~ 15 -- niedergelaſſen hatten, oder Gallier, die im römischen Heere gedient hatten. : zt Vie die dort gefundenen keltiſchen Münzen beweisen, lag auf dieſer Höhe ſchon eine galliſche Niederlassung (Oppidum), die nach den dort gemachten Funden in der römiſchen Zeit zu Wohlhabenheit und Bedeutung gelangt ſein muß. Nach der Legende hat die Kaiserin Helena, die Mutter Kaiſer Konstantins, nach ihrer Verſtoßung durch Konstantius Chlorus auf dem Herapel gewohnt und dort eine christliche Kirche gebaut; eine Felsengrotte neben einer Quelle führt heute noch den Namen Helenakapelle. Von früheren Funden auf dem Herapel sind zu er- wähnen: Statuen mit Inſchriften, die aber verloren ſind, eine Merkurstatuette, ein, ebenfalls verlorenes Medaillon des Kaiſers Septimius Severus, ein kleines Bild des Harpokrates u. a. Vom Herapel ſtammt der größte Teil der wertvollen Böckingſchen Sammlung. Darunter befinden sich über 200 Schüsseln, Schalen und Krüge aus Ton, zum Teil von hohem Kunſtwerte, ferner Becher und Flaſchen von Glas, Lampen, Urnen, Nippfiguren von Ton und Bronze. Nachdem der: Herapel den Bewohnern der Umgegend ſchon manches wertvolle Stück geliefert hatte, ließ Herr Huber in Saargemünd in den achtziger Jahren regel- rechte Ausgrabungen veranstalten, die zur Feststellung der örtlichen Verhältnisse führten. Die nach drei Seiten ſteil abfallende Hochfläche war mit Wällen, Mauern und Türmen befestigt. Im Innern befand ſich ein achteckiger Tempel und ein großes herrſchaftliches Haus mit Stall, darin noch Ketten, Hufeiſen, ein Hemmſchuh und Glöckchen lagen, einem Heizraum, in welchem Holzaſche und Haar- nadeln von Frauen gefunden wurden, und einer ganzen Apotheker- und Medizinaleinrichtung: Lanzetten, Spateln, Mörser, Wagen, Tiegel, eine kleine zweiſeitige Sonnen- uhr, eine größere und eine kleinere Bronzestatue des Merkur, eine ebensolche der Minerva, Spielzeug und Nipp- RV