Ich fürchte, auch in dieſer Weiterentwicklung. iſt mein Beiſpiel für das lieutige Deutſchland zutreffend. Nber ich fülire es weiter und vollende es. Es ſind da Daſſagiere vorhanden, die ihre RKaltblütigkeit bewahrt haben. Sie bemerken, daß der Kapitän und die Mannſchaft ihrer ungeheuer ſchweren Nufgabe, das Schiff in einen AKafen zu bringen, getreulich obliegen. Sie wiſſen, daß, wenn die Daſſagiere meutern, das Schiff kentern oder an einer Klippe zerſchellen oder ein Opfer von Diraten werden muß. Nuchkh dieſe dürfen natürlich nicht feklen in dem Bilde, das wir nun einmal gewählt haben. Solche Leute mit heißem Herzen und kühlem Kopf werden auf dieſer gefäkrlichen Fakrt viel zu tun haben. Sie werden um ſich ier beruhigen, ſchſichten und Mut macken. Sie werden verkindern, daſ Gruppen- pſychoſen ausbrechen und ſich etwa Menſckhen in Verzweiflung, wie eine Rerde dem Leittiere nach, in die See ſtürzen. Glaubt, werden ſie ſagen, ſo ſehr es auch demoliert iſt, an die Jücktigkeit eures Schiffes und daß es, nun der eigentliche Sturm Hinter ihm ſiegt, der Dünung nickt mehr erliegen wird. Sie werden auf den Aafen Khinweiſen und den Nugenblick, von dem ſie ſicher vorausſetzen, daß er kommen wird, wo das Herrliche, brave, alte Schiff gedockt und wiederkergeſtellt werden kann. Deutſchland iſt alſo dieſes Schiff. Und ſo rufe ich allen hundert Millionen Europäern deutſcher Zunge zu: bleibt einig im Koffen, im SIlauben und in der Gewißheit, daß Deutſchland den Kafen erreichen, gedockt und wiederhkergeſtellt werden wird. Ich rufe denen zu, die wie die Ratten das Schiff verlaſſen wollen, im Waknſinn der Verzweiflung oder in einem ſogenannten Rettungsboot: kommt zur Beſinnung, habt SGeduld, es iſt immer nock Zeit, euch ſelbſt zu morden. Das einige Schiff, das einige Deutſckland, ſo ſage ich mit voller Ueberzeugung immer wieder und wieder, es muß den Hafen erreichen, es kann nickt untergehen. . Mir wollen das DBild hiermit verabſckhieden. Es gibt bekanntlich einen aktiven, d. f. tätigen Mut und einen paſſiveen. duldenden Mut. Die Indianer Nmerikas, von ikiren Feinden an den Marterpgfaal. geſtellt, wußten reckt gut, welcher der größere iſt, nämlich der duldende iſt dre. größere. Unſer Schickſal aber mackt augenblicklich die furchtbare Drobe aft. unleren duldenden Mut. Darin muß heute der Deutſche den Mann zeigen. Es iſt auch bereits gang und gäbe geworden, unter den ausgeſuckten und ſinnloſn. Leiden, die man uns fortgeſett zumutet, eiter zu ſcheinen und ſo zu tun, ls. ſähen wir nichts, als hörten wir nickts, als röchen wir nickt die mepfhitiſcklſcnen. Dünſte und vor allem, als wären wir okne Sefühl. Duldender Mut iſt aber nicht Nbgeſtumpftheit und Schwäcke. Er iſt ſelbſt- bewußte Kraft. Duldender Mut überwindet das Feindliche ebenſomolſl wien Handelnder Mut. Duldender Mut behauhtet ſich in ſich ſelbſt. Die Derſönlickkit zieht ſich auf ſich ſelbſt, in ſich ſelbſt zurück und behauptet ſich ſo, unverletzbar in ifrem Stolz, ihrer Würde, ihrem Weſen, d. k. ihrer Eigenart. Der Tod kan ſolcher Derſönlickkeit ein Ziel ſeten, aber da bei einem Volke wie dem deutſclkae von Sterben im Zeitraum des näckſten Jakhrtauſends nickt die Rede ſein kann, ſo iſt an dem Erfolg unſeres paſſiven Mutes, unſerer Ireue zu uns ſelbſt, kin. Zweifel erlaubt. Rgnete endorf ) f ( i. Rieſengebirge.