Hinter Ringwällen auf den Berghöhen der Saar- und Bliesgegend rerteidigten ſich die erſten Anſiedler, Kelten, gegen feindliche Angriffe. Dieſe uralten Feſtungen, Hunnentinge genannt, ſind noch mehrfach erhalten, der umfangreichſte bei Otzkenhauſen. Der Koblenraub im deutſchen Warndt. „Unser iſt durch tauſendjährigen Beſiz der Boden.“ Schiller („Tell“). Im deutſchen Warndt in tiefem Grund, Da liegt ein Schatz vergraben; Dem böſen Nachbar ward es kund, Wollt’ gar zu gern ihn haben. Er ſinnet hin und ſinnet her, Kein Rederummel deckt im Hu Wie dieſes wohl zu machen wär'; Auch dieſen welſchen Kehricht zu; Und ſchließlich ruft er frank und frei: Und ſtellt ihr euch auch zehnmal taub, „Ich heb’ den Schatz, was iſt dabei! Vor dem Gewiſſen bleibt es Raub. Ich hol die Kohlen mir vom Michel Wenn Armut von der Halde rafft, Und ſchneide mit gewandter Sichel Wird von dem Kadi ſie geſtraft. Den fremden Hafer, wo er ſteht, In eurer Hand ein Shylockſchein, Mit mir das Recht des Starken geht. So fördert ihr und raffet ein. Und weiſt der Grenzpfahl mich hinaus, Auf f r ä n k ſ ch e r Erde Schacht bei Schacht ~ Das gute KRecht vom Nachbarhaus Wird d e u t \ < e s Gut ans Cicht gebracht. Da ſich die Sache hoch verzinſt, Lebt denn der alte Riccaut noch Bleibt Grenze mir ein Hirngeſpinſt. Und die Moral mit großem Loch? Wir buddeln einfach drunter hin Nur corriger iſt's la fortune, Und tauſendfach iſt der Gewinn.“ So meint ihr wohl, und nie rancune. Zum Schluß erteilt noch ihren Segen Merkt auf, ihr legt zu Streit und Haß Die Treuhand hier fatalen Wegen. Die Lunte an das Pulverfaß! Im Warndt aus deutſcher Erde Schoß Im deutſchen Warndt zu jeder Stund, Des Saarlands Reichtum ſehn wir ſcheiden, Da holt ihr Millionen Der Hüter fern und krank und bloß, Und ſchlagt der Zukunft Frieden wund, Er muß es eben leiden. Der Teufel ſoll’s euch lohnen! Im Warndt in düſtrer Stollen Nacht Erwartet den Befreier Des deutſchen Berggeiſt"rs treue Wacht: Des Reiches Morgenfeier. A. Z.