„Der Gang der Geſchichte kann dur< Menſc<enhände nicht gehindert werden. Es iſt eine Wahnidee, wenn die Welt glaubt, die äußere Verwirklichung der in Geiſt und Beſinnung bereits beſtehenden Einheit des Deutſchen Reiches und Oeſterreichs auf die Dauer verhindern zu können.“ Dr. Beth, Prof der Univerſität Wien (auf dem reichsdeutſch-öſterreichiſ<en Burſchenſchaftstag, Auguſt 1929). „Was bringt zu Ehren? Sich wehren!“ Goethe. „Der Völker Blühen ſei heilig, heilig ihr eigen Gebot, doh wer ihr friedvolles Reifen am Weltenbaum liſtig zerſtört, des Glück wird vergehen, des Spur wird verwehen wie winterlich Eis vor des Frühlings befreiendem Leuchten! Frühling der Freiheit, erwach in der Welt! Zu Gott, dem Vater der Völker, heben wir hoffend das Herz.“ Franz Joſeph Lichtenberg. „Man hat mich ſpottweis Deutſch genannt. Deutſch ſein iſt Ehr' und keine Scand. Jhr welſchen Baſtards, ſeht und hört: Ein deutſcher Mann iſt ehrenwert!“ Inſchrift eines Transparents in St. Johann am 26. November 1815 bei der JlUlumination zu Ehren des preußiſchen Staatskanzlers Hardensberg. „Böcking und Lauckhard, die Männer der Stadi, Bringen die froheſte Kunde: „Recht über Unreht geſieget hat!“ Flieget'5 von Munde zu Munde. Vaterland, Vaterland ſind wir nun dein? Lange warſt du uns verloren, Konnten wir galliſche Sklaven ſein, Deutſche, zur Freiheit geboren?“ Gedicht v. 17. Oktober 1815. „Wir wollen dem Himmel, der ſich über dem deutſhen Saarland wölbt, geloben, daß wir dereinſt mit reinem Herzen daſtehen wollen, wenn der herbeigeſehnte Tag der Entſcheidung naht.“ Treuſchwur des Saarvolks bei der Jahrtauſendfeier 1925. All Gebott, mir un de Palz Han ſe hucke uff'm Hals. Gebbt bei dere Schlechtigkäät Fer uns denn kei Gerectigkäät! Laß' ſe's wieder mol riskiere, Se werre ſich doh nur blamiere. Humor im Gerichtsſaal. Zweibrücken. Jn einem Ziilprozeß vor dem Amts- gericht hatte der Richter nah langem Bemühen die Parteien ſo weit, daß ſie einen Ver- leich abſchließen wollten. Nur meinte der Beklagte, er komme zu kurz, da er ke inen Anwalt habe. Der Richter bedeutete ihm, er könne ſich ſofort durch einen im Gerichts- ſaal anweſenden Anwalt vertreten laſſen. Da erklärte der Beklagte aber unter großer Seiterkeit: „Jo. 50 dähts gar nimmeh ausgehn!“ und nahm den Vergleichsvorſchlag an. Der 1. Mai 1930 brachte Saarbrücken einen Umzug der Kommuniſten, die aus dem ganzen Saargebiet zu einer Demonſtration erſchienen. Das „Rote Treffen“ wurde natür- [ic von den Wirten nicht ungern geſehen, man ſuchte die Teilnehmer anzulocken und zugleich auch der friedlihen Entwicklung zu huldigen. So ſah ich im Schaufenſter einer Wirtſchaft ein in knallroter Farbe gehaltenes Plakat: „Willkommen, ihr roten Soldaten!“* Darunter prangte ein kleineres Shild mit der Aufſchrift: „Gut bürgerlicher Mittags- t in“