247 et raisonnablement aux Allemands leurs libertes democratiques) 4 . Am Tag zuvor hatte Laffon den Ländergouverneuren genaue Anweisungen über Art und Umfang ih ­ rer Kontrollbefugnisse mitgeteilt. Jeder deutsche Verordnungstext war vor seiner Veröffentlichung der Militärregierung vorzulegen: Les decisions prises par les Gou ­ vernements Allemands dans l'exercice de leur pouvoir reglementaire vous seront soumises avant toute promulgation. Er selbst behielt sich die Zustimmung zu allen Texten vor, die die allgemeine Besatzungspolitik betrafen oder auf sie Rückwirkun ­ gen haben könnten. Im Anhang seines Schreibens wurden diese Bereiche, unter an ­ derem das Erziehungswesen, aufgeführt 5 . Abschließend forderte Laffon die Offiziere der Militärregierung zu einer wachsamen Kontrolle auf, afin de ne point se laisser deborder par des manoeuvres allemandes 6 . 2.2. Die Umsetzung der KR 38 in deutsche Ländergesetze Die Kontrollratsdirektive Nr. 38 trat mit ihrer Veröffentlichung am 12. Oktober 1946 in Kraft: Ihr Ziel war es, in Deutschland ein einheitliches Kategorien- und Sühnesy ­ stem einzuführen; sie enthielt keine Vorschriften über das Verfahren bei der Durch ­ führung der Entnazifizierung 7 . Die französische Militärregierung wollte das bisher Erreichte nicht in Frage stellen lassen. Selbstbewußt wurden vor der Öffentlichkeit Prinzipien und Vorzüge des französischen Verfahrens herausgestellt. Von Anfang an sei es das Ziel der französischen Maßnahmen gewesen, alle Nationalsozialisten von einflußreichen Posten zu entfernen und ihre politische Aktivität zu überwachen. Um den drohenden Kollaps in Verwaltung und Privatwirtschaft zu vermeiden, sei von ei ­ ner Entfernung aller ehemaligen Pgs abgesehen und stattdessen ein Entnazifizie ­ rungsverfahren eingeführt worden, in dem deutsche Organe die Einzelfälle individu ­ ell überprüften. Um dieses zeitlich und materiell aufwendige Verfahren durchführen zu können, sei stufenweise vorgegangen worden. Primär habe die öffentliche Ver ­ waltung gesäubert werden müssen. Als nächstes sei mit der Entnazifizierung der Pri ­ vatwirtschaft begonnen worden, die bereits durch die Sequestrierungen als Macht ­ faktor ausgeschlossen worden war. Die Überprüfung der gefährlichen und deswegen internierten NS-Aktivisten sollte jetzt als letzte Maßnahme die Entnazifizierung ab ­ 4 CCFA: Koenig: Declaration, 4.12.1946; JO-CCFA Nr. 47/46 (4.12.1946), S. 492; CCFA: Sitzungsbe ­ richt der Konferenz der Oberregierungspräsidenten, 4.12.1946; MAE Y 1944-49 d.439/19f. 5 Liste des domaines reserves au visa de 1‘Administration Centrale de BADEN-BADEN (Non limitative, et donne ä titre d'exemple): u.a. Finanzen, Außenhandel, Steuern, Preis- und Lohnpolitik, Ernährung, Umsiedlungen, Post und Telephonwesen, Pressewesen, Gesundheit und Sozialversicherung, Erzie ­ hungswesen und allgemeine Politik; ebd. 6 Die Zustimmung der Militärregierung sollte aber nicht im Text der Verordnungen erwähnt werden. Be ­ griffe wie Gesetz, Direktive, Verordnung oder Verfügung durften von den deutschen Verwaltungen nicht verwendet werden - sie waren der Besatzungsmacht Vorbehalten. Stattdessen sollten die deut ­ schen Texte mit "Landesverordnung” oder "LandesVerfügung" betitelt werden; Laffon, 3.12.1946 (Anm. 1). 7 Im Gegensatz zur KR 24 wurde die KR 38 nicht im Journal Officiel veröffentlicht. Amal begründete dies in einem Schreiben an den Mitarbeiter der Direction Services Juridique et de Legislation, Virally, damit, daß eine Veröffentlichung nur Verwirrung über die Gültigkeit der neuen deutschen Länderge ­ setze stiften würde; CCFA/CAB/C: Amal, 25.2.1947; AOFAA DGAP c.233 p.50.