Ö - und durch von dort nach dem Ufer reichende Ketten das Fahrwaſſer des Fluſſes ſperte. Die Belagerten wehrten ſich tapfer mit griechiſchem Feuer und Geſchoſſen aller Art,. bis die frieſiſchen Seeleute in den Masten zweier miteinander verbundenen Schiffe ein Kastell mit einer Fallbrücke und beweglichen Sturmleitern erbauten und, nachdem sie dieſe an den Turm herangetrieben hatten, nach heftigſtem Kampfe am 24. Auguſt denſelben er- ſtirmten. Aber die Belagerung der Stadt ſelbſt ging nur langſam vorwärts, da die Belagerten tapfer wider- standen und sogar erfolgreiche Angriffe auf die Chriſten machten. Bei einem dieſer Angriffe am 29. Auguſt 1219 hielt der König von Jeruſalem mit den Templern, Johan- nitern und Deutsſchherren, einigen Franzoſen, den Grafen von Holland, Werd, Sa ar b rück en und Blieskastel dem Ungestüm der Feinde stand und verhinderte unter großen Verluſten an Toten und Gefangenen die völlige Nieder- lage der Christen. Den weiteren Verlauf dieſes Zuges will ich nur kurz erwähnen. Am 5. November 1219 wurde Damiette endlich erobert; diese Freudenkunde führte neue Scharen von Kreuzfahrern heran, und das verstärkte Chriſtenheer unter- nahm den Vormarſch auf Kairo. Hierdurch geſchreckt, bot der Sultan Alkamil ihnen die Rückgabe des König- reichs Jeruſalem gegen die Räumung von Damiette an, aber der Hochmut des päpstlichen Legaten Pelagius ver- eitelte den Friedensſchluß und machte alle Erfolge zu- nichte. Auf einer Nilinſel bei Manſurah wurden die Kreuzfahrer durch die Waſserfluten und die Moslemin eingeſchloſſen. Sie mußten ſich glücklich ſchäßen, als der Sultan mit ihnen am 30. Auguſt 1221 gegen die Räumung Damiettes und ganz Ägyptens Frieden ſchloß, und un- rühmlich verließen die Kreuzesstreiter nach dreijährigen ſchweren Kämpfen das Land der Pharaonen. z citk3 Bei dieſen lezten Ereigniſſen war Graf Simon nicht mehr beteiligt, da ſeine Anwesenheit in der Heimat für >2* 14411.