U -- England und Frankreich ausbrach, ſollte auch Graf Johanns Enkel im Felde erſcheinen. Graf Johann I. starb in hohem Alter am 23. Januar Im Jahre 1326 beſtimmte Graf Johann I., daß ſein gleichnamiger jüngerer Sohn die Herrſchaft Commerch und sein Enkel Johann (II.) die Grafschaſt Saarbrücken mit einem kleinen Teile von Commercyh erhalten ſolle. Die Grafschaft Saarbrücken vererbte ja, wie ſchon früher erwähnt, nach dem Erstgeburtsrechte. Damit trennte ſich das Saarbrücker Haus in die Linien Saarbrücken und Commercy. Graf Johann ist der erste der Saarbrücker Landes- herren, von deſſen Perſönlichkeit wir uns einigermaßen ein Bild machen können. Er war ganz der Sohn ſeiner Zeit, einer unruhigen, fehdeluſtigen Zeit. Die ritterlichen Fahrten, die er besonders liebte, und ſein reiſiges Gefolge, das ihn begleitete oder auf seinen Burgen ſaß, kosteten ihm viel Geld, ſo daß er manchmal in Verlegenheit war, obgleich er in ſeinem Lande und den Städten, zumal ſeit dem Freiheitsbriefe, gut fließende Einnahmen besaß. Wir wissen, daß er wiederholt bei Meter Bürgern An- leihen machte; aus Geldverlegenheit verkaufte er die Rente des franzöſiſchen Königs, die ſich auf 200 Pfund belief, um den geringen Preis von 1000 Pfund; er verwandte, wie er ſselbſt geſteht, 100 Pfund Turnoſsen, die ihm der Kaplan zu St. Nikolaus zum Ankauf einer Gülte über- geben hatte, zu seinem und der Grafschaft Nußen und ließ ihm dafür jährlich 50 Schillinge durch ſeinen Meister Förster in dem Warndt, „von dem Gedinge, das in dem Warnd fället“, auszahlen. Ja, er sah sich im Jahre 1334 genötigt, dem Erzbiſchof Balduin von Trier die Graf- schaft Saarbrücken, mit Ausnahme der Burg Saarbrücken, die Burg im Köllertal und seinen Anteil am Warsberg auf drei Jahre zu verpfänden. Dieſe Geldnot war freilich damals ein gemeinſames Leiden des geſamten Adels; LXXXVII