216 sung. Denn mit einer Übertragung der Aufsichtskompetenzen an die Landesversi ­ cherungsanstalten gerate man in verwaltungsrechtliche Schwierigkeiten: die der LVA hiermit übertragene Aufsichtsfunktion über die Oberversicherungsämter in der Angestelltenversicherung laufe der umgekehrten Kompetenzverteilung in der Invali ­ denversicherung zuwider, in welcher die Oberversicherungsämter bisher die Auf ­ sichtsbehörden für die Landesversicherungsanstalten seien. Berlin akzeptierte, 44 und Baden-Baden ordnete Ende Juli die Errichtung solcher Landesversicherungsämter auf Landesebene an. 45 Realisiert wurde dies jedoch lediglich im Saarland. 46 In den anderen Ländern scheiterte die Realisierung sehr rasch an dem bereits auf Kontroll- ratsebene konstatierten Problem, welches sozialpolitische Initiativen in den folgen ­ den Jahren immer von neuem behindern sollte: am Mangel an qualifiziertem Perso ­ nal. 47 Auch die meisten Oberversicherungsämter, welche bis 1945 in der Angestell ­ tenversicherung für den Bereich der französischen Zone zuständig gewesen waren, lagen in den anderen Zonen: Nürnberg für die Pfalz, Darmstadt für den Regierungs ­ bezirk Mainz, Dortmund für die Regierungsbezirke Trier und Koblenz, Kassel für den Regierungsbezirk Montabaur, 48 Stuttgart für Württemberg. So fand sich nicht genügend Personal, um fünf eigenständige Landesversicherungsämter in der Zone zu besetzen. 49 Dementsprechend trug auch dieses durch die regionale Struktur der französischen Zone bedingte Problem dazu bei, nicht nur Ad-hoc-Maßnahmen, sondern eine strukturelle Neuordnung in Angriff zu nehmen. 44 Dechamp an Arbeitsdirektor Grosse, Baden-Baden, 26.7.1945; ebd. 41 Rundschreiben Grosse an Arbeitsoffiziere, 30. 7.1945; ebd. 46 Verordnung vom 27. 8. 1945. Vgl. die von Laffon Unterzeichneten Instruktionen des General ­ direktors der Wirtschaft und Finanzen in Baden-Baden zur Durchführung der Sozialversi ­ cherungsreform, 24. 5. 1946; AdO Colmar RLPC. 899/3-10-2. 41 Vgl. dazu ebd. 24.5. 1946. 48 Tätigkeitsbericht des Oberversicherungsamtes Speyer, ca. Oktober 1947; LASPH 13/791. 49 Zur weiteren Entwicklung siehe unten S. 234 u. 262 ff.