. Uns kam dieser Königsmord nicht unerwartet, Privatnach¬ richten hatten uns vorbereitet, und jeder Sachkundige konnte ans der Prozedur den Ausgang dieses wichtigen Prozesses voraus sehen.