Des Saarkalenders Oruß an die befreiten rheiniſchen Brüder. „Glänze wieder, Tag der Freude. Selig, wie's noc< keiner war! O, dann treten dankend wieder Wir zum heiligen Altar!“ Schluß eines Saarbr. Sehnſuchtsliedes vom 14. Mai 1794. Verfaſſer unbekannt. Durc< Rheinlands Jubel helles Klingen Erzittert weher Schmerzensſchrei ; Es möcht' vor Weh das Herz zerſpringen, Denn wir allein, wir ſind nicht frei. Des Leidens Weg ſeht ihr uns ſchreiten, Doch ob uns jede Jreude mied, Es klingt in uns zu allen Zeiten Uralter Jreiheit Hermanngslied. Du Geiſt der Saar heb' deine Schwingen Dem Falken gleih ob Berg und Tal, Den IJreien ein Glüdauf zu bringen Als Brudergruß aus Not und Qual. Der Jremde kann kein Recht geſtalten, Er kennt nur Dru in Iron und Joh, Doch Treue wandelt Schi>ſalswalten, Des Unrechts Ketten fallen doch! Und ſind wir heute noc< geknechtet, Den Sinn umgürtet dreifach Erz, Und nimmermehr wird er entrechtet, Es kämpft und ſiegt das deutſche Herz. M. 3 EI