Saarkalender für das Jahr 1926 I_IIIINININNNMNNHNIMMNNDMNIHMIDDNMNIIMNNDDNMN#MNMN MMM NMI NNDDMMMMMDMMMMMNMMNNMNMMMDMNDMNDMNNDNMMIML CCC CCC CCC % tm HDH HTHDODOTOCDTCONTTHT DC» TH C TTT »TCHTTT TTF To TTD ; TN TTTTHTFODT TTTTCHTHÖ TO T Kurze Umſcſchan. Wenn der galliſche Hahn kräht auf dem europäiſchen Mi”ſt, Wird das Wetter ſchlechter, oder es bleibt, wie es iſt. ;) ' nverdientes Glück führt zum Uebermut; aufgebluht durch einen Pakt J) nicht Frieden ~ den Hunger, Uebermacht und Verrat erſchlichen, glaubt IMI Frankreich, wie einst Napoleon I.. Europa kommandieren zu können. Die YP. Ohnmacht höhnen, das iſt seines „Sieges“ höchſter Lohn, aber wie die EV Welſchen auch ihre Schlingen stellen mögen, das erwachende Deutſchland, nicht etwa das recht sagenhaft gewordene Weltgewissen, wird den Krieg, in dem wir uns noch immer befinden, durch seine Intelligenz und Arbeitskraft zum glück- lichen Ende führen. „Glück hat auf die Dauer nur der Tüchtige!“ Sieht auch das welſche Schlachtroß, theatraliſch aufgezäumt, von vorne noch recht feurig aus, die Hinterbeme knicken ein, sie sind pleite für ein Weltturnier. Die amerikaniſche Finanz zwickt und zwackt den armen Gaul; der Franzose ſelbſt ſcheut sich vor einem durchgreifenden Heil- mittel und will die bittere Medizin nicht in Kauf nehmen, sie nicht bezahlen. Der Franken schlägt daher Purzelbäume, bis er bei den Quacksalbereien eines Tages ermattet auf der Strecke bleibt. Jonathan, der fromme, vielgewandte Inhaber des Weltleihinstituts und des großen Verſatzamtes hat heute wie im Kriege das Schickſal Europas in der Hand, ſein Gold iſt Bal, vor dem alle Staaten ihren Kotau machen. „Zur Kaſsse, meine Herren!“ iſl der Schreckruf dieſes Gottes, vor dem besonders Franktreich zittert, denn in dieſem Punkte ist die Freundſchaft ein längst zersſchlisſener Flaus. Die feindlichen Brüder Europas sind ohne Ausnahme krank, vor allem brauchen die Gegner Deutſchlands Eisumſchläge, um endlich einmal aus dem Fieberzusſtand zu erwachen, der. ihr Hirn mit Revanchebildern quält und ängstigt und ihre Entſchlüſſe von krankhaftem Haß diktieren läßt, der alle ins Verderben führt und Handel und Wandel brutal erſchlägt. Während es also 1m euro- päiſchen Tempel unter der Decke ſchwält und die wirtschaftliche Not an alle Türen pocht, flammt es in anderen Weltteilen auf. Im fernen Oſten regt sich ein uraltes Kulturvolk von 400 Millionen und will den von den Alliierten prahleriſch verkündeten Schwindel von dem Selbstbeſtimmungsrecht der Völker verwirklichen. Die engliſche Diplomatie sucht in der ganzen Welt nach Beruhigungspillen für dieſen „Frevel“ gegen die gottgewollte Herrlichkeit des engliſchen Handels, der Boykott seiner Waren gleicht einem verlorenen Kriege. Die Franzosen ſind in ein Marokko-Abenteuer verſtrickt, deſsſſen Ende ~ denkt an Spanien = nicht abzuſehen iſt. Es wird noch manches Loch in den Geldbeutel reißen und zu dem großen Dalles hilfreiche Hand leiſten. Der Rettungsring für das alte Europa iſt die Vernunft, sie wird bekanntlich nur bei Wenigen gefunden, wird aber allmählich im Kurse steigen durch die nüchternen Tatsachen. Langſam werden die Völker geſunden oder das endlose Spiel mit dem Feuer führt schließlich doch zu dem Untergang des Abendlandes. Weit und beschwerlich iſt allerdings der Weg zum ehrlichen Frieden, aber er wird kommen. Auch Deutschland wird nicht immer die Futterkrippe der Fremden sein, wenn hier nur die Parteifexen endlich ihre Brille putzen und das Gesamtwohl des Reiches ins Auge fassen. Nach Jahren troſtloſer Zerfahrenheit und innerem Hader hat ſich endlich doch eine Beſſe- rung angebahnt, ein Kurs, der das Staatsſchiff in den rettenden Hafen der Ruhe und Ordnung lenken wird. 35