379 54 auf 53 zurück, bei einem Steigen der durchschnittlichen Mitgliederzahl von 1212 auf 1 299 * 2 Im gleichen Zeitraum blieb es Rheinland-Pfalz bei einer Land- und sieben (bis 1946: acht) Innungskrankenkassen, deren Mitgliederzahlen relativ aller ­ dings noch stärker anstiegen. In ihrer Tendenz, leistungsfähige Kassen mit einem noch überschaubaren, doch wirtschaftlich leistungsfähigen Versichertenkreis zu schaffen, hatte die Reform in der französischen Zone also Ziele verfolgt, die sich in der weiteren Entwicklung bestätigten. Der Zerfall der Einheitskasse, der sich in der französischen Zone 1949/51 vollzog, lag tendenziell in der Richtung der langfristigen Entwicklung im Bundesgebiet, wie sie Tabelle 14 zeigt. Tabelle 14 Die Verteilung der Mitglieder der Gesetzlichen Kranken ­ versicherung nach Kassenarten 1938-1982 Jahr Mitglieder in Mio. Davon entfielen in Prozent auf die OKK Betriebs- KK Innungs- KK Ersatzk. d. Ang. Ersatzk. d. Arb. See-KK Knappsch.- KK Landwirtsch. KK 1938 23,22 58,24 17,64 2,91 9,84 0,25 3,28 7,82 1950 20,20 68,50 11,39 1,97 8,73 0,40 0,10 5,58 3,32 1955 24,90 64,83 11,89 2,65 12,33 0,58 0,18 5,36 2,17 1960 27,06 57,03 13,30 3,76 18,18 0,85 0,26 5,18 1,73 1965 28,74 53,73 13,48 4,33 21,16 1,00 0,25 4,59 1,45 1970 30,64 52,07 13,63 4,80 23,08 1,09 0,25 3,67 1,42 1975 33,50 48,17 12,74 4,74 27,06 1,08 0,20 3,21 2,81 1980 35,40 46,61 12,12 5,14 29,38 1,21 0,17 2,91 2,43 1982 35,82 45,78 11,92 5,25 30,49 1,34 0,17 2,76 2,34 Quelle: Lampert,Strukturfragen,S.95. Vor allem die Ersatz- und die Innungskrankenkassen konnten von 1950 bis 1982 eine fast stetige Steigerung ihres Anteils an den Mitgliedern der sozialen Krankenversi ­ cherung verzeichnen, wogegen die Ortskrankenkassen, aber auch die von wirtschaft ­ lichen Strukturproblemen besonders stark tangierten Knappschaftskassen sich auf einem beständigen Rückzug befinden. Seit den 70er Jahren kehrte sich der Aufwärts- Trend auch für die Betriebskassen wieder um. Während die Gliederung der Rentenversicherung nach der Angleichung von Lei ­ stungen und Beiträgen für Arbeiter und Angestellte seit 1957 mehr von machtpoliti ­ scher Bedeutung für die Gewerkschaften als von sozialer Relevanz ist, * 43 hat die Gliederung der Krankenversicherung, unter der Norm sozialer Solidarität beurteilt, viele Ungleichheiten bewahrt. Die soziale Krankenversicherung im Jahre 1951, S. A4; desgl. 1952 S. A6; desgl. 1953, S. A6. 43 Vgl. dazu Hockerts, Sicherung im Alter, S. 312 f. Neue Ungleichheiten sind hier allerdings durch die betriebliche Altersversorgung entstanden; s. dazu ebd., S. 320 f.