Saarkalender für das Iahr 1929 hervorſchauten, wurde mir klar, daß ich ſo nicht vor einer Dame beſtehen konnte, zu deren Lebensbedingungen ein tadellos ſitzender Anzug gehörte, und während ich verzweifelt in meinen Anblick vertieft daſtand, brauſte ein zweiter Zug heran, der Schnellzug, der, ohne Aufenthalt, in dieſe qute Stadt führte. Ich ergriff meine Handtaſche, ſchwang mich in den Zug, und so bin ich hier gelandet, in den Grün- karierten und ohne Braut. Proſt, meine Herren!“ ' Unter dem Gelächter der beiden Zuhörer ſchlug die Uhr zwölf, und ein Glocken- läuten draußen verkündete, daß Weihnachten für dieſes Iahr gelebt und über- ſtanden war. Der Profeſſor nahm seinen beiden Zuhörern das Ehrenwort ab, die Geſchichte niemand weiter zu erzählen. Sie haben ihr Derſprechen gehalten. Aber die Mietze hinter dem Büfett hatte die Ohren gespitzt, und so iſt sie denn bekanntgeworden, seine Affäre. % Merkwürdige Grabinſchriften. Ein §! 1918 in Innsbruck lebender Metzgermeiſter und seine noch lebende Sulzbacher sendet dem S.-K. nachſtehenden Gattin. humoristischen Beitrag: Auf einem Leichen- Aut dem. Leichensſtein .einss ſtenm am Bodensee : Eh e mannes im Durtertal: Der Ach, ach, ach, Weg nach Golgatha, so muß ich klagen, Hier liegt der Herr von Zach, konnt nicht so schrecklich als mein Leben Er war geboren am Bodensee sein, ich muß nicht nur mein Hauskreuez _ Und ist geſtorben an Bauchweh. tragen, nein, putzen, füttern obendrein. Auf der Herreninſel : Hier ruht Marterl auf dem Berge Jfel in Gott F: K., 26 Jahre lebte er als Menſch (Tirol): Hier ruhet Franz Joſef Matt, der und 37 Jahre als Ehemann. sich zu Tod. gesoffen hat. Herr, gieb ihm In Percha im Pustertal: Hier die ew'’ge Ruh und ein Gläsle Schnaps ruht Herr Tobias Maid, Bürgerlicher dazu! Ö Duell in drei Anzeigen aus der „Saarbrücker Zeitung'' aus dem Jahre 1846. 1. Anzeige: Der Liebes grugß : 3. Anzeige: Ant wort an das Echo. - Wilhelmine K., einen herz- Dem ehrenwerten und rühmlichſt be- lichen Glückwunſch zur Weihe kannten Verfasser des „Echos“, welches sein Ihres Namenstages. Dasein einer unglücklichen Stunde des . Wilhelm. blauen Montags zu verdanken hat, er- 2. Anzeige: Echo an Wilhelm. tire g). rc ; éu f reh Füx Dich zu Aiblrkiel würde, sich künftig jeder unbefugten und Einen Gruß so matt,. frechen Einmischung in Verhältnisse, die er Noch fader als fad, nicht kennt, zu enthalten, und sich nur mit ihn angehenden Sachen zu befassen, wid- z; !zlr iw zr uurpierten uu !. bz bittet aus Herzenegrgnd .. mittieren werde. Wilhelm. und fürchte den Stich der Eine Antwort auf die „Antwort an das Biene. Wilhelmine. Echo“ kam nicht mehr. Zu meinen Ehren zu gebären! 42