„Sie is ja abgeſchloß“, rief Bertha. „Dann wirft man ſie ein. Mit vereinten Kräften . . .“* „Ernſt, die ſchöne neue Tür! Mama drückte den dicken Paul im Nacht- hemödden gegen ſich, der für ſeine Eiſenbahn und vor Kälte zitterte. „Willſt du über den Haufen geſchoſſen werden?“ flüſterte erregt der Vater. „Zurück, alle, außer Schußweite - wir ſtoßen die Tür ein, ich richte die Waffe und bei dem Wort: Halt, wer da . . .“ Der Vater hob die Hand wie ein Sipo, um das Zeichen zum Straßenübergang zu geben . . . Nun konnten ſie es alle deutlich da drinnen hören: eine dunkle Stimme, die laut und ungeniert ſprach -- -- Sonſt war alles drinnen mäuscenſtill. Plötzlich rief Mama, die nach ihrem Taſchentuch ſuchte: „Gott, da iſt ja der Schlüſſel! Ernſt, brich die Tür nicht ein! Hier iſt er.“ Sie hatte ganz ver- eſſen, daß ſie ſelbſt das Weihnachtszimmer abgeſchloſſen hatte, weil die Kinder Font ſchon vor dem Kaffee den Baum kahl aßen. „Gib ihn her“, ſagte der Vater. Mit einem abſchiednehmenden Blick auf die verſammelte Famitis die an der Treppe, außer Schußweite, zuſammenſtand, befahl er: „Los, Curt.“ Und ſie ſchloſſen die Tür auf. Das Weihnachtszimmer lag dunkel, die Läden waren geſchloſſen, im Mor- gengrauen hoben jich geſpenſtig die weißleuchtenden Tafeltücher der Weihnachts- tiſche ab, der Baum ſtand, glizernd vvn Silberfäden, mit erloſchenen Kerzen auf ſeinem Platz, die Weihnachtsgeſhenke lagen darunter, die Teller waren noch gefüllt mit Gebäck, am Boden entdeckte Paul ſeine ganze Bahn ſamt den Weichen. Von Einbrechern ſah man keine Spur . . . Aber im Nebenzimmer =- wurde immer noch geſprochen . . . dieſelbe dunkle Stimme -- -- es war = -- nun ſahen ſie es plößlich alle -- -- -- der Lautſprecher in der Ee, deſſen kleine Fiamme leuchtete, den man vergeſſen hatte, abzuſtellen und ein unſicht- barer Paſtor hielt eben in weiter Ferne die Weihnächtspredigt . . 's rauſchalig LiSbedd! Die Mäde eſſe merſchtens gäre Sießes, Wie Kuche, Sahne, Terd<her, Sc<oggelad; Die Buwe wolle liewer ebbes Fießes: Gehaggdes, Rollmobs, Reddih, Senf, Salad. Beim Liesbedd ſieht's jezt annerſch aus im Lade, Das kann, wie's ſaht, das Sieße nit verdrahn; Un liewer, daß es nimmt am Kerper Schade, Duhd's Fießes ninn ſich in de Mage ſc<lahn. E Schlag Gehaggdes, gudd gewirzt mit Zwiwwlle, E Pack Radiesjer, Salz un Bier dazu; Mir duht's als manc<hmal in de Zeewe griwwle un denk" ich: Godd, -- hadd's Lisbedd doch e Ruh! Beim ſc<härfſte Biſſe, zuggd's mit kener Wimber, Jh bin dagege do e reines Waiſekind, Un jeder Bub e armer, armer Schdimber, Wie's Liesbedd glaab ich, daß m'r käns meh find. Wenn's no< ſo rauh und hart oft wirggd vun auße, Und noch ſ9 unhämlich die Auwe rolld, Raubaudzig is, wie wilde Buwe drauße, Kann's doh e Herzje han vun lauter Gold. Manch ſc<eeni Frucht duht deier mr bezahle Un ſchmeckt hoher ſo eealich und ſo fieß, Doch meerſ<dens „«emitrauhe, harteSc<hale Sin innewenzigſaftiag, zart und ſieß. Jäb. 1