z gs Odalwin uſw. Wie die Gernianen ſippenweiſe zuſammen in der Schlacht standen, so pflegten ſie auch nach Ge- ſchlechtern zuſammenzusiedeln. Dieſe Bildung ist zwar gemeindeutſch, und Ortsnamen dieſer Art kommen bis zur Elbe vor, aber ſie finden ſich doch vorzugsweise auf alamanniſchem Gebiete und ſind daher diesem Stamme zuzuweiſen. Dieſe Namen auf -ingen kommen im unter- elſaß und Deutſchlothringen 345 mal vor; ſie finden . ſich maſſenhaft auf dem linken Saarufer und im Saartal selbſt oder in deſſen unmittelbarer Nähe; wir ſehen bei einem Blicke auf die Karte, wie der alamanniſche Stroni über die Vogesen hinüber und das Saartal hinabgeflutet iſt. In weiterer Entfernung finden sich auf dem rechten Ufer nur Dirmingen, Marpingen, Illingen und Uchtel- fangen (Odolvinga). Auch die Namen auf -heim, die man .sonſt als fränkiſche Herrenſiedelungen anſah, ge- hören, wie Hans Witte an den elſäſſiſchen Ortsnamen überzeugend nachgewieſen hat, den Alamannen an, wenn ſie überhaupt einem Stamme ausſchließlich zuzuweiſen ſind. Sie finden ſich hauptsächlich in der Pfalz und den benachbarten Gebieten, beſonders in der Bliesgegend. Einer späteren Siedelungsperiode gehören die Namen auf -ſcheid, -bach, -born, -dorf, -hauſen, -hofen, -ſtadt- und -rath (rode) an, die wohl der merowingiſchen Zeit zuzuſprechen sind. Dieſe fränkiſchen Ansiedelungen ſind weit ins alamanniſche Gebiet vorgeſchoben, da durch die Unterwerfung des Landes dem fränkiſchen König ausge- dehnte Beſitzungen zufielen, das frühere Königsgut, ferner Güter, die herrenlos geworden waren oder den für friedlos erklärten Feinden gehört hatten, darunter große Wal- dungen und Ödland. Durch Verleihung ſolcher Güter an ſeine Mannen und an die Kirche, deren getreuer Sohn er eben geworden war, erwies der König ſeinen Anhängern Wolltaten und beförderte zugleich den Anbau des Landes. Am zähesten hat immer die Kirche ihren Beſitz feſt- XXRk