ZE | = geblieben iſt. Ihr Gebiet erstreckte ſich urſprünglich von der mittleren Mosel bis an den Rhein, da Cäſar ſie unter den Anwohnern dieſes Stromes nennt. Doch aus der Rheinebene wurden ſie durch germaniſche Stämme verdrängt, die im Jahre 58 v. Chr. unter der Gefolg- ſchaft des deutſchen Heerkönigs Ariovist erſchienen. Diese Völker ergriffen damals von den fruchtbaren Gauen von Worms bis Straßburg Besitz, und Cäsar beließ ihnen ihre Beute, um ſie nach Bedürfnis als Bundesgenossen gegen die Gallier oder gegen seine eigenen Landsleute zu ver- wenden; vor Aleſia und bei Pharſalus hat er ihre Tapfer- keit ſchätzen gelernt. Seitdem reichte das Gebiet der Medio- matriker oſtwärts nur bis zum Kamme des Wasgaus. Nördlich von den Mediomatrikern wohnten die Treverer, deren Hauptstadt das heutige Trier war, als tapferes Reitervolk, das bald den Römern freundlich ſich erwies, bald das römiſche Joch abzuſchütteln verſuchte, in Cäsars Feldzügen viel genannt. Dagegen ſpielten die Medio- matriker keine bedeutende Rolle. Erst bei dem leßten Auf- stande unter Vercingetorix ließen sie eine Abteilung von 5000 Mann zu dem galliſchen Bundesheere stoßen; doch die Niederlage der Gallier vor Aleſia vernichtete auch ihre Hoffnungen. Ob Cäsar auf seinen Zügen auch die Ufer der Saar betreten hat, läßt ſich aus ſeinen Jahr- büchern vom galliſchen Krieg nicht feststellen, da diese, wie die Geſchichtswerke der Alten überhaupt, in orts- kundlicher Hinſicht wenig Anhaltspunkte bieten. Cäſar nennt jedenfalls weder die Moſel noch die Saar mit Namen. Daß der Fluß mit steilen Uferrändern, der im 6. Kriegsjahr das Lager des Labienus von den Treverern trennte, die Saar gewesen sei und das Lager ſelbsſt bei Castell (an der Klauſe) ſich befunden habe, iſt eine nicht zu erweiſende Annahme, die ſich auf eine gefälſchte Inſchrèft stützt. IX