Saarkalender für das Jahr 1927. Blick ins Saartal bei Gersweiler. Phot. Wentz, Saarbrücken. Ostergruß! Pf; unsern Bergen lacht des Frühlings Leuchten, Der Welſchen Neid und Haß sind stumpfe Waffen, Doch Saarlands Leid grüßt noch kein wärmend Lich, Was man an harter Fron auch uns ersinnt, Und wehmutskrank will sich das Auge feuchten Der Saar hat Gott ein Kämpßpferherz geschaffen, Nach deutscher Bruderhand, so treu und schlichte. Und Machtgelüiſt vor Mut und Recht zerrinnt. Ersſcheinſt du, Oſterſonne, strahlend wieder Den Sinn gestählt, das Auge klar und offen, Erlösung kündend, endend unsre Qual? ~ Die Ehre ruft! Schon sproßt die neue Saat, Dem Friedensfürsten klingen Siegeslieder, Es weicht die Nacht, uns trägt ein Oſterhboffen: Doch kalter Nebel bannt noch unser Tal. Wir ſprengen doch das Orab durch deutsche Tat | Wie heil’gen Oſtergruß laßt’s hell erklingen: „Den Brüdern Heil, dem Reiche Auferstehn; Die Saar läßt sich nicht niederzwingen, Der Freiheit Stunde kommt: Auf Wiederſehn!“ HA. Z. Belehrende Erinnerungsblätter. „Deutſchland Hat ewigen Bestand, es iſt ein kerngeſundes Land."“ Heinrich Heine. n je ein Deutſcher etwas Großes tat, geſchah es in der Not, im Zuſtande der Tapferkeit, der zuſammen- gebiſte s "Zähne. der geſpannten Beſonnenheit. Fr. Nietzſche. „Der Franzoſe ändert ſeine politiſche Meinung wie seine Kleidung; nur im Haſſe gegen Fremde und vorzüglich gegen die Deutschen bleibt er ſich gleich. Böchking an Görres, den Herausgeber des „Rhein. Merkur“ am 7. Juli 1815. „Auf Gott vertrau’, dich tapfer wehr’, Darin beſteh’ dein Ruhm und Ehr'; Denn wer auf Gott herzhaftig wagt, Wird nimmer aus dem Feld gejagt. (Alter kurbrandenburgiſcher Fahnenſpruch.) 17 Saarkalender 1927 2