.. O Neubelehnung und trat von dem Bündnis mit dem Herzog von Lothringen zurück. 1) In denselben Jahren hatte Graf Simon verſchiedene Streitigkeiten mit benachbarten Rittern. Die Brüder Rorich und Friedrich von Benin g en, die im Sinnertal und in Schiffweiler Güter besaßen, waren mit dem Grafen, ihrem Lehnsherrn, der vom Hofe Neumünſter aus ihr Nachbar war, über den sogenannten Unterzug (intercursus) ihrer gegenſeitigen Hörigen in Streit geraten. Es wurde bestimmt, daß dieser Unterzug aufgehoben ſein solle, d. h. daß Hörige des Herrn von Beningen, die ohne deren Erlaubnis nach Neumünster verzogen, dort nicht zurückgehalten werden dürften und umgekehrt. Wenn aber ein Mädchen von Sinnertal oder Schiffweiler mit einem Manne aus Neumùünſter ſich verheiratete, so sollten die aus der Ehe hervorgehenden Kinder Hörige des Grafen Simon sein, und wiederum ſollten die Kinder eines Hörigen der Herren von Beningen und einer Frau aus Neumünster Beninger Untertanen sein; dabei ſollten die bisherigen beiderſeitigen Rechte, Pflichten und Vergünſti- gungen dieselben verbleiben wie zur Zeit der Gräfin Lorette. Die Verpflichtungen der Herren von Beningen beſtanden in einer Hammelgülte (tallia arietum) und der Zahlung von 15 Metzer Pfund?) aus den Gerichtsbußen (amenda), die damals auf 5 Pfund ermäßigt wurden; der Graf behielt die hohe und niedere Gerichtsbarkeit. 1306 verzichtete Friedrich von Beningen auf das Lehen, welches er von Graf Simon auf der Schatzung zu Völk- lingen gehabt, dagegen überließ ihm Graf Simon die Gerechtigkeit, die er auf Beninger Leuteu zu Sindern 1) Folgerichtig erkannte Graf Simon auch bei ſeinen Lehnsleuten die weibliche Erbfolge an. So verlieh er im Jahre 1276 den Töchtern des Edelknechts Stephan von Fech ing en (Veckinga) das Lehen ihres Vaters. 2) Die kleinen Silbermünzen, Denare oder nach der Stadt Tours auch Turnoſen genannt, wurden ursprünglich gewogen. LAXXIIT