Gesamtwille erneut zur Blüte, zu ſchöpferiſchem Leben führen. An dieſer Hoff- nung feſtzuhalten und uns an ihr wieder emporzurichten, will der Saar- kalender 1928 ehrlich mithelfen. Sein Wahrzeichen iſt diesmal der heilige Michael. Das Umſchlagblatt zeigt ihn, von künſtleriſcher Hand entworfen, ſchirmend den Schild haltend vor dem deutſchen Kleinod, der Weſtburg des Reiches. Wie er einſt an des Paradieſes Pforte den Eingang hütete, so wird sſein Geiſt die heilige Muttererde ſchützen vor dem Landfremden und uns das unveräußerliche und unerſetbare Beſitztum germaniſcher Geiſtesgüter erhalten. Dank noch allen, die am Werke mithalfen, inſonderheit gedenke ich hierbei des Kunſtphotographen A u q u ſt R u p p in Berlin, deſſen Landſchaften wir in den vornehmſten Zeitſchriften des In- und Auslandes begegnen. Er ſtiftete dem Saarkalender als Gruß an seine Heimat liebenswürdig mehrere Bilder, bie ſeine künſtleriſche Eigenart offenbaren. Bei der freundlichen Anerkennung, die mir von allen Seiten zuteil ge- worden iſt, möchte ich darauf hinweiſen, daß für mich die Freude an dem Werk Lohn iſt, der reichlich lohnet. Dem Inhalte nach deckt ſich mit allen anderen liebwerten Schreiben ſchon die erſte Zuſchrift, die ich unmittelbar nach dem Erſcheinen des letzten Iahrganges von einem alten „Spreben“ in Köln a. Rh. empfing. Sie mag hier als Stimmungsbild der Aufnahme ihren Dlatz findon: „Der Saarkalender traf heut’ ein, Und ich war froh bewegt; Wie könnt’ es denn auch anders sein, Wenn Saarlands Herz ſich regt. Hab' ihn ſtudiert die halbe Nacht, Ich kam nicht davon los, Hab’ bald geweint und bald gelacht, O, Heimat, ſchön und groß! Die alten Däter leben auf, Ihr Geiſt reißt uns empor; Und trotz des Schickſals dunklem Lauf, Da lächelt der Humor. Dir, lieber Alter, meine Hand, Dein Buch hat mich gerührt, Für dieſen Dienſt am Heimatland Der Dank, der ihm gebührt.“ Möge der heute vorliegende Band, der Saarkalender 1928, dieſelbe Auf- nahme finden und das Buch zu einem unentbehrlichen geiſtigen Bindeglied heranwachſen für alle, deren Herz mit uns fühlt. A. Z.