im Charakter der Snarländer iſt. Wie wenn ein Kind in der ferne ſich nach der kranken Mutter ſehnt, ſo klingen Töne innigen MWitgefühls in allen Zuſchriften und mit ihnen der Stolz auf unſere Haltung. Durchgehends wird dabei auch um einen Ausbau des Fahrbudhes gebeten. Diele Wünſche werden laut um eine ausführlichere Chronik, um eine kröüftig fortzu- jetzende, vermehrte Sammlung der harmloſen, alten heimiſchen Anekdoten und Witze uſw. Soweit es mir bei dem feſtgeſeß- ten Umfang des Buches möglich war, iſt es mir eine Freude geweſen, den Wünſchen zu folgen. Andere Derlangen konnte ich zu meinem Leidweſen nicht verwirklichen, denn ſchon ſchwillt mir bei den enggefaßten Zielen das Buch unter der Hand an wie fauſtens Pudel. Wichtige Kopitel wie die Entfaltung, das Blühen und die Pflege deutſcher Kunſt an der Saar, der Turnerei, des Sportes u. gn. verlangen in ihrer heutigen Be- deutung für uns ein Bud für ſich allein. Mit ein paar knappen Aufſjätzen läßt ſich das nicht abtun. Dieſe Erkenntnis iſt ſchmerzlich, aber es muß da leider bei den notwendigſten Totizen bleiben. Zu beſonderer freude gereicht es gewiß allen, daß der Landeshauptmann der Rheinprovinz, Dr. h. c. Horion, dieſem Jahrbuch das Geleitwort geſchrieben hat. Er fühlt mit uns, und auch das Snnrgebiet, troß aller gewaltſam gezogenen Trennungslinien moraliſch und innerlich zum Rheinland gehö- rend, erblickt in ihm den höchſten Derwaltungsbeamten eines Landesteiles, von dem uns kein Unrecht und keine Gewalt trennen kann. Was Dr. Horion uns zuruft, wollen wir mit nller Leidenſchaft des Herzens und in dem unbeirrbaren Glau- ben an Deutſchlands Wiedernauſſtieg feſthalten. Des Dater- landes Schickſal wird immer das unſrige ſein. Wenn wir uns jelbſt zum Opfer bringen, in Gottespflicht ein einig Dolk zu jein, ſo wird es lter Kraft gelingen, das Reich und uns vom Elend zu befrei'n. Trotz allem Druck und Leid den freunden des Snnr- kalenders ein hoffnungsfrohes Glückauf und treuen Gruß. 4 A. Z. Snqanrbrücken, im Juni 193]. ke