fluchtes, wo kommſchd denn du her! Na waart, ich kriehn dich!“ murmelte Papa Haas, die Treppe zurückeilend, um ſich einen „Krimmes“ zu holen, denn mit seinem Regenſchirm wollte der alte 40er den Kampf nicht aufnehmen. Während er ins Berg- botenzimmer eilte, wo er sich den „Hermes- keiler“ verpassen wollte, sſtampfte bedächtig die ominöse Treppe hinauf der Kaſſenbote W olf f, Akten für das Handelsbüro unterm Arm. Im Nu ſtanden sich Fuchs und Wolff gegenüber. Armes Füchslein! In ſsſseiner Angst wollte es die Treppe rechts hinauf- laufen. Doch, o weh! Dort stand groß und breit Sekretär L ö w , der auf Wolffs Akten wartete. Juſt in dem Moment kam auch Papa Haas mit seinem geliehenen Hermes- keiler an und besetzte die Treppe links. Nun ſsſtanden sich grimmig gegenüber: Fuchs, Ha a s, Wolff und L ö w. Als alter 7. Dragonerwachtmeister wollte Wolff Saarkalender für das Jahr 1928 gerade die Attacke gegen das Füchslein er- öffnen, da rauſchte die Treppe hinauf Theo- dor Vogel und hinter ihm sein kleiner scharfer Dackel „B er g m an n“. Dieſer hatte sofort den richtigen Wind und ehe Wolff sein Streitroß beſtiegen, hatte Vogels Bergmännchen Meister Reinicke wie der Blitz am Krawutſch. Zum Glück erſchien auf der Bildfläche der Heizer mit einem Sack, in dem bald der Fuchs verſchwand trotz des wütenden Proteſtes von Männe. ~ Der Heizer brachte das Füchslein in sein Heim, das damalige Hotel Korn. Ihm hatte allem Anſchein nach bei seiner ersten nächt- lichen Exkurſion ein Unſstern geleuchtet, denn es war vor dem Straßenlärm in den , Bergamtshof geflüchtet, von dort in das Gebäude ſselbſt geraten, um dann nach vielen Irrfahrten in dem Kellerlabyrinth auf der großen Treppe zu landen, wo ihn Papa Haas ſsſo unsanft aufbrachte. ]- Rache. Humoreske, einer wahren Begebenheit nacherzählt von A. G. Unsere Saarbevölkerung hat Sinn für Humor. Wenn der Humor einmal derbe, mitunter auch sehr derbe Formen annimmt, sſo liegt dies zum größten Teil an den Er- werbsverhältnissſen in Gruben und Hutten. Dort gehen bei der Arbeit auch Haulfetzen und Gliederteile, manchesmal auch noch mehr, den Weg allen Fleisches. Körperliche und sogar seeliſche Leiden werden hier us peur! Genn va er vu de dann iſt der Spaß meist größer, als der entſtandene Schaden, zumal es, wie in dieser Geschichte, die den Vorzug hat, ſich wirklich ereignet zu haben, den Richtigen getroffen hat. Der Oberſteiger X. in Y., ein gar strenger Beamter, der es binnen kurzer Zeit vom Fahrhauer zum Oberſsteiger gebracht hat, sollte die Reparaturarbeiten auf Zeche Y. während der Pfingstfeiertazcſe in der Schachthalle und der Kohlenwäſche leiten. X. gehört zu den Leuten, die ihre praktische Unerfahrenheit hinter einer großen „Schniß“ zu verbergen trachten. Gerade dieſe Eigenschaft war beſonders stark ent- wickelt. Zum besseren Verständnis ſei hier eingefügt, daß der Maſchinenwerkmeiſter der Zeche verreiſt war. Da die umfang- reiche Reparatur in kürzester Friſt erledigt lein sollte, wurden alle Handwerker der Zeche aufgeboten, darunter auch der alte Zimmerhauer Matz. Dieser, als Witz- bold bekannt, machte den Oberſsteiger auf die großen Kohlenstaubanſammlungen, die auf den Dachgerüſten der Schachthalle lagerten, aufmerkſam und meinte, daß der Staub zuvor mit dem Waſſserſchlauch ab- geſpriktt werden müßte, da der auf- gewirbelte Staub für die Arbeiter hinder- lich sei und auch gefährlich werden könnte. Der Oberſsteiger erblickt in dem gut- gemeinten Rat eine Bevormundung und nach alter Methode schnauzt er den alten Matz an, er solle seine Schlauheit für ſich behalten oder anderswo anwenden. Matz wackelt mit dem Kopf, zwinkert mit den kleinen Aeuglein und meint treuherzig: „Jo, Herr Owerſteier, das werre mer mache!“ dreht sich um und geht davon. Am Pflingstſfonntag regnet es in Strömen. Matz mit ſeiner Kolonne Zimmerhauer hat in der Schachthalle die Gerüſte zur Reparatur aufzuſtellen, bevor die Schloſſer und Schmiede, die um 10 Uhr bestellt ſind, mit der Arbeit be- ginnen können. Matz turnt nach oben in das Gitterwerk des Dachſtuhls, um die Flaſchenzüge zum Aufwinden des Gerüſtes aufzuhängen. Dabei wirbelt unter jedem Griff und Tritt eine Menge Kohlenſstaub auf, ſodaß von den unten Stehenden laule Schimpfworte und Flüche an Matzens Ohr dringen. Ein aus einer früheren Z SEE; SE GHU Ez uzzzi;