feine Dynastie der Regierungsrechte für verlustig zu erklären, solche auf eine Kommission des gesetzgebenden Körpers zu übertragen. Der Antrag wurde mit tiefem Stillschweige» aufgenommen lind ans den Wunsch der Regierung die Dis^ kussion bis Sonntag Nachmittag verschoben. * Bouillon, 4. Setzt. Der Kaiser Napoleon »nd Gefolge, durch einen tzrenß. Getterai geleitet, ist hier cinge troffen, um ans dem Wege über Lüttich nach Dentschland ge bracht zu werden. Barennes, 4. Setzt., Borni. 8 Uhr. Telegramm an Ihre Majestät die Königin Augusta in Berlin. Welch' ein ergreifender Augenblick, der der Begegnung mit Napoleon; er war gebeugt, aber würdig in seiner Haltung imd ergeben. Ich habe ihm Wilhelmshöhe bei Cassel zum Aufenthalt gcge ben. Unsere Begegnung fand in einem kleinen Schlößchen über dem westlichen Glacis von Sedan statt. Bon dort be ritt ich die Armee nm Sedan. Den Empfang durch die Truppen kannst D» Dir denken! Unbeschreiblich! Beim Ein¬ brechen der Dunkelheit halb 8 Uhr hatte ich beit ^ständigen Ritt beendet, kehrte aber erst um 1 Uhr hierher zurück. Gott helfe weiter. Wilhelm. ; * Paris, 4. Setzt. Eine offizielle Proklamation, vom Gesammt Ministerium unterzeichnet, sagt: „Großes Unglück hat Frankreich getroffen. Nach dreitägigem heroischem Kampfe durch die Armee Mac Mahons gegen 300,000 Feinde wurden 40,000 Mann gefangen genommen. Der General Wimtzffen welcher anstatt des schwer verwundeten Marschalls Mac Ma hon kommandirte, unterzeichnete die Capitnlation. Dieses grausame llnglück erschüttert aber nicht unsern Muth. Paris ist in Bertheidigungszustand. Die militärischen Kräfte des Landes sind binnen wenigen Tagen organisirt, eine neue Ar mee lvird vor den Mauern von Paris sein. Eine andere Armee wird an der Loire sormirt. Euer Patriotismus, eure