Saarkalender für das Iahr 1929 Auguſt oder Erntemond 1929 M'r denkt jetzt viel an dazumal, Geht met de Kinn’ ins Ehrendal. 31. Woche Dat. | 32. Woche [Dat. | 33. Woche Dar.| 34. Woche [Datſ 35. Woche | Dat. Sonntag Sonntag 11 |] Sonntag [18 | Sonntag 25 Montag © Montag ( |12 Montag 19 Montag 26 4 5 Hienstag 6 ‘Dienslag - 13 | Dienstag © 20 Dienstag ) 27 |mitwoh, 7 | mitwoh, 14 | mitwoh, 21 | mittwoh, 128 | nnerstag 8 | Donnerstag 15 | Donnerstag 22 | Donnerstag 29 Donnerstag 1 | Donnerstag Freitag 2 | Freitag 9 | Freitag 16 | Freitag [ 23 | Freitag | 30 Sonnabend 3 | Sonnabend 10 Sonnabend 17 | Sonnabend [24 | Sonnabend |31 Saarlands Not. Die Ausbeutungspolitik der französſiſchen Bergwerksverwaltung macht nicht Halt vor der jehigen, durch die zahlreichen Feierſchichten hervorgerufenen Not, sondern ſie will diese Not durch Entlaſſung von 4000 Bergleuten noch steigern. Ohne die Hilfe des Deutschen Reiches, die ſchon so oft – wie z. B. bei den Sozialrentnern und Beamten = helfend eingcsprungen ist, wäre die Zukunft für alle Kreiſe der Bevölkerung (Werktätige, Kauf- leute und Gewerbetreibende) gleich hoffnungslos. Dazu kommt noch die ungeheuere Steuerlast ~ die fast noch größer iſt als die im Deutſchen Reich , welche drückend auf den Bewohnern dieſes unglückſeligen „Staatsgebildes Saargebiet“ lastet. Wir wollen hier, im Saargebiet weiter treu zuſammenstehen und fest dahin schauen, wo allein uns Hilfe und Rettung werden kann: Deutschland! Kein Eiſenbahner wird arbeitslos werden, kein Bergmann braucht den Auswandererſchein zu lösen, das an Deultſchland zurückgekehrte Saargebiet wird Zeuge und Mitarbeiter sein des Aufstiegs des deutschen Volkes aus Ôigener Kraft; sj: S < m e l z e r. (Auf einer Derſammlung der D. S. D. in Fürſtenhauſen, 13. 2. 1928.) I „Im Saargebiet kämpft ein tapferes deutſches Volk, das man vergewaltigt hat, einen zähen Kampf um seine Befreiung. Es hat Anſpruch darauf, in diesem Kampfe nicht im Stiche gelassen zu werden. Zu den Voraussetzungen für eine glückliche Löſung aller Saar- fragen wird aber immer eine lebhafte Fühlung der politischen Kreise Deutschlands mit den Vertretern der Saarbevölkerung gehören.“ Aus einem Aufruf des Bundes der Saarvereine, November 1927. P Die Drangsale, Not und Entbehrungen der Beſsatzungsjahre sind, was nicht oft und nachdrücklich genug betont werden kann, von der Bevölkerung des Rheinlandes f ür uns alle im un bes e tz ten Deut ſchlan d getragen worden.“ Der preußiſche Miniſterpräſident. (Köln am 1. Februar 1926.)